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Digitalisierung kann Fachkräfteproblem nicht lösen

Lediglich jeder zehnte Befragte erwartet, dass die Digitalisierung von Geschäftsprozessen das Fachkräfteproblem lösen kann. Foto: KfW-Bildarchiv, Thomas Klewar

Aus Sicht der mittelständischen Wirtschaft werden wohl viele Tätigkeiten auch künftig von qualifiziertem Personal ausgeführt werden müssen. Lediglich jeder zehnte Befragte (10,3 %) erwartet, dass eine Digitalisierung von Geschäftsprozessen das Fachkräfteproblem lösen kann. Etwas optimistischer als der Durchschnitt sind die Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor.

Online-Plattformen wie MyHammer oder Amazon als eine Form der Digitalisierung nutzt der deutsche Mittelstand bislang kaum für den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen. 86,1 Prozent der befragten Unternehmen sagten, sie würden Online-Plattformen im betrieblichen Vertriebsalltag nicht verwenden. Lediglich eine Minderheit von 13,2 Prozent der Befragten hat ihr Geschäftsmodell wenigstens teilweise auf die sogenannten Plattform-Ökonomien ausgerichtet.

Im Handel liegt dieser Anteil allerdings bei 24,9 Prozent und ist wachsend. Im Gegensatz zum Verkauf sehen die befragten Unternehmen nennenswerte Vorteile des Online-Handels aber beim Einkauf. Knapp die Hälfte der Mittelständler (54,5 %) bezieht Material oder Vorprodukte zumindest zum Teil schon über das Internet - vorn liegen hier die Dienstleister (58,8 %). Allerdings war die Nutzung der Einkaufsplattformen bei der Befragung im Frühjahr 2017 schon einmal stärker verbreitet gewesen.

Um für den digitalen Wandel gerüstet zu sein, sehen die mittelständischen Unternehmen großen Investitionsbedarf. Immerhin 23,9 Prozent der Befragten bezeichneten ihren Investitionsbedarf als hoch bzw. sehr hoch. Dabei könnten Investitionen erforderlich werden, weil die Unternehmen Nachholbedarf in Sachen "Digitalisierung" sehen oder aber, weil das digitale Geschäft ausgebaut werden soll. Als sehr gering bzw. gering schätzten 25,2 Prozent der Befragten den Investitionsbedarf ein. Fast jeder Zweite (45,7 %) gab einen mittleren Bedarf an und 3,9 Prozent haben gar keinen. Creditreform

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 11/2018 .

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