Unternehmensführung

Dual Studierende finden besser in den Beruf

Akademiker mit dualen Abschlüssen kommen schneller in Lohn und Brot und ergattern sicherere Stellen als Absolventen konventioneller Studiengänge. Foto: HS Weihenstephan-Triesdorf

Akademiker mit dualen Abschlüssen stehen deutlich besser da als jene, die einen regulären Bachelor erworben haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.

Befragungen von knapp 9300 dual Studierenden zu Beginn und nach Abschluss ihres Studiums ergaben, dass sie schneller in Lohn und Brot kommen und sicherere Stellen ergatterten als Absolventen konventioneller Studiengänge. Hoch ist auch die Arbeitszufriedenheit.

Anderthalb Jahre nach Abschluss des dualen Studiums sind nur 3 Prozent der Jungakademiker arbeitslos. Mit einem regulären Bachelor sind es dagegen 6 Prozent. 93 Prozent der Absolventen dualer Studiengänge arbeiten in Vollzeit, beim regulären Bachelor sind es 80 Prozent. Eine unbefristete Stelle finden nach dem dualen Studium drei Viertel der Berufseinsteiger, nach einem regulären Fachhochschulstudium schafft das gerade die Hälfte, nach der Universität sogar nur ein Drittel.

Keine auffälligen Unterschiede konnten die Wissenschaftler dagegen beim Einkommen ausmachen. Nach anderthalb Jahren verdienen Akademiker unabhängig von ihrem Abschluss zu etwa 70 Prozent zwischen 2000 und 4000 Euro brutto. Ausschlaggebend für die Höhe des Einkommens war stets die Größenordnung des Betriebes. Enttäuschungen gab es unter dualen Studienabsolventen bei ihrem Start in der Betriebshierarchie: Etwa 60 Prozent der Befragten streben eine Position mit Leitungsfunktion an. Tatsächlich beginnen 69 Prozent aber zunächst als Angestellte ohne Führungsverantwortung. Einige Hochschulen, so die Studienautoren, hätten womöglich falsche Versprechungen gemacht.

Trotzdem sind nach dem dualen Studium zwei Drittel der Befragten ihrem Ausbildungsbetrieb treu geblieben. Viele Betriebe treffen schon im Laufe der Ausbildung Absprachen mit den Studierenden zur Übernahme und einer künftigen Position im Unternehmen. Die übrigen Absolventen kamen größtenteils in anderen Betrieben unter. Ein Viertel von ihnen nahm ein Masterstudium auf.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2019 .

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