Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
von: Christian MünterZur Halbzeit haben die Landesgartenschauen ihre Besucherbilanzen vorgelegt. Ellwangen liegt mit über 480.000 Besucher vorn, gefolgt von Bad Nenndorf mit rund 350.000 Gästen. Beide Veranstaltungen haben schon mehr als die Hälfte der in den Durchführungshaushalten anvisierten Zahlen erreicht. In Neuss (ca. 265.000 Besucher) und Leinefelde-Worbis (ca. 125.000 Besucher) hat das nicht geklappt. Dort müssen sich die Veranstalter noch etwas anstrengen, um eine Kostendeckung zu erreichen.
In Berlin-Neukölln wurde der seit Jahrzehnten stark geschädigte Volkspark Hasenheide mit knapp 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln klimaresilient umgebaut. 365 Jungbäume und 130 Heister wurden auf großen Wiesen als künftiger Ersatz des Bestands gepflanzt. 3.960 Sträucher und 7.900 Stauden kamen für die Biodiversität in die Erde. Auf 16.000 m² wurden extrem verdichtete Böden tiefengelockert, die Struktur mit 950 m³ eines Kohle-Kompost-Gemischs verbessert. Nun startet ein wissenschaftliches Monitoring.
Vorsicht ist angesagt, wenn im Bauvertragstext Umlagen für die Bauschuttentsorgung festgelegt werden: Das Berliner Kammergericht sieht in solch einer Klausel eine unangemessene Benachteiligung des Auftragnehmers. Denn sie weicht vom Grundgedanken des § 634 BGB ab, der den Verursacher in die Verantwortung nimmt. Fachanwalt Rainer Schilling rät, über solche Klauseln gar nicht zu diskutieren. Später kann dann nachgewiesen werden, dass sie nicht ausgehandelt wurden.
Ich wünsche Ihnen einen hoffentlich wohltemperierten Hochsommer.
Es grüßt Sie herzlichst,
Ihr Christian Münter



