Von Ingolstadt nach Weihenstephan

Ein Themengarten zieht auf das Hochschulgelände

Aufbau des Pavillons mithilfe eines Autokrans auf dem Hochschulgelände Weihenstephan. Foto: Jonas Straub, HSWT

Es herrscht rege Betriebsamkeit. Junge Menschen in gelben Sicherheitswesten und Schutzhelmen arbeiten Hand in Hand, rufen sich Anweisungen zu oder dokumentieren das Geschehen. Dort, wo normalerweise Studentinnen und Studenten auf dem Weg zu Vorlesungen eilen oder Besucher in den Gärten Spazierengehen, hat sich dieser Tage ein monströser gelber Autokran aufgebaut, der schnaufend seine Arbeit verrichtet.

Zwei Jubiläen

Anlässlich des 50. Jahrestages der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und des 20-jährigen Bestehens des Studiengangs "Landschaftsbau- und Management" wurde der Themengarten auf der 33. Landesgartenschau in Ingolstadt ausgestellt. Diese Installation stand unter dem Motto "ClimateMove - Applied Science for Future" und repräsentierte die Forschungs- und Lehransätze der Hochschule: Klimagerechtes Bauen und Wirtschaften. Seit Anfang Oktober ist die Landesgartenschau zu Ende und der Garten musste wieder abgebaut werden. Die Projektidee stand unter dem Schirmbegriff "Nachhaltigkeit", daher lag den Projektbeteiligten nichts ferner, als diesen Garten zu entsorgen, sondern ihm ein neues, dauerhaftes Zuhause zu geben - der Hochschulcampus Weihenstephan. Darüber hinaus sollten so weit wie möglich bereits eingebaute Materialien wiederverwendet werden.

Ausbau der Betonplatten an der Landesgartenschau in Ingolstadt. Foto: Simon Neubauer, HSWT

Praktische Erfahrung

Die Studierenden planten und führten dieses Studienprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Brunsch durch. Darunter unter anderem die Erstellung von einem Leistungsverzeichnis mit Kalkulation, die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmen sowie das Sponsorenakquise und Marketing. Zusätzlich packten die Studierenden beim Bau des Gartens selbst mit an. Viele Studierende konnten bereits im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung Praxiserfahrung und Fachwissen sammeln. Dieses Projekt bot dabei auch die Möglichkeit, Erfahrungen und know-how an Studierende ohne vorherige Ausbildung weiterzugeben, wie etwa der fachgerechte Einsatz sowie Bedienung von Maschinen und Geräten. Die Arbeitssicherheit stand dabei ebenfalls im Fokus, so Student Simon Neubauer: "Es ist natürlich sehr wichtig, dass die Studierenden die Priorität des Arbeitsschutzes kennenlernen und selbst anwenden, beispielsweise durch Tragen von persönlicher Schutzausrüstung". Simon Neubauer ist Student im siebten Semester "Landschaftsbau- und Management". Das Projekt sieht er als Chance: "Dieses Projekt gibt uns die Möglichkeit, theoretisches Wissen in der Praxis fachgerecht umzusetzen und ressourcenschonende Möglichkeiten der Garten- und Landschaftsgestaltung praxisnah kennenzulernen."

Studierende des siebten Semesters Landschaftsbau- und Management mit Prof. Dr. Brunsch (2. v. l.), HSWT-Präsident Dr. Veulliet (3. v. l.) und Herrn Großberger (l.) nach der Abnahme des Jubiläumsgartens. Foto: Jonas Straub, HSWT

Ein weiter Weg

Bevor der Garten an seinem endgültigen Standort erblühen konnte, lag ein weiter Weg vor ihm. Das Gelände wurde zunächst vermessen, das Planum musste vorbereitet werden, Fundamente für den Pavillon gefertigt werden. Der Pavrillon, bestehend aus Betonstützen wurde in Ingolstadt rückgebaut, mittels eines Autokranes auf Tieflader verladen und in Freising vorsichtig entladen, Bäume am vorherigen Standort auf der Landesgartenschau mittel Großbaumverpflanzung entnommen und nach Freising transportiert. Zum Schluss wurden der Wegebelag und die Vegetation des Gartens fertiggestellt. Mit der Abnahme erfolgte der letzte Teil des Projektes. Gemeinsam nahmen die Studierenden des siebten Semesters "Landschaftsbau- und Management" mit dem projektverantwortlichen Prof. Dr. Thomas Brunsch und dem externen Lehrbeauftragten Herr Großberger vom Büro GBP den Garten ab. Mit den abschließenden Worten des HSWT-Präsidenten, Dr. Eric Veulliet - "Die Hochschule gewinnt durch Ihre Arbeit eine neue Attraktion" -, wurde der Jubiläumsgarten in seine Hände übergeben. Für alle Projektbeteiligten ging eine arbeitsintensive und erfahrungsreiche Projektarbeit erfolgreich zu Ende. Helena Ludwig

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2022 .

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