Der Kommentar

Endlich wieder GaLaBau

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Ist es nicht schön? Wir dürfen wieder Urlaub machen, feiern gehen und wir dürfen uns wieder treffen. Es ist noch nicht lange her, dass Corona unseren Alltag bestimmt hat. Gäste zu Hause? Ja, aber nur 10 Personen. Jugendliche unter 12 zählen nicht, genauso wie Geboosterte oder frisch Genesene, jedoch nur, wenn noch weitere komplexe Bedingungen erfüllt werden. Nein, heute können wir uns einfach ins Auto setzen und losfahren oder gleich den ganzen Betrieb in einen Bus setzen, einfach nur, weil es schön ist auf der Fachmesse für Landschaftsbau zu sein.

Vielleicht drücken doch gerade jetzt ganz andere Sorgen. Bleibt die Nachfrage noch langfristig hoch? Wie entwickeln sich die Preise? Was macht die Politik in Deutschland? Die Regierungsparteien befürchten Aufstände, oder zumindest ein Abdriften der Wähler an den politischen Rand. Und nicht zuletzt die Frage, wie geht es wirtschaftlich in Deutschland weiter? Alles Fragen, auf die es keine leichten und schon gar keine sicheren Antworten gibt. Sie wissen schon, Prognosen sind immer dann schwierig, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind.

Trade fair ist einer der englischen Begriffe für Messe. Dabei geht es in Nürnberg nur noch am Rande ums Verkaufen. Der klassische Messe-Deal ist, wenn er überhaupt noch stattfindet, nur noch der Abschluss eines lang angebahnten Geschäfts. Deshalb überlegen auch immer mehr Aussteller, der Messe fern zu bleiben. Die Kunden können anders viel besser erreicht werden, individueller, gezielter, persönlicher und in Bezug auf einen Geschäftsabschluss häufig erfolgreicher mit deutlich weniger Aufwand. Für manchen Aussteller war lange Zeit ein Argument für den Messeauftritt, keine Schwäche im Markt zu zeigen. Das gilt schon lange nicht mehr. Ein Blick in das Ausstellerverzeichnis zeigt schnell, dass viele Namen einfach fehlen. Schlecht für die GaLaBau ist sicher auch, dass die bauma (Weltleitmesse für Baumaschinen und Baugeräte), die sehr viel wichtigere Messe, nur fünf Wochen später in München stattfindet. Firmen wie Liebherr oder Mercedes-Benz, sind zur Zeit der GaLaBau schon fest im Aufbau der Messestände in München gebunden. Bei zwei Messen in so kurzem Abstand müssen auch sehr große Unternehmen Prioritäten setzen.

Auf die Zahl oder die Namen der Aussteller kommt es bei der GaLaBau schon lange nicht mehr an. Es sind die zufälligen Begegnungen, Gespräche, vielleicht nur der freundliche Gruß des Kollegen vom Submissionszettel der letzten Woche. Nutzen Sie nach der langen Messepause und der sehr langen Zeit ohne informellen Austausch diese Chance. Sie treffen sicher viele bekannte oder auch neue Gesichter, mit denen Sie sich über alle Zukunftsfragen austauschen können. Der Austausch hilft bei den Entscheidungen, die demnächst zu treffen sind und gibt ein gutes Gefühl für den eigenen Weg. Ich freue mich auf jeden Fall schon, Sie in Nürnberg zu sehen und bin gespannt auf Ihre Antworten zur Zukunft der Branche.

Ihr Martin Thieme-Hack

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2022 .

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