Der Wellritzbach in Wiesbaden

"Entfesselung" im Landschaftspark

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Gewässer stehen aufgrund des Klimawandels immer mehr im Blickpunkt, denn die Wassermenge wird geringer und die -qualität leidet. Andererseits führt Starkregen zu sehr großen Wassermengen in kurzer Zeit. Inzwischen helfen auch Bürger vor Ort – etwa im Rahmen des sogenannten Flow-Projekts – Gewässer zu entdecken, zu kartografieren und erforschen.
Renaturierung Klimagerechte Landschaftsplanung
Der Vorentwurf zeigte schon weitgehend alle Elemente, die später auch realisiert wurden. So der aus seiner Betonhalbschale befreite Bach, die neuen Brücken, Wiesen und Baumgruppen. Naturschutz und Erholung ergänzen sich harmonisch. Plan: ©Herrchen & Schmitt Landschaftsarchitekten

Während viele Bäche bislang noch gar nicht bekannt waren, floss der Wellritzbach in Wiesbaden jahrzehntelang in offenen Betonhalbschalen. Die hessische Landeshauptstadt beschloss dann seine Renaturierung und setzte sie im Zusammenhang mit einem langen und schmalen Landschaftpark um, der zugleich als Frischluftschneise fungiert.

Mehr als 90 Prozent der von staatlichen Ämtern untersuchten Fließgewässer in Deutschland befinden sich laut Umweltbundesamt (2022) in einem schlechten ökologischen Zustand. Zugleich fehlen belastbare Daten zu vorhandenen Lebewesen und zur Schadstoffbelastung kleiner Fließgewässer, das sind solche mit Einzugsgebieten unter 10 km², die im Monitoring zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL, 2000) nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Bei der Wiederherstellung von Grünräumen, Frischluftschneisen und naturnahen Gewässern mit neuer Artenvielfalt können Kommunen heute auch mit Fördergeldern einiges tun. Die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, am Rande ausgedehnter Wälder des Naturparks Rhein-Taunus, durchfließen viele Bäche von dort Richtung Stadt, doch manche in einem vollkommen unnatürlichen "Bett". Vor wenigen Jahren wurde ein großer Teil des Wellritzbaches renaturiert und das Projekt Ende 2023 mit einem Preis gewürdigt.

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Der Taunus ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und der Feldberg mit 881 m seine höchste Erhebung. Etwa 15 km südwestlich davon liegt Wiesbaden, in einem Talkessel am Rande des Mittelgebirges. Gleich fünf kleine Fließgewässer strömen aus dem Taunus zur Kurstadt und weiter Richtung Rhein, eines davon ist der Wellritzbach. Er fließt durch das gleichnamige Tal und brachte früher auch Mühlen in Gang, wie an einem Gastronomie-Namen noch heute abzulesen ist.

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Renaturierung Klimagerechte Landschaftsplanung
Vor der Umgestaltung: Der Wellritzbach floss in einem Betonprofil, das zu schnellen Abflüssen und kurzzeitigen Hochwässern führte. Foto: ©Herrchen & Schmitt Landschaftsarchitekten
Renaturierung Klimagerechte Landschaftsplanung
Im Wellritztal lag schon vor der Umbaumaßnahme ein großes Potenzial, das jedoch kaum genutzt worden war. Fotos: ©Herrchen & Schmitt Landschaftsarchitekten

Das Tal mit seinen beidseits flankierenden Grünräumen ist heute als Landschaftspark ausgewiesen. Doch Barrieren (z. B. Zäune) und ungenehmigte Bauten aus Holz machten das Tal früher für Spaziergänger kaum nutzbar. Hinzu kam die Begradigung des Bachs aus den 1950er und 1960er Jahren, der in ein Profil aus technischen Betonhalbschalen gezwungen worden war.

Ziel des mehrjährigen Planungs- und Umbauprozesses war es deshalb, den Bach zu "entfesseln", ihm einen natürlicheren Verlauf zu geben, zu renaturieren und das Tal für die Menschen der auf beiden Seiten liegenden Villen- und Wohngebiete als Naherholungsgebiet nutzbar zu machen.

Für den inzwischen realisierten ersten Bauabschnitt erhielten die beauftragten und planenden Landschaftsarchitekten Herrchen & Schmitt aus Wiesbaden im November 2023 den "Garten-Oskar" des hessischen Landesverbandes der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL). Sie verleiht ihn in Kooperation mit dem Hessischen Umweltministerium.

Der zum 21. Mal vergebene Preis würdigt herausragende gartenkulturelle Leistungen. Die DGGL Hessen möchte damit die Diskussion über die Garten- und Landschaftskultur des 21. Jahrhunderts auf regionaler Ebene anstoßen. Ausgezeichnet werden nachhaltige Projekte, die öffentlich zugänglich sind. In diesem Sinn soll der "Garten-Oskar" dazu inspirieren, neue Grün- und Freiräume mit gestalterischem Anspruch in sozialer und ökologischer Verantwortung zu realisieren.

Vorher: Bestandsmängel und Potenzial

Das Wellritztal verbindet die freie Landschaft mit der Innenstadt und ist einer der wichtigsten Grünzüge und Frischluftschneisen Wiesbadens. Bis Ende des 19. Jahrhunderts führten Wiesen und Mühlgräben begleitet von großen Obstwiesenhängen und eine kleinteilige Ackerbaulandschaft ins heutige Westend bis zur Bleichstraße.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden entlang der Klarenthaler Straße im Westen und der Friedrich-Naumann-Straße im Osten neue große Siedlungen beidseits des Wellritztals. Hinzu kamen Gärtnereien, Baumschulen und Gewerbebetriebe, die teilweise recht nahe an den Bach heranreichten.

Ab den 1950er Jahren wurde der Wellritzbach schließlich in ein enges Betonprofil gezwängt, mit der Folge, dass bei Hochwasser schnelle und starke Überflutungen auftraten, weil dem Bach die Ausdehnung in die Breite fehlte. Für die beiden Jahrzehnte der 1970er und 1980er Jahre war dann typisch, dass einzelne Grundstücke gar nicht mehr genutzt wurden und folglich brach fielen.

Es entstanden kleine Holzhütten ohne Baugenehmigung und Zäune, wo eigentlich keine sein sollten. Für Flora und Fauna gab es zwar gewisse Lebensräume, das Potenzial der Landschaft wurde jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft.

Und so beschäftigten sich zuerst Arbeitsgruppen und Workshops später die nahe gelegene Fachhochschule Rhein-Main mit ihren Studierenden in Semesterarbeiten mit der "Reparatur" und Aufwertung des Landschaftsparks Wellritztal.

Renaturierung Klimagerechte Landschaftsplanung
Der Verlauf des Wellritzbachs wurde etwas nach Osten, mehr zur Mitte hin verlegt. Mäandrierende und gerade Strecken wechseln sich ab, Steine verlangsamen die Fließgeschwindigkeit. Foto: Herrchen & Schmitt
Renaturierung Klimagerechte Landschaftsplanung
Eine neue Brücke im Norden (Bild oben) und eine zweite im Süden (Bild unten) sorgen für gute Querverbindungen im Naherholungsgebiet. Foto: Herrchen & Schmitt
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Eine neue Brücke im Norden (Bild oben) und eine zweite im Süden (Bild unten) sorgen für gute Querverbindungen im Naherholungsgebiet. Foto: Herrchen & Schmitt

Planung und Umsetzung

Im Juli 2014 beauftragte die Stadt Wiesbaden das ortsansässige Büro Herrchen & Schmitt mit der konkreten Planung. Die Landschaftsarchitekten betrachteten den gesamten Landschaftsraum und erste Überlegungen führten zur Berechnung der Entwässerung.

Der Wille war vorhanden, den Bach nicht mehr ungebremst in ein Rohr einzuleiten, das unter dem südlich querenden Kurt-Schumacher-Ring hindurch und weiter in die Innenstadt verlief. Nun sollte das Wasser bei Starkregenereignissen vor der vierspurigen Straße in einem offenen Regenrückhaltebecken (RRB) aufgefangen werden und langsam ablaufen oder versickern.

Die zweitwichtigste Maßnahme war der Rückbau der alten Betonhalbschalen und das Modellieren eines freien Bachbettes mit Mäandern und verschiedenen Fließgeschwindigkeiten durch unterschiedliche Gefälle im Bett, von 1 bis 2,5 Prozent. Steine und Geröll sorgen dafür, dass sich kleinste Staustufen bilden, die Vergabelung des Bachlaufs bewirkt die Entstehung von kleinen Inseln und minimale Prall- und Gleithänge sorgen dafür, dass wieder ein natürlicher Wasserlauf zustande kommt.

Neben dem Ausbau von Biotopen, die wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten, wurde das Gebiet auch für Spaziergänger und Erholungssuchende attraktiver, durch neue Wege, zwei Brücken, Sitzplätze mit Bänken und Aussichtspunkten.

Wasser ist als prägendes Element der Stadt Wiesbaden auch an dieser Stelle nun wieder stärker sichtbar. Durch die Renaturierung der ersten 400 m – sie soll sich in den nächsten Jahren bis zur nördlich anschließenden Klostermühle fortsetzen – wurde das Tal ökologisch aufgewertet und gleichzeitig seiner stadtnahen Lage als Erholungsgebiet gerecht.

In den angrenzenden Stadtteilen Wiesbadens (Westend) mit 18.000 Einwohnern (= 27.000 Ew./km²) besteht eine der höchsten Bevölkerungsdichten Deutschlands, bei einem Zuwanderungsanteil von 33 Prozent. Entsprechend hoch ist heute der Erholungsdruck, der auf diesem relativ kleinen Landschaftspark (~2,4 ha) lastet, auch durch Hundebesitzer und Eltern mit Kindern, ein Konfliktpotential, das im Vorfeld erkannt und im Zuge der Planung und Bürgerbeteiligung befriedet werden konnte.

Wasser auch zum Spielen

Ein renaturierter Bach bietet unendlich viele Möglichkeiten für Kinder zum Spielen, sei es Papierboote falten und schwimmen zu lassen oder sich bei großer Hitze einfach mal im Wasser abzukühlen. Mit Steinen oder Ästen können kleine Staudämme gebaut und im aufgestauten Wasser gespielt werden.

Teilt sich das Wasser und es entstehen kleine Inselchen, werden diese in Besitz genommen und als "Eigentum" verteidigt. Im und am Bach gibt es zudem viele Tiere und Pflanzen zu beobachten, winzige Bachfische und Wasserorganismen, Libellen, Schmetterlinge, Insekten, Gehölze, Flurstauden und Gräser. An warmen Tagen summt und brummt es im Wellritztal und die blühenden Wiesen zaubern Farbe in die Landschaft.

Auch für das gewöhnliche Spielen gibt es ein Angebot. Im Südosten auf einer leichten Anhöhe und ebener Fläche liegt noch ein klassischer Spielplatz, unter anderem mit einem Klettergerüst und einem Kreis aus Findlingen zum Sitzen. Bänke, Abfalleimer und Beschilderung ergänzen den Spielplatz, der mit seinem erhöhten Niveau zudem gute Ausblicke Richtung Regenrückhaltebecken bietet, das im Normalfall eine große "fette" Wiese mit Obst- und Walnussbäumen ist.

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Bilder oben und rechts oben: Ganz im Süden endet der renaturierte Bach in einem technischen Abflussbauwerk, bevor er die Straße unterquert. Foto: Herrchen & Schmitt
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Der Verlauf des Bachbetts wurde mit einem Schaufelbagger modelliert. Auch Gabelungen und kleine Inselchen gehörten dazu. Foto: Thomas Herrgen
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Der Verlauf des Bachbetts wurde mit einem Schaufelbagger modelliert. Auch Gabelungen und kleine Inselchen gehörten dazu. Foto: Thomas Herrgen

Alte und neue Pflanzen

Der ursprüngliche Baumbestand im Bachtal war teilweise nicht standortgerecht (z. B. Fichten), überaltert, das Holz morsch oder krank und erfüllte nicht mehr die Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht. 48 Bäume mussten daher gerodet, 20 konnten erhalten werden. Sie bekamen Gesellschaft von 55 neu gepflanzten Obst- und Laubbäumen (überwiegend heimisch), sodass die Baumanzahl nach Fertigstellung der Maßnahme um rund 10 Prozent auf 75 Stück anstieg.

Zu den gepflanzten Arten gehören, wie für einen Bachlauf zu erwarten, die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Feldahorn (Acer campestre) und die aus Nordamerika stammende Baumfelsenbirne (Amelanchier arborea 'Robin Hill'), die etwa 8 m hoch wird und gut frosthart ist, ansonsten wenige Ansprüche an ihren Standort hat.

Sträucher ergänzen und vervollständigen die Gehölzkulisse, die den übergeordneten Landschaftsraum durch Pflanzungen am Rande, als auch einzelne Räume darin definiert. So wurde der heimische Holunder (Sambucus nigra), der durch die weißen tellerartigen Blüten und seine schwarzen Früchte besticht, die Öhrchen-Weide (Salix aurita), der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) oder Haselnusssträucher (Corylus avellana) gepflanzt. Für besondere Blüteneffekte im Sommer und schöne rote Hagebutten im Herbst sorgt die Gemeine Hecken-Rose (Rosa canina).

Zwischenzonen – Streuobstwiesen

Im Übergang zur Bebauung wurden Obstwiesen ergänzt, beziehungsweise neu angelegt. Hier kamen die Birnensorte 'Köstliche von Charmeux', die Zwetschge 'Bühler Frühzwetschge', die Kirschen 'Große schwarze Knorpelkirsche' und 'Schneiders späte Knorpelkirsche', sowie die alten Apfelsorten 'Kloppenheimer Streifling', 'Freiherr von Berlepsch' und 'Gravensteiner' zur Anwendung. Es wurden ausschließlich Bäume und Sträucher gepflanzt.

Entlang der Wege und im Umfeld der Banksitzplätze kam die Regelsaatgutmischung RSM 7.1.2 (Landschaftsrasen – Standard mit Kräutern) zum Einsatz, mit einer Ansaatmenge von circa 20 g/m². Das Saatgut beziehungsweise die entstehenden Pflanzen liefern einen zusätzlichen Blütenaspekt in der Vegetationszeit, tiefer gehende Wurzeln der Kräuter (dadurch verbesserte biologische Verbauung) und es bewirkt dadurch auch einen guten Erosionsschutz. Darüber hinaus blieb alles der Sukzession auf dem Rohboden überlassen, ohne Andeckung von neuem Oberboden.

Wann der zweite Bauabschnitt nördlich der Wellritzmühle folgen soll, steht derzeit noch nicht fest. Doch schon heute ist der kleine Landschaftspark mit dem renaturierten Bach ein unverzichtbarer Baustein im Stadtgefüge mit ihren Wohnvierteln und der unmittelbar benachbarten Fachhochschule.

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Um das Wellritztal auch als Erholungslandschaft zu gestalten wurden Wege neu gebaut, Bänke aufgestellt und Streuobstwiesen gepflanzt. Das üppige Grün ist ein wertvoller Ausgleich im dicht besiedelten Wiesbadener Westend. Foto: Thomas Herrgen
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Um das Wellritztal auch als Erholungslandschaft zu gestalten wurden Wege neu gebaut, Bänke aufgestellt und Streuobstwiesen gepflanzt. Das üppige Grün ist ein wertvoller Ausgleich im dicht besiedelten Wiesbadener Westend. Foto: Thomas Herrgen
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Um das Wellritztal auch als Erholungslandschaft zu gestalten wurden Wege neu gebaut, Bänke aufgestellt und Streuobstwiesen gepflanzt. Das üppige Grün ist ein wertvoller Ausgleich im dicht besiedelten Wiesbadener Westend. Fotos (3): Thomas Herrgen
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Auf einem leicht erhöhten Plateau entstand ein Spielplatz mit Klettergerüst (hier nicht im Bild) Balancierstämmen sowie einem Kreis aus Sitzsteinen. Foto: Thomas Herrgen

Ausgezeichnete Renaturierung

Für das Projekt erhielten das Umweltamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und die Landschaftsarchitekten Herrchen & Schmitt den "Garten-Oskar" 2023 der DGGL Hessen. Annette Enders, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft im hessischen Umweltministerium verlieh die Auszeichnung in Wiesbaden gemeinsam mit der Ersten Vorsitzenden der hessischen DGGL Petra Hirsch, für herausragende gartenkulturelle Leistungen.

Der "Garten-Oskar" (eingeführt im Jahr 2000) ist seit einigen Jahren eine undotierte Auszeichnung und wurde bisher nur drei Mal (2006, 2013 und wegen Corona 2020) nicht verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Projekte aus Hessen oder Planungsbüros aus Hessen mit Projekten an beliebigen Orten.

Eine Bewerbung ist nicht erforderlich. Die Auszeichnung ist überregional bekannt und setzt auf Fokusthemen wie etwa Stadtgestaltung mit Grün, Nachhaltigkeit, Biodiversität und Maßnahmen im Klimawandel. Der renaturierte Bach im Wellritztal und sein Umfeld wurde zu einem heute beliebten Landschaftspark. Er hat die Kriterien eindrucksvoll erfüllt und sie gelten bis heute fort.

Im Internet

Wellritzbach in Wiesbaden

Projekt-Chronologie und weitere Informationen

  • Bauherr: Landeshauptstadt Wiesbaden, Umweltamt
  • Planung: Landschaftsarchitekten Herrchen & Schmitt, Wiesbaden
  • Auftrag/Planungsbeginn: Juli 2014
  • Gesamtfläche: 2,5 ha; Landschaftspark: circa 2,4 ha
  • Bestandsaufnahme und detaillierter Bestandsplan: bis Dezember 2014, Vorentwurf: Februar 2015, Entwurf: Dezember 2015
  • Planfeststellungsverfahren: März 2017
  • Genehmigungsbescheid: Januar 2018
  • Ausschreibung: Mai 2018
  • Bauzeit: Mai 2019 bis Februar 2020
  • Bodenbewegung für Gewässerprofil: rund 2100 m³; Bodenabtrag, ges.: rund 2600 m³
  • Extensive Wiesenflächen: rund 17.000 m²
  • Baumneupflanzungen: 55 Stück
  • Wege: rund 2600 m² (überwiegend versickerungsfähig, wassergebundene Decke)
  • Bänke: acht Stück, Brücken: zwei Stück
  • Ausführung und Pflege: August Fichter GmbH GaLa Bau, Raunheim
  • Abnahme: Februar 2020, Parkeröffnung: 21.02.2020 (kurz vor Corona)
  • Fertigstellungspflege: nach DIN 18916, eine Vegetationsperiode (2020)
  • Entwicklungspflege: nach DIN 18919 über zwei Jahre (2021 und 2022)
  • Baukosten: ~ 980.000 Euro brutto
  • Besonderheiten: Bauen in Stadtrandlage – Modellierung Bachbett mit Schaufelbagger
Dipl.-Ing.(FH) Thomas Herrgen
Autor

Landschaftsarchitekt

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