ERFA-Gruppe „Biodiversität“ startet auf Gärtnerhof Jeutter

Mit einem Auftakttreffen auf dem Gärtnerhof Jeutter in Göppingen ist die ERFA-Gruppe „Biodiversität im GaLaBau“ im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Baden-Württemberg gestartet. Dabei waren Vertretern von zehn GaLaBau-Betrieben. Das Netzwerk will daran arbeiten, biologische Vielfalt bei Planung, Bau und Pflege von Gärten und Außenanlagen stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Pflanzkonzepte GaLaBau
Zehn GaLaBau-Betriebe beteiligten sich am Auftakttreffen der baden-württembergischen ERFA-Gruppe „Biodiversität im GaLaBau“. Foto: Johannes M. Jeutter Gärten und Pflanzen

Die unterschiedlichen Größen der Betriebe sowie deren verschiedene Erfahrungen und Tätigkeitsschwerpunkte werden von allen Teilnehmenden als große Bereicherung beschrieben. Ziel der Gruppe ist es, die fachliche Kompetenz der beteiligten Betriebe im Bereich Biodiversität weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen unter anderem der Austausch guter Praxisbeispiele, gegenseitiges Lernen, Fachbesichtigungen, Mustergärten und Fortbildungen.

Nach außen wollen sich die teilnehmenden Unternehmen als kompetente Ansprechpartner für Kommunen, öffentliche Auftraggeber, Wohnungswirtschaft und Privatkundschaft etablieren, wenn es um biodiversitätsfördernde Planung und Ausführung im GaLaBau geht. Ein weiteres Ziel des Arbeitskreises ist es, Biodiversität verstärkt in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren – von der Berufsschule über Meister- und Technikerschule bis hin zur Hochschule.

Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit relevanten Institutionen und Verbänden geplant, etwa mit Naturgarten-Initiativen, Umweltverbänden, Fachverbänden sowie bestehenden Bündnissen und dem bundesweit agierenden "grünen runden Tisches Biodiversität" des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

Bereits beim nächsten Treffen soll ein Kriterienkatalog zur Biodiversität im GaLaBau erarbeitet werden. Er soll definieren, welche fachlichen, gestalterischen, ökologischen und betrieblichen Anforderungen Betriebe erfüllen sollten, um Biodiversität qualifiziert in ihren Projekten umzusetzen. Auf dieser Grundlage soll perspektivisch ein belastbarer Qualitätsmaßstab für Betriebe entwickelt werden, die sich im Bereich Biodiversität engagieren wollen.

Außerdem ist die Einrichtung eines öffentlichkeitswirksamen Mustergartens „Biodiversität“ auf einer der nächsten Landesgartenschauen. Er soll als praktischer Lern- und Demonstrationsort für Führungen, Schulungen und den fachlichen Austausch dienen. Als nächste mögliche Station wird die Landesgartenschau in Bad Urach angepeilt.

„Dass sich 14 Betriebe aus ganz Baden-Württemberg zu einem Arbeitskreis zusammenschließen, um die Biodiversität im GaLaBau fachlich voranzubringen, ist ein starkes Signal“, betonte Hartmut Bremer. Er ist der VGL-Beauftragte für nachhaltiges Wirtschaften im GaLaBau und moderiert die ERFA-Gruppe. „Wir wollen zeigen, dass hochwertige Gestaltung und gelebte Artenvielfalt kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken.“

cm/VGL Baden-Württemberg

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