Erster Spatenstich für 33,9 Millionen Euro schweres Projekt
Berlin: Baustart für grünes Forum im historischen Zentrum

Planung von RMP Stephan Lenzen
Die Neugestaltung des Berliner Freiraums zwischen Fernsehturm und Spree folgt den Planungen von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten und der G.U.B. Ingenieur AG zum Regenwassermanagement. Die Ausführung liegt in den Händen der Grün Berlin GmbH. Vorangegangen waren eine intensive und langjährige Bürgerbeteiligung sowie ein internationaler freiraumplanerischer Wettbewerb. Der Entwurf integriert Geschichte und Zukunft, Grün und urbane Architektur. Er bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und Funktionalität. Das Spreeufer wird barrierefrei zugänglich und es entstehen Freizeit-, Sport- und Spielangebote. Kurz: ein sozialer Treffpunkt für alle Altersgruppen, für Berliner und Besucher der Stadt.
Gleichzeitig entsteht ein zukunftsfähiger, klimaresilienter Ort, der auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert. Durch Entsiegelung und ein innovatives Regenwassermanagement wird die Grundlage für ein verbessertes Mikroklima geschaffen. Klimaangepasste Baumneupflanzungen werden Schatten spenden und zur natürlichen Kühlung beitragen. Gleichzeitig sorgt eine vielfältige, naturnahe Bepflanzung für mehr Biodiversität und ökologische Aufwertung des Stadtraums. Folgekosten durch extreme Wetterereignisse werden durch die künftige klimaangepasste Gestaltung minimiert.
250 Meter Sitzstufen an der Spree
Die Baumaßnahmen beginnen am Spreeufer. Dort entsteht ein über Treppen und Rampen erreichbarer Aufenthaltsort direkt an der Spree, mit Blick auf das Humboldt Forum und den Berliner Dom. Auf 250 m laden Sitzstufen künftig zum Verweilen ein. Für Abkühlung wird am Fuß der Treppe ein Wasserspiel aus erfrischenden Nebelwolken sorgen. Neu gepflanzte Bäume spenden Schatten und verbessern das Mikroklima. Dabei liegt der Fokus auf Arten, die den veränderten klimatischen Bedingungen standhalten und die Klimaresilienz des Platzes stärken. Zum Einsatz kommen unter anderem Ungarische Eichen (Quercus frainetto), Silberlinden (Tilia Tomentosa) und der Japanische Schnurbaum (Sophora japonica).

Ausgeführt werden zunächst Erdarbeiten zur Vorbereitung des Geländes für die geplante Treppen- und Rampenanlage. Um die Rampe barrierefrei zu realisieren, muss die bisherige steile Uferböschung flacher ausgebildet werden. Begleitend erfolgt eine Kampfmitteluntersuchung. Zudem wird in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt eine umfassende archäologische Dokumentation der im historischen Gründungskern der Stadt gelegenen Fläche mit ihren unterirdischen historischen Keller- und Grundmauern durchgeführt. Rampe, Stufen und Platzfläche werden voraussichtlich ab Anfang 2026 gebaut. Im Sommer 2026 sollen dann die Bauarbeiten für den neuen, rund 2300 m² großen Spielbereich an der Rathausstraße starten.
650 Quadratmeter Versickerungsfläche
Bereits im vergangenen Winter gab es im Bereich der Spandauer Straße erste bauvorbereitende Maßnahmen für eine rund 650 m² großen Versickerungsfläche. Sie ist Teil des künftigen nachhaltigen Regenwassermanagements zwischen Fernsehturm und Spree. Statt wie bisher über die Kanalisation abzufließen, wird das Niederschlagswasser ressourcenschonend gesammelt und künftig vollständig auf dem Areal des Rathaus- und Marx-Engels-Forums verdunstet oder versickert.
cm/Grün Berlin GmbH













