EU-Parlament für schnellere Zulassung von Bio-Pestiziden

Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission aufgefordert, bis Ende 2018 einen Legislativvorschlag vorzulegen, mit dem ein Schnellverfahren für die Bewertung, Zulassung und Registrierung von Pestiziden biologischen Ursprungs mit geringem Risiko eingeführt wird. Pflanzenschutzmittel biologischen Ursprungs werden aus Mikroorganismen, pflanzlichen Stoffen, biologisch erzeugten Chemikalien oder Semiochemikalien wie Pheromonen und ätherischen Ölen gewonnen.

In der Entschließung unterstreichen die Abgeordneten, dass der Einsatz herkömmlicher Pflanzenschutzmittel aufgrund der damit verbundenen Risiken für die Gesundheit des Menschen, die Tierwelt und die Umwelt immer umstrittener wird. Derzeit seien jedoch nur sieben Wirkstoffe, die als Wirkstoffe mit geringem Risiko eingestuft wurden, für die Union genehmigt worden.

Produkten, die Wirkstoffe biologischen Ursprungs mit geringem Risiko enthalten, sei in einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Zulassung verweigert worden, kritisiert die Entschließung, „da diese Produkte im Vergleich mit chemisch-synthetischen Pestiziden vermeintlich weniger wirksam sind“. Den Vorteilen der Ressourceneffizienz in der ökologischen Landwirtschaft sowie den landwirtschaftlichen, gesundheitsbezogenen und ökologischen Kosten bestimmter anderer Pflanzenschutzmittel sei so nicht Rechnung getragen worden.

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat die Initiative, die Zulassung von Wirkstoffen mit geringem Risiko voranzutreiben, begrüßt. Die Zulassung dieser Pflanzenschutzmittel sei tatsächlich schleppend. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer plädierte jedoch dafür, neben dem biologischen auch den chemischen Pflanzenschutz zu erhalten. cm

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