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Fachkräftemangel ist stärker als vor der Pandemie

"Welche Folgen erwarten Sie zukünftig durch Fachkräftemangel für Ihr Unternehmen?" 43 Prozent der Unternehmen fürchten, wegen Fachkräftemangels Aufträge ablehnen zu müssen. 58 Prozent fürchten steigende Arbeitskosten. Quelle: DIHK-Report Fachkräftemangel 2021. Grafik: DIHK

Fachkräfteengpässe nehmen in den Betrieben wieder zu - schneller und in größerem Umfang als vielfach erwartet. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle DIHK-Report "Fachkräfte 2021". Obwohl die Corona-Krise und wirtschaftliche Schwierigkeiten den Unternehmen weiterhin zu schaffen machen, sind Stellenbesetzungsprobleme heute häufiger als vor der Pandemie.

Mehr als die Hälfte (51 %) der rund 23 000 beteiligten Unternehmen können mindestens einen Teil der Stellen längerfristig nicht besetzen. Das sind nicht nur deutlich mehr als vor einem Jahr (32 %), als die Personalnachfrage krisenbedingt stark zurückgegangen war, sondern auch mehr als im Herbst 2019 vor der Krise (47 %). Am häufigsten kommen Besetzungsschwierigkeiten derzeit in der Bauwirtschaft vor (66 %).

Besonders häufig bleibt die Suche nach Absolventen einer dualen Berufsausbildung erfolglos: Davon berichten 57 Prozent der Unternehmen mit unbesetzbaren Stellen, 8 Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren. Die demografische Entwicklung einerseits und eine nach wie vor hohe Studierneigung andererseits kennzeichnen die Situation in den letzten Jahren und machen es den Betrieben in der Folge immer schwerer, Fachkräfte mit einer beruflichen Ausbildung zu finden.

85 Prozent der Unternehmen rechnen mit negativen Konsequenzen des Fachkräftemangels. Mehr als vier von zehn Unternehmen (43 %) fürchten, dass sie Aufträge ablehnen und ihr Angebot einschränken müssen, weil dafür nötiges Personal fehlt - vor zwei Jahren galt das erst für 39 Prozent. Eine gesteigerte Arbeitgeberattraktivität, mehr Ausbildung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Einstellung von ausländischen Fachkräften gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, mit denen die Unternehmen auf Personalengpässe reagieren wollen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz nachzubessern. So bestünde beispielsweise die Möglichkeit, bereits mit teilweiser Gleichwertigkeit des ausländischen Berufsabschlusses zuzuwandern, um hierzulande auf Fachkraftniveau zu arbeiten. Die noch fehlenden Kompetenzen müssen dann vor Ort erworben werden. Diese Regelung gilt allerdings nur für den Fall, dass praktische Fähigkeiten fehlen. Im Interesse der Betriebe sollte sie auch dann greifen, wenn theoretisches Wissen fehlt, im Gegenzug aber ausreichend Praxiskompetenzen vorliegen. cm/DIHK

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2022 .

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