Fachmesse verzeichnet 34.000 Messebesucherinnen und -besucher

demopark in Eisenach zeigt die Zukunftsperspektiven von morgen

Vom 22. bis 24. Juni fand auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel zum 13. Mal die demopark statt. Auf 25 Hektar konnten die 34.000 Messebesucherinnen und -besucher die neuesten Produkte und Innovationen im Bereich der Landschafts-, Grün- und Golfplatzpflege sowie der Kommunaltechnik begutachten und ausprobieren. Rund 400 Aussteller aus dem Aus- und Inland präsentierten die neuesten Highlights in 80 Produktsegmenten.
Kress Fachmesse Kommunaltechnik
Wetterchaos auf der demopark: Bei Sturmböen bis zu 75 km/h musste das Gelände am zweiten Messetag evakuiert werden und nahm den Betrieb erst am nächsten Tag wieder auf. Foto: Patricia Hempel, Neue Landschaft

Trotz drückender Hitze am Eröffnungstag und eines wegen Sturmböen verkürzten Messemontags, zogen sowohl der Veranstalter als auch die Mehrheit der Aussteller und des Messepublikums eine positive Bilanz. Einige kritisierten jedoch Engpässe bei der Infrastruktur, die nicht nur nach der Evakuierung des Geländes zu massiven Staus führten.

"Dass die demopark für die europäischen Garten- und Landschaftsbauer, aber auch für Kommunalprofis und Greenkeeper der Hotspot im Messekalender ist, hat sich auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll bestätigt", resümiert demopark-Messedirektor Dr. Tobias Ehrhard.

Klimaanpassung und Digitalisierung bestimmen die Portfolios

Mit Blick auf die Schwerpunkte der GaLaBau im Vorjahr und der vorangegangenen bauma ist es nicht verwunderlich, dass auch auf der demopark Themen wie Digitalisierung und Maßnahmen zur Klimaanpassung auf technischer und praxisorientierter Ebene im Mittelpunkt standen. Auch viele der am Eröffnungstag beim Innovationswettbewerb prämierten Neuheiten zeichnet der Nachhaltigkeitsgedanke aus.

Zum Beispiel erhielt neben dem Mähroboter Cut & Go von Kress, der mit nur einer Batterieladung 20.000 m² Fläche schaffen soll, die selbstfahrende Rasenpflegemaschine Jetzer von Eliet eine Goldmedaille. Letztere kombiniert in einem Arbeitsgang die mechanische Bodenbelüftung mit einem Granulatinjektor, der die gezielte Applikation von Bodenverbesserungsmitteln ermöglicht.

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Schwerpunkte der Sonderschau Rasen bildeten auch in diesem Jahr wieder die vom Bundessortenamt geprüften Sorten der wichtigsten Gräserarten. Foto: Patricia Hempel, Neue Landschaft

Das Fachprogramm der Messe griff die Kernthemen aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Expertensicht auf. Die Vorführungen auf der Demo-Fläche der Sonderschau Rasen und die dazugehörige Posterausstellung im Rasenkompetenzzelt drehten sich um die Folgen der Mähextensivierung, faunaschonendes Mähen, digitales Rasenmonitoring, Bewässerung sowie Ansaatmischungen und Fertigrasen für Gebrauchsrasen.

Auf dem Landschaftsbautag im FORUM des neuen demopark Campus beschäftigten sich die Fachvorträge mit realistischen Zukunftsperspektiven im GaLaBau. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Landschaftsbau, Sportanlagen und Grünflächen der Hochschule Osnabrück (ILOS) vereinten sich Perspektiven aus der Forschung und Praxis zur nachhaltigen Grünflächenpflege.

Auch boten sich über das Qualifizierungsangebot NaWiGaLa Ausblicke, wie sich Biodiversitätsstrategien zukünftig in die Berufsausbildung integrieren lassen.

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Wie immer bot die demopark den perfekten Raum, Maschinen zu testen, sich zu vernetzen und an den Ständen ins produktive Gespräch zu kommen. Foto: Patricia Hempel, Neue Landschaft

Investitionsalternativen und Zusatznutzen schaffen

An den Ständen und auf den Demo-Flächen der Aussteller konnten Interessierte sich ein Bild davon machen mit welchen Produkten und Innovationen die Hersteller auf brennende Fragen wie Klimawandel, die Notwendigkeit zur Digitalisierung, den Fachkräftemangel und die Stagnation des Wirtschaftswachstums reagieren. Die demopark sei kein schlichter Showroom, sondern eine Open-Air-Teststrecke für technikaffine Profis betont Ehrhard.

Die Messe offeriere wichtige Stimuli für zukunftsorientierte Investitionsentscheidungen, sei es in der Grünflächenpflege, im Kommunaleinsatz oder im Greenkeeping. "Im Kern geht es dabei natürlich immer um einen messbaren Zusatznutzen, um Technik, die sich bezahlt macht", so Erhard.

Die Bandbreite an Neuheiten und der in die Zukunft gerichtete Blick der Hersteller spiegelt deutlich, dass auch auf der nächsten demopark im Juni 2027 nicht nur der wirtschaftliche (Eigen-)Nutzen eine Triebfeder bei der Produktentwicklung sein wird, sondern vor allem auch die Nähe zur Praxis und zu den realistischen Bedürfnissen der Anwender. ph

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