Freizeitgartenbau empfiehlt neue Pflanzenarten im Garten

Laut Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte des BLGL, sind trockenheitsverträgliche Arten eine langfristige Strategie. Sehr gut trockenheitstolerant im Gemüsebeet seien Sommer-Portulak, Spargel- und Helmbohne. Wärmeliebende Kulturen wie Auberginen, Süßkartoffeln oder Kichererbsen, die früher als Exoten galten, würden jetzt zuverlässig wachsen. „Der Klimawandel stellt uns vor echte Herausforderungen, aber er ermöglicht den Anbau von Kulturen, die hier früher nicht reiften", betont Popp.
Auch im Gehölzsortiment vollziehe sich ein Wandel: Wer neben den üblichen heimischen Gehölzen auch andere Gehölze pflanzen möchte, könne auf wärme- und trockenheitsverträgliche Arten zurückgreifen wie Blumen-Esche (Fraxinus ornus), Felsen-Ahorn (Acer monspessulanum) und Thüringische Mehlbeere (Sorbus thuringiaca 'Fastigiata'). „Für den Garten der Zukunft lohnt es sich, neue Pflanzenarten zu verwenden“, sagt Popp. „Wer das heute beim Pflanzen berücksichtigt, wird in Zukunft einen Garten haben, der Hitze aushält und Schatten spendet.“
Von 2020 bis 2022 hatte sich der BLGL an dem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „GartenKlimA“ beteiligt, das zehn Bildungsmodule für Freizeitgärtner entwickelte, mit deren Unterstützung der eigene Garten an die Folgen des Klimawandels angepasst werden kann. cm/ BLGL
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