Fritz B. Simon (Hg.)
Die Familie des Familienunternehmens: Ein System zwischen Gefühl und Geschäft

Familienunternehmen gehorchen jedoch eigenen Gesetzen und stellen besondere Anforderungen an die Familien- und Unternehmensmitglieder.
Im krassen Widerspruch dazu steht, dass Familienunternehmen kaum erforscht sind, sowohl was die Familienseite als auch die Unternehmensseite angeht. Das Buch schließt diese Lücke, indem es die Eigengesetzlichkeiten und Wechselwirkungen in Familie und Unternehmen klar und verständlich analysiert. Die Beteiligten erfahren, wie sie die besonderen ökonomischen und emotionalen Herausforderungen, Risiken und Chancen bewältigen können, und gewinnen neue Perspektiven für die praktische Umsetzung. Ein Muss für Angehörige von Unternehmerfamilien, Mitarbeiter in Familienunternehmen und professionelle Berater.
Zwei Kapitel sind dem „Dilemma des Nachfolgers“ und den familiendynamischen Aspekten einer Nachfolgeregelung gewidmet. Immerhin stehen in den nächsten zehn Jahren geschätzt 700.000 Unternehmen vor einem Generationswechsel. „Für die Kinder ergeben sich ganz andere Dilemmata bei ihren Lebensentscheidungen, wenn sie die Chance haben, in eine ökonomische Erfolgsgeschichte einzusteigen – die aber nicht primär ihre ist –, sie die Last einer familiären Tradition, der Delegation früherer Generationen, auf ihren Schultern spüren und sie vor der Frage stehen, ob sie nun ihre eigenen Talente und Begabungen nutzen, um sich selbst zu ‚verwirklichen‘ oder ob sie das Risiko eingehen, familiären Erwartungen nicht gewachsen zu sein“, schreibt Simon, der Professor für Führung und Organisation an der Universität Witten/Herdecke sowie Psychoanalytiker und Familientherapeut ist.
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