Tag der Landschaftsgärtner auf der LGS Überlingen

GaLaBau Baden-Württemberg: 1,78 Mrd. Euro Umsatz im Corona-Jahr

Illustre Runde beim Tag der Landschaftsgärtner: Fernsehmoderatorin Andrea Müller, BGL-Vizepräsident Paul Saum, Staats sekre tärin Andrea Lindlohr und Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler (v.l.n.r.) auf der Bühne. Foto: VGL Baden-Württemberg

Nachdem die interne Mitgliederversammlung im März lediglich digital stattfinden konnte, verlegte der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Baden-Württemberg den öffentlichen Teil auf die Landesgartenschau (LGS) in Überlingen. Im Juli trafen sich beim sogenannten Tag der Landschaftsgärtner die baden-württembergische Politik, Ehrengäste, Mitgliedsunternehmen und Fördermitglieder mit insgesamt rund 400 Personen. Die anschließenden Geländeführungen wurden zahlreich genutzt und der nun wieder mögliche persönliche Austausch spürbar wertgeschätzt.

Hohe Nachfrage vs. Materialknappheit

"Unsere Branche hat in Baden-Württemberg auch in Corona-Zeiten eine erneute Umsatzsteigerung auf 1,78 Milliarden Euro erzielt. Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es Punkte, die wir durchaus kritisch sehen", so der VGL-Vorstandsvorsitzende Martin Joos in seiner Eröffnungsrede. "Die zunehmende Materialknappheit auch in unserem Bereich, verzögerte Vorleistungen, steigende Energiekosten sowie die laufend steigenden Aufwendungen in der Organisation unserer Baustellen machen es nicht immer einfach, alles gewinnbringend auf den Baustellen umzusetzen."

An die öffentlichen Auftraggeber richtete Joos einen Appell in puncto Klimaschutz: "Mit Ihren Investitionen in Grün schaffen Sie Beschäftigung. Zudem sind diese Investitionen mehr als notwendig. Ohne grüne Infrastruktur geht in Zukunft nichts mehr, das zeigen auch die katastrophalen Hochwasserereignisse im Moment sehr eindrücklich."

Gemeinsame Ziele mit der Landespolitik

Das Land Baden-Württemberg will laut eigener Aussage das fortschrittlichste Klimaschutzprogramm aller Bundesländer auf den Weg zu bringen. Von grünen Maßnahmen hört bislang allerdings nicht allzu viel, dafür stehen CO2-Reduktion und E-Mobilität im Fokus. Die neue Staatssekretärin Andrea Lindlohr nahm zu dieser Gemengelage Stellung. Als Landtagsabgeordnete hat Lindlohr den VGL viele Jahre begleitet und äußerte sich sehr anerkennend zum Berufsstand der Landschaftsgärtner, die genau das können, was dringend gebraucht wird. Laut Lindlohr arbeitet die aktuelle Regierungskoalition an einem neuen Landesentwicklungsplan, der sowohl bezahlbaren Wohnraum als auch mehr grünen öffentlichen Freiraum bieten soll. Letzteres sei ein hochgradig politisches Thema, und zwar mehr denn je nach den Hochwasserereignissen, die ganz Deutschland schockierten.

Aus Sicht von Lindlohr haben der GaLaBau und die Landespolitik viele gemeinsame Ziele: Nicht nur die biologische Vielfalt soll erhalten bleiben, sondern auch mehr Bebauung mit Grün, unter Einbeziehung des Faktors Wasser sei geplant. Bei der doppelten Innenentwicklung werde zukünftig Wohnen mit grünen Freiraumen konzeptionell zusammengeführt und gemeinsam wachsen. An der Nachverdichtung komme man nicht vorbei, meinte Lindlohr, aber eben dann Hand in Hand mit einer stärkeren grünen Infrastruktur.

hb/VGL Baden-Württemberg

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 08/2021 .

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