GaLaBau-Betriebe für soziale Verantwortung ausgezeichnet

Die Preisträger: Dagmar und Martin Bahner, Gärtnerei Hortus (1.,2. v. l.) und Christoph Schweizer (2. v. r.). Foto: Uta Rometsch, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der LEA Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg ist in diesem Jahr auch an drei GaLaBau-Betriebe gegangen. Mit dem Preis für "Beispielhafte Unternehmen" wurden die Christoph Schweizer Garten- und Landschaftsbau e. K. aus Esslingen, die Hortus "Der Gärtner war's" GbR aus Grenzach-Wyhlen und die Firma Johannes Jeutter aus Göppingen ausgezeichnet.

Christoph Schweizer Garten- und Landschaftsbau kooperiert mit der evangelischen Stiftung Nikolauspflege, einer Einrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen. Regelmäßig verbringen ihre Azubis drei Tage in den Bergen, und halten die Wanderwege des Deutschen Alpenvereins rund um die Schwarzwasserhütte im Kleinwalsertal instand. Besonders ist das gemeinsame, zeitintensive Arbeiten der Auszubildenden beider Seiten verbunden mit Übernachtungen auf der Berghütte. Im Team lernen sie Achtsamkeit gegenüber den anderen und der Natur. Inzwischen können Auszubildende der Nikolauspflege ihr Berufspraktikum in dem Gartenbaubetrieb absolvieren.

Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Hortus im südbadischen Grenzach-Wyhlen macht es sich zur Aufgabe, das Erzielen des Gewinns nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verträglich zu gestalten. Dazu erhalten junge Flüchtlinge die Möglichkeit, einen nachhaltigen Beruf zu lernen und sich so noch besser zu integrieren. Seit April 2018 beschäftigt Hortus bereits einen syrischen Flüchtling, der keinen Schulabschluss nachweisen kann, aber gerne eine Ausbildung machen würde. Er soll ab Herbst Mentor eines weiteren Mitarbeiters mit Fluchterfahrung werden, der bei Hortus seine Ausbildung beginnt. So soll auch dem syrischen Flüchtling trotz fehlenden Abschlusses ein Weg in die Ausbildung geebnet werden.

Der Preisträger: Johannes Jeutter (Mitte). Foto: Uta Rometsch, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der Garten- und Landschaftsbauer Johannes Jeutter hat einen Wildobstpfad auf seinem Gärtnereigelände gepflanzt, in dem seltene Wildobstsorten wachsen. So schützt er die Artenvielfalt, da wichtiger Lebensraum für Insekten und Vögel entsteht. Im vergangenen Jahr startete der Betrieb Versuche, mit extrem hohem Humusgehalt im Boden den Gießaufwand bei jungen Bäumen zu minimieren. Auf dem Wildobstpfad mussten die Neupflanzen nur fünfmal gegossen werden. Im Gemüsegarten, der bereits länger mit mehr Kompost versorgt wird, reichen vier Gießgänge über das gesamte Jahr. Inzwischen überlegt Jeutter, wie durch geeignete Bodenbearbeitung starken Dürreperioden entgegengewirkt werden kann.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 08/2019 .

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