Grüne wollen massiv in Sportstätten und Bäder investieren

Jedes Jahr rund 500 Mio. Euro soll der Bund nach Auffassung der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock für Sportstätten und Schwimmbäder investieren. Foto: Urban Zintel, Bündnis90/Die Grünen

Die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, hat massive Investitionen in Deutschlands Sportstätten verlangt. In den 1960er-Jahren habe es aus Mitteln des sogenannten Goldenen Plans Milliarden D-Mark Fördergelder für diesen Zweck gegeben, sagte sie der "Bild am Sonntag". Solch ein Plan werde jetzt wieder benötigt.

Die Grünen-Politikerin plädiert dafür, jedes Jahr rund 500 Mio. Euro in die Sanierung und den Ausbau von Sportstätten und Schwimmbädern zu stecken. Es sei „absurd“, dass verschuldete Kommunen Schwimmbäder nicht sanieren könnten, weil die Investitionen als freiwillige Aufgabe gelten. Bislang investiert der Bund jährlich nur 100 Mio. Euro in die „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Das sind 400 Mio. Euro weniger als die Grünen fordern. Das KfW-Kommunalpanel 2019 hat bei Sportstätten und Bädern in Deutschland "überdurchschnittlich oft gravierende Investitionsrückstände" festgestellt. Der wahrgenommene Investitionsrückstand bei Sportstätten und Bädern betrug im vergangenen Herbst rund 8,8 Mrd. Euro. Jede zweite Kommune nennt diesen Investitionsrückstand eine ihrer größten Herausforderungen. Das gilt besonders für Klein- und Mittelstädte mit 5000 bis 50 000 Einwohnern.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2019 .

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