Ein grünes Paradies für Hamburgs Mitte

Hamburg eröffnet "Garten der Wildpflanzen" in Planten un Blomen

Anfang Juli hat im Hamburger Park Planten un Blomen ein "Garten der Wildpflanzen" eröffnet. Er ist Teil des Naturschutzgroßprojekts "Natürlich Hamburg!" und wurde vom britischen Landschaftsarchitekten Tom Stuart-Smith gestaltet. Der mit neun Goldmedaillen der Chelsea Flower Show ausgezeichnete Designer erschien persönlich und führte über das Gelände. Der naturnahe Garten wurde von der Klaus Hildebrandt AG Garten- und Landschaftsbau gebaut.
Wildpflanzen Landschaftsarchitektur
Der frisch gepflanzte "Garten der Wildpflanzen" am Eröffnungstag, direkt neben dem Amtsgericht Hamburg-Mitte im Park Planten un Blomen. Foto: BUKEA Hamburg

Der "Garten der Wildpflanzen" entstand im ehemaligen Heckengarten der dritten Internationalen Gartenbau-Ausstellung (IGA) in Hamburg 1973 auf etwa 1000 m² Fläche. Statt streng geordneter Beete entstand ein offener Gartenraum mit Sandboden, Kieswegen und Sitzplätzen. Gepflanzt wurden ausschließlich Wildpflanzen aus Mitteleuropa. Insgesamt kamen 8.700 Wildstauden und 8.000 Geophyten heimischer Herkunft in die Erde. Darunter auch wilder Buchweizen, Wiesenmargeriten und Mannstreu.

Stuart-Smith pflanzte in sandigem Boden, um eine tiefe Wurzelbildung zu fördern und die Pflanzen trockenheitsresistent zu machen. Auf die Dauer soll wenig oder gar keine Bewässerung der Pflanzen mehr notwendig sein. Auch Trockenmauern und Totholz gehören zum Konzept. Wildbienen, Laufkäfer und Tagfalter werden davon profitieren.

Die Pflege wird zunächst vom Projekt "Natürlich Hamburg!" bezahlt. Später wird die Hamburger Grünverwaltung diese Aufgabe übernehmen, die sich bereits um die übrigen Grünflächen von Planten un Blomen kümmert. cm

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