Hamburg wird Hauptsitz des neuen Verbandes
GaLaBau-Verbände Schleswig-Holstein und Hamburg verschmelzen

Dem neu gegründeten Arbeitgeberverband gehören nun 218 landschaftsgärtnerische Fachbetriebe aus Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg an.
Geschäftsaufnahme zum 1. Januar 2026
Im Zuge der gemeinsamen Mitglieder- und Verschmelzungsversammlung im Kulturwerk am See in Norderstedt lösten sich der FGL Schleswig-Holstein und der FGL Hamburg zunächst unter der notwendigen juristischen Begleitung auf, um anschließend zum FGL Nord zu verschmelzen. Die anwesenden Mitglieder genehmigten die neue Beitragsordnung und wählten das Verbandspräsidium. Es wird zu Beginn aus den Präsidiumsmitgliedern und Beisitzern beider Landesverbände und somit aus 17 Personen bestehen. Die Eintragung des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord findet am 1. Januar 2026 beim Amtsgericht Hamburg statt. Ab diesem Zeitpunkt wird der neue Verband seine Geschäfte aufnehmen.
Die Geschäftsführung des neu gegründeten Fachverbandes präsentiert sich übergangsweise als Dreierspitze: Die bisherigen Geschäftsführer des FGL Schleswig-Holstein und des FGL Hamburg, Achim Meierewert und Dr. Michael Marrett-Foßen, werden sich die Hauptgeschäftsführung des FGL Nord teilen. Als stellvertretender Geschäftsführer steht ihnen ab Februar 2026 der designierte Alleingeschäftsführer Oliver Meyer zur Seite. Er soll im Verband die Position des Hauptgeschäftsführers übernehmen, wenn Achim Meierewert und Dr. Michael Marrett-Foßen Mitte 2026 und 2027 in den Ruhestand gehen.

Nachfolge-Geschäftsführer: Oliver Meyer
Nach seiner Ausbildung zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau studierte Meyer Landschaftsbau in Geisenheim und Osnabrück und absolvierte bis Anfang 2025 berufsbegleitend ein MBA-Studium im Nachhaltigkeitsmanagement in Lüneburg. Zuletzt war er als Berater bei der Kullmann und Meinen GmbH tätig, mit Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlicher Nachhaltigkeit und praxisnaher Umsetzung in GaLaBau-Betrieben.
"Die Branche begleitet mich seit mehr als 16 Jahren. Nun möchte ich im FGL Nord gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen die Zukunft gestalten – auf norddeutsche Art: pragmatisch, bodenständig und mit Weitblick", sagte der designierte Geschäftsführer bei seiner Vorstellung in Norderstedt.
Das Hamburger Haus des Landschaftsbaus (HHL), bisheriger Standort des FGL Hamburg, soll langfristig Hauptsitz des FGL Nord werden. Die Geschäftsstelle des FGL Schleswig-Holstein im Gartenbauzentrum Ellerhoop wird zunächst als Zweigstelle erhalten bleiben. Die Überbetriebliche Ausbildung hingegen will der FGL Nord aus Kapazitätsgründen und wegen der Zugehörigkeit zu zwei unterschiedlichen Landwirtschaftskammern an beiden Standorten vollumfänglich weiterführen.
Standort-Risiko: Olympische Spiele 2036
Einziger Unsicherheitsfaktor für den Umzug ins Hamburger Haus des Landschaftsbaus ist die Bewerbung der Hansestadt Hamburg als Ausrichtungsort der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Denn die Hamburger Geschäftsstelle liegt in unmittelbarer Nähe des HSV Stadions auf einem Erbpacht-Grundstück der Stadt Hamburg. "Wir müssen zunächst abwarten, wie die Bewerbung verläuft und ob die Stadt in diesem Zusammenhang unter Umständen Anspruch auf das Grundstück des HHL erhebt. Vorher können wir nicht mit den Umbauarbeiten auf dem Areal beginnen", erläuterte Marrett-Foßen.
Die Mitglieder des neuen FGL Nord bewerten die Verschmelzung der Schwesterverbände positiv: "Das ist ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Die Geschäftsstellen beider Landesverbände liegen gerade einmal 25 km auseinander, und viele unserer Fachbetriebe sind sowohl in Hamburg als auch in Schleswig-Holstein tätig.
Die Verschmelzung ist daher für uns eine logische Konsequenz und eine echte Chance für die Zukunftsfähigkeit des GaLaBaus im Norden", sagte Felix Rumpf, Geschäftsführer der Erwin Rumpf Garten- und Landschaftsbau GmbH & Co. KG in Nortorf.
Antje Kottich












