Maschinen, Stoffe, Verfahren

Hersteller machen trotz Bauteil-Engpässen 14 Prozent mehr Umsatz

Sorgen bereiten den Baumaschinenherstellern trotz des Positiv-Trends die Zulieferer, da sie bestimmte Bauteile wie Halbleiter nicht ausliefern können. Foto: auremar, Adobe Stock

Die Baumaschinenbranche hat sich vom Schock des Pandemiejahres erholt: Von Januar bis August lag der Branchenumsatz aus deutscher Produktion preisbereinigt um 14 Prozent über dem aus dem Vorjahreszeitraum. Wenn sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzte, würde die Branche fast das Niveau von 2019 erreichen. Sorgen bereiten den Baumaschinenherstellern die Zulieferer, die bestimmte Bauteile wie Halbleiter nicht ausliefern können.

Nicht nur wirtschaftliche Themen treiben die Hersteller um. Politische und gesetzliche Vorgaben aufgrund der Klimaziele stellen sie vor zusätzliche Anforderungen. Die Branche fordert die politischen Entscheidungsträger dazu auf, für technologieoffene Konzepte offen zu sein. "Es kann nicht sein, dass wir im Zuge neuer Abgasrichtlinien als Kollateralschaden eines allgemeinen Verbots von Verbrennern in Kauf genommen werden. Der Dieselmotor für Baumaschinen, betrieben mit e-fuels, also synthetischen Kraftstoffen, ist ein umweltschonendes Modell, das sich bewähren kann. Andere alternative Antriebskonzepte erfordern eine Infrastruktur, die in den meisten unserer Anwendungsbereiche kaum realisierbar ist", betont Franz-Josef Paus, Vorsitzender des Fachverbands VDMA.

Auch wenn die Baustoffanlagenbranche heterogener aufgestellt ist und in längeren Zyklen plant, kämpft sie im laufenden Jahr mit ähnlichen Schwierigkeiten in der Lieferkette. Zugleich sind auch hier die Auftragsbücher wieder sehr gut gefüllt. Der Kostendruck ist beim Anlagenbau besonders hoch. Lange Projektlaufzeiten mit unkontrollierbaren Rohstoffpreisen erschweren eine stabile Kalkulation. Das Freisetzen von CO2 im Herstellungsprozess von Baustoffen ist ein weiteres Problem, das es zu beseitigen gilt. Neue Verfahren gibt es bereits, die politischen Rahmenbedingungen dafür oft nicht.

Hier muss ebenso das Prinzip der Technologieoffenheit gelten, wie in allen Bereichen. Der Schlüssel für Innovation ist der offene Wettbewerb. "Wir sind immer bereit, uns mit den politisch Verantwortlichen über technische Zusammenhänge und Voraussetzungen auszutauschen. Wie können wir bestmöglich die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen? Diese Frage begleitet uns zukünftig. Dabei sollten wir immer das große Ganze im Blick haben", erklärt Georg Baber, Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Zement, Kalk und Gipsanlagen.

hb/VDMA

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 11/2021 .

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