Gelenk-, Hitze- & Zeckenschutz

Arbeitsausfälle mit der richtigen Schutzkleidung vermeiden

Insgesamt 16.159 Arbeitsunfälle von Fuß- und Sprunggelenkverletzungen treten laut der aktuellen Erhebung der BG BAU jährlich auf. Das entspricht jedem fünften meldepflichtigen Unfall. Auch Knie- und Rückenerkrankungen rangieren auf der Liste der häufigsten Ausfallgründe weit oben. Gleichzeitig ist laut WHO ist die Hälfte aller Berufstätigen weltweit akut von Hitze gefährdet, was in Deutschland über 37 Millionen verlorene Arbeitsstunden bedeutet.
Berufskleidung Arbeitsschutz
Die richtige Schutzausrüstung kann nicht nur Arbeitsausfälle vorbeugen, sondern auch Schutz bieten, wenn bereits Foto: Pexels/MIkael Blomkvist
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Der e.s. Peoria von Strauss schützt die Fußgelenke und ist vollständig wasser- sowie winddicht. Foto: Strauss

Neben Gefährdungsbeurteilungen durch Arbeitgeber und konkreten Aktionsplänen zum Arbeitsschutz, sind Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und richtige Arbeitskleidung ein wichtiger Faktor zur Prävention von Arbeitsausfällen.

Zertifizierter S7-Sicherheitsschuh sorgt für Trittsicherheit

Dem stellt Strauss vier neue Sicherheitsschuhe gegenüber, die nach EN ISO 20345 zertifiziert sind. Für den GaLaBau dürften die S7S-Sicherheitsschuhe e.s. Peoria low im Trekkingdesign interessant sein: Sie kommen mit einer Stahlkappe, durchtrittsicherer Zwischensohle aus Hightech-Textilfasern, Wetterschutzmembran und einer griffigen, hitzebeständigen Laufsohle, die auf jedem Untergrund sicheren Tritt findet.

Weiche Mesh-Polsterungen sollen für Wohlfühllima im Schuh sorgen, TPU-Verstärkungen an Spitze und Ferse sorgen für Robustheit im Einsatz. Gerade im GaLaBau sind zuverlässig wetterfestes Schuhwerk unerlässlich.

Beim e.s. Peoria low wird diese durch dryplexx-Funktionsmembrane gewährleistet. Sie sind wasser- und winddicht, atmungsaktiv und nach dem „Strumpfprinzip“ in den Schuh eingearbeitet. Sorgt der Oberstoff für Wetterschutz, wird die Feuchtigkeit über die Zwischenschicht abtransportiert und über die Funktionsschicht zur Feuchtigkeitsaufnahme in das Innenfutter abgeleitet.

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Das gelochte Gelkissen des Knieschoners 70.200 von Chaps & More soll selbst vorbelastete Kniegelenke entlasten. Foto: Chaps & More

Rutschfeste Gelknieschoner schonen vorbelastete Gelenke

Aus der ostwestfälischen Ideenschmiede Chaps & More kommen mehrere Knieschoner für den Galabau, die die üblichen Schwachstellen ausgleichen sollen: Befestigung, Sitzfestigkeit und Dämpfung. Gerade der hohe Polyesteranteil von Arbeitshosen sorgt dafür, dass viele Schoner nicht gut sitzen.

Daher haben die Modelle 70.200 und 70.600 beide eine patentierte und rutschfeste Innenverarbeitung aus stumpfem Material. Beide Knieschoner werden deutlich außerhalb der Kniekehle befestigt.

Der 70.600 besitzt sieben verschiedene Schäume und einen Gel-Ring. Die Schäume sind ideal aufeinander abgestimmt und der Gel-Ring lässt die Kniescheibe praktisch „schweben”. Beim Knieschoner 70.200 haben sich Chaps & More für ein gelochtes Gelkissen mit kleinen Löchern entschieden, weil es sich durch die Verdrängung des Gels noch weicher für das Knie anfühlt.

Dieser Knieschoner hat eine abnehmbare Kappe und lässt ein „Verdrehen“ der Knie gar nicht mehr zu. Das Knie liegt wie in einer gepolsterten Schüssel und selbst wenn das Knie schon sehr schmerzt, sollen Arbeiten mit diesem Schoner fortgeführt werden können.

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(Links im Bild) Das neue Kühlfunktionsshirt auf der Messe für Arbeitsschutz A+A 2025. Foto: E.cooline
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Beim Bluetooth-Kapselgehörschutz uvex aXess one schützt ein Schallpegelbegrenzer das Gehör vor zu lauten Signalen. Foto: E.cooline

Langarmshirt bietet Warnschutz, Hitze- und UV-Schutz in einem

Hitze ist ein nicht zu unterschätzender Gefahrenstoff: Bereits ab 20 °C sinkt die Leistungsfähigkeit um 2–3 % pro weiterem Grad. Gesundheitliche Folgen sind Konzentrationsverlust, Kreislaufprobleme und Nierenschäden bis zu tödlichen Hitzeschlägen. Mit E.cooline soll moderner Hitzeschutz direkt am Körper beginnen. Die patentierte COOLINE SX3-Technologie senkt die Körpertemperatur um bis zu 12 °C: ohne Strom oder Chemie. Das Hohenstein Institut bestätigt die Wirkung nach DIN SPEC 60015.

Einer der Bausteine sind die ZM1 Ventilationskanäle, die optimalen Luftaustausch ermöglichen sollen. Hinzu kommt die 3d COOL-Technologie mit weichem Oekotex 100-Oberstoff sowie dem atmungsaktiven und dehnbaren SX3e-mesh-Material. Silberionen wiken antibakteriell auf die Ausrüstung. Das Shirt kombiniert aktive Kühlung, UV-Schutz und eine Signalfarbe mit Reflektoren, die eine hohe Sichtbarkeit nach EN ISO 20471 gewährleistet. Mit dieser dreifachen Funktionsweise schließt es eine Lücke im Arbeitsschutz. Experten von der BG Bau bis zur Bundesärztekammer empfehlen, Kühltextilien für Risikogruppen und diese fest in Hitzeaktionspläne zu integrieren.

Bluetooth-Kapselgehörschutz mit teamfördernder RAL-Funktion

Der uvex aXess one ist ein elektronischer Bluetooth-Kapselgehörschutz mit RAL-Funktion (Real-Active-Listening). Diese Funktion gibt einem das Empfinden, als hätte man keinen Gehörschutz auf. Das soll ermöglichen, aktiv am Umfeld teilzunehmen. Somit ist eine Kommunikation im Team möglich und Warnsignale können besser wahrgenommen werden. Gleichzeitig schützt ein Schallpegelbegrenzer das Gehör vor zu lauten Signalen. Der Gehörschutz ist zertifiziert (Dämmwert mit SNR 31 dB).

Das gepolsterte Kopfband ist faltbar, was den Gehörschutz für den mobilen Langzeiteinsatz tauglich macht. Er besitzt eine stufenlose Längenverstellung für eine individuell angepasste Trageposition. Die LED Status-Anzeige soll einen zuverlässigen Überblick über Lärmbelastung und Akkuverbrauch bieten. Schnelles Laden ist über USB Type C Stecker möglich. Dank der Verschlusskappen ist der Gehörschutz für staubige und feuchte Arbeitsbereiche geeignet.

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Die Anti-Zecken-Imprägnierung der Rovince-Textilien ist geruchlos und hält bis zu 80 Waschgänge. Foto: Pexels/Erik Karits

Zeckenschutzkleidung beugt Borreliose und FSME vor

Rovince ist Europas führender Hersteller im Bereich der Zeckenschutzbekleidung und führt miteinander kombinierbare Accessoires wie Hemden, Hosen und Strümpfe. Die Bekleidung ist mit einer dauerhaften, dermatologisch zertifizierten und hautverträglichen Zeckenschutz-Imprägnierung behandelt.

Wirkstoff ist Permethrin, ein synthetisches Pyrethroid, das auf die Nerven der Zecken wirkt.

Bei Kontakt „verbrennen“ die Füße der Zecke und sie lässt sich fallen, bevor sie zusticht. Die Imprägnierung ist geruchlos und hält bis zu 80 Waschgänge. So ist die Rovince Antizecken-Bekleidung nicht nur für den privaten Gebrauch, sondern auch für den professionellen Einsatz in Unternehmen und Behörden geeignet.

Die Zeckenschutzbekleidung dient somit zur Vorbeugung gegenüber Zecken übertragbarer Krankheiten wie Borreliose und FSME vor.

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Die Sun Defender Technologie von Carhartt erreicht UPF 40+ und erfüllt die Anforderungen der EN 13758-2. Foto: Carhartt

Schutzkleidung blockiert 97,5 Prozent UV-Strahlung

Einfache Baumwoll-T-Shirt erreichen oft nur einen UPF (Ultraviolet Protection Factor) von etwa 5. Das bedeutet: rund 20 Prozent der UV-Strahlung dringt durch den Stoff. Das Carhartt Force Sun Defender Langarm-T-Shirt nutzt ein Interlock-Gewebe aus 100 Prozent Polyester mit einem Flächengewicht von 136 g/m². Sie können einen Teil der Strahlung absorbieren oder streuen. Auch die Gewebestruktur trägt zum Schutz bei.

Beim Interlock-Strickverfahren werden zwei Stricklagen miteinander verbunden, wodurch eine dichte Materialstruktur entsteht. So wird die Porosität des Stoffes reduziert. Die integrierte Sun Defender Technologie erreicht UPF 40+ und blockiert damit mindestens 97,5 Prozent der UV-Strahlung.

Damit erfüllt sie die Anforderungen der EN 13758-2. Gleichzeitig sorgt die Carhartt Force FastDry-Technologie dafür, dass Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet wird und der Stoff schnell trocknet.

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