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Hochschule Osnabrück: Innovationen nach Stundenplan

In acht Minuten muss alles erklärt sein: Studenten präsentieren den Sharks den Prototyp einer Werkzeugkiste für Akkugeräte mit Solarstation. Foto: Martin Thieme-Hack

Seit sechs Jahren wird das Lehrmodul "Produktentwicklung und Innovation" als "Shark Tank", dem US-amerikanischen Original zur "Höhle der Löwen", an der Hochschule Osnabrück erfolgreich durchgeführt. In diesem Pflichtfach im Master Landschaftsbau haben die Studierenden ein Zeitfenster von exakt acht Minuten, um eine Produktidee oder eine andere Innovation aus dem Feld Landschaftsbau vorzustellen. Keine Klausur, kein wissenschaftlicher Bericht, keine mündliche Prüfung, allein acht Minuten Präsentation. Das sind die Regeln.

Es ist erstaunlich, auf welche tollen Ideen die jungen Menschen Jahr für Jahr kommen, so Dr. Michael Metten, Firma Metten, einer der sogenannten Sharks. Auch die anderen Sharks sind immer wieder überrascht, wie weit hier gedacht wird. Zu ihnen gehören Dr. Moritz Patzer, Patzer Verlag, Gerhard Bukenberger, Schuler Service Group, Dr. Peter Friggemann, Currentis und Hans-Ludwig Honig, DATAflor.

Nicht jedes Produkt muss patentreif oder patentwürdig sein, doch werden Jahr für Jahr zwei bis drei Ideen von den Betreuern des Lehrmoduls, Patenanwalt Dr. Denis Träger und Prof. Martin Thieme-Hack, von der Hochschule zum Patent geprüft. Noch hat es nicht zum Patent gereicht, aber dass überhaupt Lösungen als patentwürdig angesehen werden, ist schon ein großer Erfolg.

Die Studierenden selbst durchleben immer wieder einen emotionalen Projektverlauf von optimistisch über euphorisch, besorgt, ängstlich, niedergeschlagen, depressiv, bis hin zur Kapitulation, um dann am Ende doch wieder optimistisch in die Präsentation zu gehen.

Dabei kommen komplexe Lösungen durchaus genauso gut bei den Sharks und Dozenten an wie die ganz einfachen Dinge, die das Arbeiten auf der Baustelle oder im Büro leichter, besser, einfacher oder manchmal auch einfach nur schöner machen. Dazu gehört die Druckluft betriebene Zwiebelpflanzmaschine, die App zum Bestellen des Mittagessens direkt auf die Baustelle, die gebundene Terrassen-Modul-Bauweise, Lernvideos zur Anwendung von Mörtelprodukten, Roboterdrohnen zur Baumkontrolle und vieles mehr. Nicht alles ist marktfähig, aber das eine oder andere ist dann doch schon von der Industrie aufgekauft worden. Was das ist, kann hier leider nicht gesagt werden, denn das unterliegt der Geheimhaltung, die diesem Modul obliegt, damit die Schutzrechte nicht verlorengehen. Die Sharks freuen sich auf jeden Fall schon auf die Präsentationen in 2023.

Martin Thieme-Hack

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2022 .

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