Studienprojekt

Hochschule Weihenstephan bildet für Hochwasserschutz aus

Die Arbeitsgruppen 2 und 3 im Studienprojekt Landschaftsbau befassen sich mit dem Hochwasserereignis 2013. Foto: Holger Beiersdorf

Im Studiengang "Landschaftsbau und -Management" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird der Hochwasserschutz ein neues Schwerpunktthema.

Im Studienprojekt Landschaftsbau beschäftigen sich zwei Arbeitsgruppen vom dritten bis zum siebten Semester mit vorbeugenden Maßnahmen gegen die Folgen von Starkregenereignissen. Im Herbst dieses Jahres sind die Studierenden damit beauftragt, den Thalhauser Graben, einen unscheinbaren Bach, der 2013 Teile der Stadt Freising überflutete, zu analysieren und neue Konzepte zu entwickeln.

In einem ersten Schritt werden digitale Geländemodelle erstellt, das Hochwasserereignis 2013 nachvollzogen und erste Ideen entwickelt, wie man eine größere Wassermenge im Einzugsgebiet halten kann. In den folgenden Semestern sollen dann detaillierte Konzepte und Leistungsverzeichnisse erstellt werden. Im Anschluss ist die reale Umsetzung der Maßnahmen im Gelände vorgesehen. Das gesamte Projekt wird in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Freising vollzogen. Initiiert wurde das Vorhaben durch Prof. Dr. Holger Beiersdorf (Betriebswirtschaft) und Frau Prof. Dr.-Ing. Silke Rossipal-Seifert (Vermessung).

"Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass durch den Klimawandel bedingt, immer häufiger und intensiver Starkregenereignisse auftreten, die Siedlungsräume und Kulturlandschaft unter Wasser setzen und damit die Existenzgrundlage der Anwohner gefährden", erläuterte Prof. Dr. Holger Beiersdorf. "Diese Thematik ist mittlerweile auch im Landschaftsbau angekommen."

Das äußere sich an einer verstärkten Nachfrage im Bereich kleinerer Schutzbauwerken, Bachrenaturierungen oder der Anlage von Grünflächen an Dämmen, die einem Wasserrückhalt durch Bewuchs ermöglichen. Da der Landschaftsbau in den letzten Jahren ausgelastet, wenn nicht gar überlastet gewesen sei, konnte dieses Geschäftsfeld "Hochwasserschutz" nur von wenigen Betrieben bedient werden.

"Eine systematische Erschließung ist noch nicht zu beobachten", sagt Beiersdorf. "Hier wird sich jedoch im Hinblick auf die immer gravierenderen Auswirkungen des Klimawandels in Zukunft einiges ändern beziehungsweis ändern müssen." cm

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2019 .

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