Hochwasser und die Auswirkungen auf Gehölze

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Überflutungen haben in der Vergangenheit schon immer Schäden an Gehölzen in Stadt und Landschaft ausgelöst, die Pflanzenverwendung an Ufern und in Auelandschaften hat sich dahingehend differenziert entwickelt. In den letzten Jahren häufen sich nicht nur in Nordeuropa die Hochwasserereignisse, was unter anderem mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird. Veränderungen werden insbesondere in Form von Starkregen mit folgenschweren Sturzfluten und zeitlichen Verschiebungen in den Frühsommer hinein festgestellt (Copernicus Bericht, 2025).
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1. Hochwasser in Hannover, 2024 Foto: M. Rüther

Die von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft verwaltete Onlinedatenbank "NATCATSERVICE" registriert seit 1980 relevante Naturkatastrophen aus aller Welt und belegt, dass sich die Anzahl der Überschwemmungen weltweit seit 2015 im Vergleich zum Anfang der 80er-Jahre verdreifacht hat. Die Versicherer stellen fest, dass diese wetter- und witterungsbedingten Ereignisse kontinuierlich steigen und somit eine zunehmende Gefährdung darstellen (Abb. 1).

Daraus resultiert für die Versicherungswirtschaft ein großer Schadensaufwand (GDV, 2024), wobei es hier vorrangig um Schäden an technischen Infrastrukturen, Fahrzeugen und Gebäuden handeln dürfte. Die kurz-, mittel- und langfristigen Schäden an Gehölzen werden hingegen kaum erfasst, unter anderem in Produktionsbetrieben, im urbanen Umfeld oder in der freien Landschaft. Wie ist der Wissensstand zu den Auswirkungen auf Gehölze?

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2. Lokale Staunässe nach Hochwasser bei Prunus laurocerasus in der Baumschulwirtschaft. Foto: H. Balder
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Tab. 1: Resistenz verschiedener Baumarten gegenüber Wasserüberschuss aus: Balder, 1998
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3. Starke Ufererosionen im Ahrtal (2022). Foto: H. Balder
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4. Freigespülte Wurzeln und Trockenschäden im Ahrtal (2022). Foto: H. Balder
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5. Abgeknickte Vegetation in Parkanlagen (Ahrtal, 2022). Foto: H. Balder
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6. Anprallschäden an Bäumen (Ahrtal, 2022). Foto: H. Balder
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7. Abgerissene Rinde, drei Jahre später. Foto: H. Balder
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8. Kallusbildung, drei Jahre später. Foto: H.Balder
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9. Anprallschaden, drei Jahre später. Foto: H. Balder

1. Einleitung

In der Umweltpolitik fordert die soeben beschlossene deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024 (DAS) in Erfüllung des Bundesklimaanpassungsgesetzes (2023) die gesicherte Aktivierung von Stadtgrün, um Hitzebelastungen zu reduzieren. Gleichzeitig hat die Bundespolitik die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt für die Zeit bis 2030 fortentwickelt und am 18. Dezember 2024 beschlossen. Die NBS 2030 bündelt die für den Biodiversitätsschutz zentralen Themen und Ziele in insgesamt 21 Handlungsfeldern mit 64 Zielen unter einem strategischen Dach.

Dabei berücksichtigt sie neben den übergeordneten Biodiversitätszielen wie zum Beispiel dem Artenschutz und der Wiederherstellung von Ökosystemen auch weitere aktuelle Themen wie Stadtnatur, die Klimaerwärmung, den Ausbau von Erneuerbaren Energien und auch die Entwicklungen in den verschiedenen Wirtschaftssektoren. Der Wasserhaushalt ist hierbei zentrales Thema (BMUV, 2024, 2025).

Als Reaktion auf diese Entwicklung werden kostenintensive technische Schutzmaßnahmen für hochwasser- und sturzflutgefährdete Gebiete diskutiert, aber auch für die Pflanzenverwendung und das Management nach Ereignissen müssen die Konsequenzen mit Weitsicht gezogen werden. Daher wird vielfach Sachverstand zum Nachweis von Überflutungsschäden an Gehölzen benötigt, aber auch in Hinblick auf vorbeugende Vermeidungsstrategien und bei der Konzeption der modernen Stadt (Schwammstadt) ist dies dringend geboten.

2. Staunässe und die Folgen für das Gehölzwachstum

Wasser ist für viele Gehölze sowohl an natürlichen als auch an anthropogen beeinflussten Standorten häufig ein begrenzender Wachstumsfaktor. Es beeinflusst unmittelbar in allen lebenden Zellen des Baumes sämtliche Lebensvorgänge und ist im Boden das Transportmedium für Nähr- und Schadstoffe. Die Wasser- und Nährstoffversorgung einer Pflanze sowie ihre Schadstoffbelastung sind daher eng miteinander verbunden. Den Wurzeln steht je nach Standort in unterschiedlicher Menge Grund-, Schicht-, Kapillar- und/oder Haftwasser zur Verfügung, wobei zum Teil starke Bindungseigenschaften an den Bodenkörper vorliegen. Der Wassergehalt des Bodens ändert sich örtlich und zeitlich; Infiltration und kapillarer Aufstieg bestimmen den Zufluss, Tiefensickerung und Evapotranspiration den Abfluss. Der durchwurzelbare Raum und das Speichervermögen des Bodens für Wasser entscheiden über die Standortqualität. Das für die Baumwurzeln verfügbare Wasser kann aus dem Grundwasser direkt, aus dem Kapillarsaum oder nur aus dem Niederschlags- und Sickerwasser entnommen werden. Die unterschiedlichen Ansprüche der jeweiligen Baumarten an die Wasserkapazität sowie ihre Fähigkeiten, dieses zu erschließen, haben zur gezielten Verwendung von Bäumen im urbanen Bereich geführt (Balder, 1998).

Ein Wasserüberschuss kann zu weitreichenden Baumschäden führen und löst eine sog. Staunässe aus (Abb. 2). Ein Überfluten von Böden bei natürlichem Hochwasser oder nach Rohrbrüchen, der Anstieg von Grundwasser und Staunässe infolge von Bodenverdichtungen oder Kapillarbrüchen bewirken gleichermaßen anaerobe Verhältnisse. In Abhängigkeit von Dauer und Ausdehnung der Vernässung verdrängt das Wasser die Bodengase mit der Folge von Sauerstoffmangel und einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentration. Stehendes Wasser ist dabei von größerem Nachteil als fließendes, da es keinen Sauerstoff enthält, nährstoffarm ist und anaerobe Eigenschaften hat. Staunässe wirkt in der Vegetationsperiode schädigender als eine solche im Verlauf von Ruheperioden (LYR unter anderem, 1992).

Ähnlich der Schädigung bei Gasleckagen stellen die Wurzeln bei Wasserüberschuss je nach Empfindlichkeit ihr Wachstum ein und sterben ab, mit allen Konsequenzen für die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Baumes. Gleichzeitig dringen bodenbürtige Schaderreger in die Wurzelsysteme ein. Oberirdisch wird dies durch Wachstumsdepressionen und eine Blatt- beziehungsweise Nadelvergilbung infolge eines Cytokininmangels und eines Abscisinsäureüberschusses sichtbar.

Bäume aktivieren in dieser Situation je nach Möglichkeit unterschiedliche Resistenzmechanismen, um die Sauerstoffversorgung der Wurzel zu sichern, zum Beispiel Neubildung von Lentizellen, Adventivwurzelbildung, Sauerstofftransport von oberirdischen Organen zu den Wurzeln. Je nach Fähigkeit lassen sich die Baumarten im Hinblick auf ihre Resistenz gegenüber Wasserüberschuss drei Gruppen zuordnen (Tab. 1).

Dabei sind Baumgattungen trockener Vegetationsgesellschaften grundsätzlich empfindlicher (Balder, 1998). Mit der Verschärfung der Ereignisse und mit der zunehmenden Erforschung der komplexen Krankheitsverläufe bei Starkregenereignissen und Hochwasserfluten sind jedoch Anpassungen der Gehölzempfehlungen zu erwarten. Insbesondere die Verschiebung der Flutereignisse hinein in die Vegetationsperiode lässt gravierende Anpassungen erwarten, wie bereits Studien nach der sommerlichen Oderflut 1997 zeigen (Lehmann, 2003).

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10. Kleinblättrigkeit im Folgejahr (Herrenkrugpark, Magdeburg). Foto: H. Balder
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11. Blattgrößen/-aufhellung im Vergleich, Linde (links normal). Foto: H. Balder
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12. a/b) Jungbäume reagieren sensibler, Abtrocknen wird durch Altbäume unterstützt (links ein Jahr nach der Flut, rechts nach 12 Jahren). Foto: H. Balder
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12. a/b) Jungbäume reagieren sensibler, Abtrocknen wird durch Altbäume unterstützt (links ein Jahr nach der Flut, rechts nach 12 Jahren). Foto: H. Balder
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13. Absterben von O. carpinifolia Ahrtal, 2021. Foto: Baumschule Ley
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Foto: H. Balder
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Foto: H. Balder
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15. Blutungen bei Prunus. Baumschule Ley, 2021

3. Schäden nach Überflutung bei Gehölzen

Hochwasser sind natürliche Ereignisse, die regelmäßig auftreten und fester Bestandteil des Abflussgeschehens sind. Häufigkeit und Intensität nehmen mit dem Klimawandel zu. Ihre Entstehung hängt von der Stärke der Niederschläge, den Eigenschaften des Einzugsgebietes, den Bodeneigenschaften von Teichen und vom Flusscharakter ab. Der Mensch kann Hochwasser, ihren Verlauf und die Auswirkungen beeinflussen und verstärken (UBA, 2011).

Die Überflutungen von Gehölzbeständen lösen je nach Jahreszeit, Geländetopographie, Bodenbeschaffenheit und Dauer der erhöhten Wasserstände verschiedene Schadentwicklungen aus. Sie sind die Folge von Schmelzwassermengen, Niederschlagsereignissen, Sturmfluten oder technischen Defekten, unter anderem Deich- und Rohrbrüchen. Sie wirken insbesondere bei Sturz- und Sturmfluten unmittelbar, meist aber als komplexe Abfolge über lange Zeit mit chronischen Symptomen und Revitalisierungseffekten. Aride Sturmfluten spülen Salze weit ins Inland hinein.

In der Begutachtung von akuten Hochwasserschäden und ihren langfristigen Folgen sind daher umfassende Kenntnisse unter anderem zur Schadensdiagnostik von Gehölzen, Baumbiologie, Phytopathologie, Baumstatik, Bodenkunde und Hydrologie erforderlich, die unter anderem in der Auswertung aktueller Flutereignisse erarbeitet werden können. Der Wissenstand wird nachfolgend dargelegt.

3.1 Mechanische Schäden

Größere Schmelzwassermengen und Starkregen strömen als Sturzflut steile Berghänge und in enge Flusstäler hinab, so dass Bäche und Flüsse deutlich stärker ansteigen als vergleichbare Gewässer in offenem Gelände. Fließgeschwindigkeit und Zerstörungskraft sind damit auch deutlich höher. Im Flussbett werden die Uferränder je nach Befestigung abgetragen, die Wurzeln von Bäumen freigespült und durch Treibgut manuell abgeknickt und abgerissen (Abb. 3, 4). Im Extremfall werden Bäume entwurzelt und mitgerissen. Treibgut verstopft die Abflusswege und erhöht dadurch die Anstauhöhe der Sturzflut. Das Überflutungsereignis wird in der Folge in die Fläche getragen.

Die natürlichen Abdichtungen der Bodensegmente im Flussbett gehen dadurch verloren, so dass stoffliche Schmutzfrachten des Hochwassers das Grundwasser belasten können, beispielsweise Diesel, Benzin, Öle, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, Farben. Die Standsicherheit freigespülter Bäume ist akut gefährdet.

Nach Abzug des oberirdischen Wassers sind die freigelegten Wurzeln der Witterung ausgesetzt und erleiden schnell Trockenschäden. Folgeschäden sind daher unausweichlich, wenn nicht Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Durch schnell strömende Wassermassen werden neben der Bodenvegetation Sträucher und Jungbäume großräumig abgeknickt (Abb. 5). Treibgut wie PKW, Baumstämme, Metallelemente prallen mit hoher Geschwindigkeit gegen Bestandsbäume in benachbarten Flächen (Abb. 6). Hierbei werden die Rinde und das Kambium lediglich gequetscht, meist aber auf- und abgerissen, da sie in der Vegetationsperiode weniger am Holzkörper haften. Sogar das Splintholz kann direkt geschädigt werden. Je nach Schädigung ist die Rinde über Jahre partiell vom Stamm gelöst, die Kallusentwicklung setzt ein und holzzerstörende Pilze infizieren über die offenen Wunden die Bäume (Abb. 7, 8, 9). Inwieweit baumpflegerische Maßnahmen effizient sind, ist Gegenstand der Forschung.

3.2 Physiologische Schadsymtome

Mit zeitlicher Verzögerung, häufig erst im Folgejahr, treten individuell physiologische Folgesymptome auf. Diese können sich mit der Zeit verstärken, abheilen oder auch gänzlich verschwinden. Dazu zählen Kleinblättrigkeit, chlorotische Laub- und Nadelfärbung, ein partielles Feinaststerben und Zopftrocknis (Abb. 10, 11) (Balder unter anderem, 2016; Lehmann, 2003). Nach Abzug des Hochwassers ist die Schnelligkeit der Abtrocknung entscheidend, Jungbäume sind dabei empfindlicher als Altbäume. In der Fläche ist auffällig, dass bei Bäumen im Einzugsbereich von Altbäumen die Überlebensrate höher ist (Abb. 12).

Derartige Phänomene werden nach Überflutungen auch in Baumschulquartieren oder Weihnachtsbaumkulturen festgestellt (Abb. 13). Dies betrifft sowohl Laub- wie Nadelgehölze. Sogar kurzfristiges Hochwasser (2 bis 4 Tage), wie während der Ahrtalflutwelle (2021), löste bei sensiblen Junggehölzen bereits massive Ausfälle aus.

Desweiteren treten am Stamm kurz zeitverzögert Schleimflussflecken auf (Abb. 14), vorrangig bei Ahorn, Buche und Eiche. Unter der Rinde treten gleichzeitig klein- bis großflächige Bast- und Kambiumnekrosen auf. Die Überwallungsreaktionen sind überlange Zeit erkennbar und belegen bei vitalen Bäumen ihre Abschottungsfähigkeit. In der Folge dürften auch phytopathogene Organismen im Schleimfluss nachweisbar sein, ihre Rolle in den komplexen Schadensabläufen ist noch zu klären. Wie so oft sind aber Pathogene ein Teil der Komplexkrankheit und eher sekundärer Natur.

Andere Baumarten, insbesondere Kirschen, bluten intensiv mit der Folge, dass die Bäume absterben. Auch hier ist die schnelle Reaktion der Jungbäume im Baumschulquartier schon nach wenigen Wochen auffällig (Abb. 15).

Als weiteres Symptom sind Stammnekrosen auffällig. Sie entstehen in vielen Überflutungssituationen, auch in stehenden Ereignissen. Sie bewirken, dass nach dem Ereignis noch ein Blattaustrieb erfolgt, dieser aber schütte ausfällt und die betroffenen Bäume in der Folge meist absterben. Die Rinde reißt im Bereich der Nekrose zunächst im Folgejahr auf, um später zunehmend abzufallen (Abb. 16). Ist noch eine Kallusbildung möglich, so sind häufig Leisten zu beobachten (Abb. 17). Die Bäume können noch lange Zeit überleben, ihre Laubausbildung ist meist sehr schwach.

Diese Nekrosen werden scheinbar durch die Empfindlichkeit der Rinde gegenüber Wasser hervorgerufen. Besonders auffällig ist jedoch, dass ein Zusammenhang mit der Sonnenstrahlung zu bestehen scheint. Auf den Abb. 18 sind Nekrosen bei Ahorn erkennbar, die beim Sommerhochwasser 2013 (Herrenkrugpark, Magdeburg) verstärkt auf der Südseite verursacht wurden, während auf der schattierten inneren Baumreihe diese weniger auftraten. Offensichtlich liegt dem ein "Verkochen" der Rinde zu Grunde.

Ein Absterben von Bäumen als stärkste physiologische Reaktion ist immer wieder bei den Baumgattungen Buche, Ahorn, Linde zu beobachten, bei den Nadelhölzern ist Eibe auffällig, wobei auch ein lokales Absterben der unteren Bereiche charakteristisch ist (Abb. 19).

3.3 Sekundäre Prozesse

Schon nach kurzer Zeit schädigen sekundäre Prozesse die Gehölze zusätzlich. Schadpilze wie der Hallimasch (Armillaria mellea, Abb. 20), der Spaltblättling (Schizophyllum commune) oder auch rindenbrütende Insekten (Abb. 21) treten in dieser Situation verstärkt auf. Bodenbürtige Wurzelpathogene wie der Riesenporling (Meripilus giganteus) (Abb. 22) nehmen an Aggressivität zu. Als Folge einer Überflutung können sich offensichtlich die phytopathogenen Potentiale aufschaukeln und die betroffenen Areale für lange Zeit erheblich beeinträchtigen. Die sogenannten Sukzessionsverläufe sind kaum untersucht und bedürfen unter dem Aspekt der Sommerüberflutungen dringend der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Hinzu kommt, dass als Folge absterbender Wurzelsysteme die Standsicherheit vieler Bäume nachlässt und Windwürfe zunehmen (Abb. 22).

3.4 Auswirkungen auf Gehölzstandorte

Mit den strömenden Wasserfluten werden größere Schlammmengen und Unrat in die Überflutungsgebiete gespült und abgelagert. Diese können je nach Situation von wenigen Zentimetern bis hin zu mehreren Metern reichen. Dadurch werden auch sensible Pflanzenteile mechanisch beschädigt, aber auch die Areale selbst erheblich beeinträchtigt. So werden unter anderem Oberböden fortgeschwemmt, Wegebeläge zerstört, Pflasterbeläge und Bordsteinkanten unterspült. Junge Anlagen, die noch nicht gut durchwurzelt und gefestigt sind, können besonders starke Schäden erleiden. Bäume können unterspült und dadurch in ihrer Standsicherheit beeinträchtigt werden.

Mit der Flut können aber auch Schadstoffe, Schaderreger oder Saatgut in Areale erstmals hineingelangen (Abb. 24). Die stofflichen Einträge können Boden und Grundwasser belasten, aber auch phytotoxische Schäden an Pflanzen hervorrufen. Eingetragenes Saatgut oder lebende Pflanzenteile, beispielsweise invasive Pflanzen, können sich etablieren und die lokalen Vegetationsgesellschaften verändern. Bei den Schaderregern sind insbesondere bodenbürtige Erreger wie Nematoden, Phythophthora- und Fusarium-Pilze sowie Bakterien relevant. Sie können mit ihrem Auftreten die Gehölzbestände massiv bedrohen. Auch hierzu gibt es kaum Studien.

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16. Entrinden des Stammfußes (Fagus sylvatica, 2025). Foto: H. Balder
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17. Kallusleisten/Nekrosen (Acer monspessulanum, 2025). Foto: H. Balder
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18. a/b) Stammnekrose nach 12 Jahren. Räumliche Verteilung der Nekrosen, sonnenseitige Schädigung (2025). Foto: H. Balder
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18. a/b) Stammnekrose nach 12 Jahren. Räumliche Verteilung der Nekrosen, sonnenseitige Schädigung (2025). Foto: H. Balder
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19. Absterben der Nadeln im überfluteten Bereich. Foto: H. Balder
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20. a/b) Rhizomorphen des Hallimasch (Armillaria mellea) am Wurzelanlauf und unter der Rinde von Linde (Tilia pallida) ein Jahr nach der Überflutung. Foto: H. Balder
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20. a/b) Rhizomorphen des Hallimasch (Armillaria mellea) am Wurzelanlauf und unter der Rinde von Linde (Tilia pallida) ein Jahr nach der Überflutung. Foto: H. Balder
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21. Fraßgänge rindenbrütender Insekten. Foto: H. Balder

4. Maßnahmen zur Schadensbegrenzung

Aus den Hochwasserereignissen muss mit Weitblick und Sachverstand zur Schadensbegrenzung gehandelt werden, mit dem Ziel, die Folgen einer aktuellen Flut abzufedern, insbesondere aber Strategien zur Vermeidung weiterer Hochwasserfluten zu entwickeln.

4.1. Vorbeugende Maßnahmen

  • Niederschläge zurückhalten und versickern lassen,
  • Bodenverdichtung und -versiegelung begrenzen,
  • Natürliche Überschwemmungsgebiete von Bebauung freihalten oder zurückgewinnen,
  • Schadensrisiken vermeiden.

Zur Vermeidung von größeren Baumschäden können hochwassergefährdete Areale nur im großen Zusammenhang gesehen werden. Von daher hatte schon immer in der Siedlungspolitik der Kommunen und der Länder die Hochwasservorsorge die größte Bedeutung. Auch das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) sieht in einer ausgewogenen Kombination aus ökologisch ausgerichteten Maßnahmen zum Wasserrückhalt im Einzugsgebiet, technischen Schutzmaßnahmen, Reglementierung und Anpassung der Nutzung in überschwemmungsgefährdeten Gebieten und durch individuelle Hochwasservorsorge die größte Wirkung, um auch die unmittelbaren Folgen der Klimaentwicklung abzuschwächen. Diese Maßnahmen sind auf vier Zielmarken ausgerichtet:

Für viele Flussgebiete sind daher bereits sogenannte "Hochwasserkarten" erarbeitet worden, die zum einen die Hochwassergefahr für ein bestimmtes Gebiet, zum Beispiel Ausdehnung der überschwemmten Fläche oder Strömungsgeschwindigkeit, darstellen, aber auch einen Eindruck von den zu erwartenden Schäden geben können. Derartige Planungsgrundlagen fehlen jedoch für lokalen Starkregen und nachfolgende Sturzwasserereignisse. Aus Sicht der Politik wird die integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen zum Schlüsselelement der Wasserwirtschaft in Deutschland und Europa (BMU, 2016).

4.2 Kurzfristige Maßnahmen zur Rettung der Gehölzbestände

In einer konkreten Hochwassersituation kann nur schnell und individuell gehandelt werden. Wird ein Überflutungsereignis erwartet, können schnell installierte Sperrmaßnahmen noch das Eindringen der Wassermassen in sensible Gehölzreale möglicherweise verhindern (Abb. 25). Der rechtzeitige Abtransport von Gehölzen in höher gelegene Areale, beispielsweise Kübelpflanzen in Gärten, Parkanlagen, Gartencenter, kann diese vor der drohenden Vernässung oder manueller Schädigung schützen. Sind jedoch Pflanzenbestände überflutet worden, so müssen die Wurzeln vor anaeroben Bedingungen im Rahmen der Möglichkeiten schnellst möglich geschützt werden, bevor sie absterben. Dies bedeutet kleinräumig und bei geringem Pegelstand:

  • Abtransport von Kübelpflanzen auf trockene Areale
  • Punktuelle Herausnahme von wertvollen transportierbaren Gehölzen, zum Beispiel formierte Solitäre im 1. Standjahr mit technischem Gerät, sofern das Areal befahrbar ist.
  • Schaffen von Ablaufmöglichkeiten des Wassers, zum Beispiel Durchbrüche schaffen in Dämmen oder Gräben ziehen
  • Abpumpen des Wassers
  • zeitverzögert Maßnahmen zur Belüftung sensibler Wurzelsysteme, unter anderem seitliches Abgraben der Standorte zur Förderung von Wasserablauf und Abtrocknung

Läuft das Flutwasser wieder ab, so empfiehlt sich nach vorheriger Sperrung des gesamten Areals für die Öffentlichkeit die unmittelbare Sichtkontrolle der Gehölzbestände:

  • Ersterfassung von sichtbaren Schäden an den Gehölzen, unter anderem Bruch, Stammschäden
  • Überprüfen der Verkehrssicherheit von Bäumen auf ihre Stand- und Bruchsicherheit
  • Kontrolle auf sichtbare Schadstoffeinträge auf der Bodenoberfläche, zum Beispiel Öle, Gülle
  • Einleiten von Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung von Gehölzbeständen
  • Einleiten von Maßnahmen zur Schlammentfernung zur Verhinderung weiterer Bodenverdichtungen und -verschlämmungen
  • Bodenlockerungsmaßnahmen zur Belüftung und schnelleren Abtrocknung
  • Entnahme von Bodenproben in gefährdeten Arealen, unter anderem auf Schaderreger, Schadstoffe

Bei nur kurzzeitigen Überflutungen lassen sich die Schäden an Gehölzen so deutlich reduzieren. Nach Umsetzung der genannten Maßnahmen sollten die Schäden insgesamt beziffert werden, um im Versicherungsfall oder bei finanziellen Hilfsfonds Ansprüche geltend zu machen.

4.3 Verhindern von Langzeitschäden

In jedem Fall ist bei sensiblen Grünanlagen nachfolgend ein mehrjähriges Monitoring zu empfehlen, um Langzeitschäden ebenso zu erkennen wie auch Regenerationseffekte. Liegt ein aktuelles Baumkataster vor, so können die Kronen- und Stammentwicklungen umfassend individuell verfolgt werden. Viele Symptome zeigen sich zeitverzögert erst im Folgejahr, meist als verzögerter Blattaustrieb, Blattverfärbungen, Notblühte; Stammaustriebe am Stamm als Folge der Wurzelschädigung. Der Wurzelzustand muss durch punktuelle Aufgrabungen kontinuierlich analysiert werden.

Besonderes Augenmerk muss dem Pflanzenschutz gewidmet werden. Das Auftreten von Schwächeparasiten kann mit geeigneten Fallen oder Fangbäumen überwacht werden, stets aber muss bei der verstärkten Baumkontrolle am Stamm auf Bohrlöcher, Pilzfruchtkörper, Schleimfluss und Absterbeerscheinungen an den Gehölzen geachtet werden. Da rechtlich gesehen "Gefahr im Verzuge" gilt, kann der Stammanstrich von gefährdeten Bäumen zum Schutz vor Stammbrütern mit Insektiziden unter Beachtung aller rechtlichen Auflagen erwogen werden. Haben Bodenanalysen ergeben, dass mit den Wassermassen Schaderreger oder unerwünschte Pflanzen in bedeutende Areale eingeschleppt wurden, empfiehlt sich im engen Kontakt mit Fachinstitutionen (Pflanzenschutzdienst der Länder) die engmaschige Kontrolle der Entwicklung, um begleitend Maßnahmen zur Schadensabwehr durchzuführen.

Die langfristigen Schadentwicklungen werden in der Regel unterschätzt, auch sind sie wissenschaftlich kaum belegt. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass in der Praxis zur Verfügung gestellte Finanzmittel zur Entschädigung oft nicht ausgeschöpft werden.

Beachtet werden muss in diesem Zusammenhang auch der Deichschutz an Flüssen und an der Küste. Nach Flutereignissen ist daher auch die bisherige Höhe zu überprüfen, aber auch der Zustand der Deiche selbst ist elementar. Die Bekämpfung der Bisamratte wird aktuell unterschätzt, legt doch die große Wühlmaus in den Deichen ihre Bauten an und destabilisiert merklich die technischen Schutzanlagen. Das gleiche gilt für Baumbestände, die ihre Wurzeln im Deichkörper entwickelt haben. Besonders nach Dammbrüchen müssen also die Ursachen hierfür erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

5. Gefahren bei der Gehölzverwendung in Regenwasseranlagen

Die Erkenntnisse aus der Gehölzentwicklung nach Hochwasserereignissen muss in die Optimierung von Regenwasseranlagen nach dem Schwammstadtprinzip einfließen. Umfassende Untersuchungen von realisierten Projekten mit längerer Laufzeit bestätigen die grundsätzliche Chance, Gehölze im Einflussbereich von Mulden zu verwenden (Abb. 26). Als Gefahr ist bereits erkannt, dass bei zu eng bemessenem Wuchsraum auch hier die verwendeten Baumsortimente Schäden an der technischen Infrastruktur auslösen (Balder, 2025). Noch ist zu klären, ob in diesen Regenwasseranlagen bei länger stehendem Wasser Probleme bei den Gehölzen entstehen, unter anderem Wuchsprobleme, geringe Standsicherheit bei oberflächennaher Wurzelentwicklung. Eine integrierte blau-grüne Infrastruktur ließe sich so intelligent entwickeln und vermehrt einführen.

6. Kommunikation und gesellschaftliche Einbindung

Es wird immer wieder deutlich, dass die Kommunikation zwischen Behörden, Fachdisziplinen und Bevölkerung während und nach einer Flutkatastrophe als unzureichend empfunden wird. Häufig fühlen sich die Bürger vor Ort nicht informiert, nicht einbezogen und damit im Stich gelassen. Dieses Kommunikationsdefizit ist kein Einzelfall. In einer Zeit, in der Extremwetterereignisse zunehmen und viele Menschen durch die Flut an Informationen und globalen Krisen verunsichert sind, ist die klare, frühzeitige und transparente Vermittlung von Risiken und Handlungsspielräumen essenziell. Sie schafft Orientierung, Vertrauen und Handlungssicherheit.

Dabei spielt die emotionale und kognitive Verarbeitung von Klimarisiken auf individueller Ebene eine zentrale Rolle. Studien zeigen, dass adaptive Kapazitäten und Anpassungskompetenz eng mit der Art und Weise zusammenhängen, wie Informationen übermittelt und verstanden werden (Grothmann unter anderem, 2005). Die Bevölkerung braucht nicht nur technische Lösungen, sondern auch das Gefühl, Teil eines gesamtgesellschaftlichen Prozesses zu sein. Kommunikation ist daher nicht nur ein begleitender Aspekt, sondern ein integraler Bestandteil der Klimaanpassung, auch im städtischen Grün (Antoni, 2025).

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22. Fruchtkörper des Riesenporlings an Buche (Winterzustand). Foto: H. Balder
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23. Windwurf als Folge degradierter Wurzel-systeme mit zeitlicher Verzögerung. Foto: H. Balder
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24. Stoffliche Einträge zur Zeit der Fluten (Salzach, 2021). Foto: H. Balder
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25. Schneller Aufbau von Sperrsystemen zum Schutz vor Überflutung. Foto: H. Balder
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26. Baumstandort in der Regenwasserbewirtschaftung mit längerem Wasseranstau. Foto: H. Balder

Zusammenfassung

Die zunehmenden Überflutungsereignisse der letzten Jahre zeigen die gßen Schäden im Gestaltungsgrün vorrangig im Bereich der Städte auf. Forschungsdefizite in der funktionalen Pflanzenverwendung und der Durchführung von effizienten Sanierungsmaßnahmen in hochwasserbelasteten Gebieten werden offensichtlich.

Neben der Vorsorge sind Gesamtkonzepte zu entwickeln und in die Praxis einzuführen, die eine funktionale Gestaltung von Flussläufen und Küstengebieten auch wirtschaftlich sinnvoll erscheinen lassen. Die Schwammstadt mit Baumbewuchs muss diese Erkenntnisse in ihrer Optimierung integrieren. Hieraus ergeben sich für Gehölzsachverständige vielfältige Tätigkeiten.


Literatur

  • Antoni, D., 2025: Neuartige Pilzgefahren erkennen und kommunizieren: der Fall Anthostoma decipiens. Jahrbuch der Baumpflege 2025, 29, 247-253. Haymarket, Braunschweig
  • Balder, H., 1998: Die Wurzeln der Stadtbäume. Ulmer Verlag, Stuttgart
  • Balder, H.; Wagner, J.-P., 2016: Grünflächenmanagement für hochwassergefährdete Baumstandorte. NL, 34 -39
  • Balder; H., 2025: Chancen und Risiken der Gehölzverwendung in der Schwammstadt. ProBaum, 14-21
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU), 2016: Den vorbeugenden Hochwasserschutz stärken. www.bmub.bund.de
  • BMUV, 2024: Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Berlin
  • BMUV, 2024: Hochwasserschutzgesetz III
  • BMUV, 2025: Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030. NBS 2030. Aktionsplan
  • Copernicus Bericht, 2025: climate.copernicus.eu
  • GDV, 2024: Datenservice zum Naturgefahrenreport 2024, Berlin
  • Grothmann, T., Patt, A., 2005: Adaptive capacity and human cognition: The process of individual adaptation to climate change. Global Environmental Change, 15(3), 199–213.
  • Lehmann, M., 2003: Schäden durch die Flut; wie Laubgehölze auf sommerliche Überflutungen reagieren. Deutsche Baumschule – Pflanzenschutz, Nr. 3, S. 43-44
  • LYR, G. ; Fiedler, H.-J. und Tranquillini, W., 1992: Physiologie und Ökologie der Gehölze. Fischer Verlag, Jena, 620 S.
  • Munich RE, 2025: www.munichre.com
  • UBA, 2011: Hochwasser. Verstehen, Erkennen, Handeln! Dessau
  • Wagner, J.-P., 2014: Untersuchungen von hochwassergefährdeten Gehölzen im Hinblick auf Vitalität und Gesundheit. Masterarbeit an der Berliner Hochschule für Technik
Prof. Dr. habil. Hartmut Balder
Autor

Professor für Phytopathologie und Pflanzenschutz im urbanen Bereich

Beuth Hochschule für Technik Berlin
 Daniela Antoni
Autorin

B.Sc. Forswissenschaften und Waldökologie // Sachverständige für Stadtbäume und Treefluencerin

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