Hohenheimer Gärten zum 250. Jubiläum umfangreich saniert

Zum Jubiläum präsentiert sich die Anlage teilweise in neuem Glanz: Umfangreiche Sanierungsarbeiten von Vermögen und Bau Baden-Württemberg sowie dem Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim umfassen vor allem die Bachläufe und Seen. Das Ziel ist nicht nur Ästhetik, sondern eine effizientere Wassernutzung und die Förderung der Biodiversität.
Undichte Bachläufe führten in den letzten Jahren immer häufiger zum Austrocknen der Eiszeitteiche im Botanischen Garten. „Wir merken bereits jetzt, dass die Abdichtung des Bachbetts dem effizient entgegengewirkt“, erläuterte Dr. Helmut Dalitz, der wissenschaftliche Leiter der Hohenheimer Gärten.
Bepflanzt werden die Ufer der sanierten Bachläufe mit heimischen Stauden und Auengewächsen – ein Gewinn für die Biodiversität. Basierend auf einer historischen Analyse, wird die denkmalgeschützte Parkanlage wieder ein Stück näher an den historischen Originalzustand angeglichen. Dazu werden nicht nur Bachläufe, sondern auch Wegeführungen angepasst.
Für manche Besucher irritierend sind die großen Flächen ungemähter Wiesen in den Hohenheimer Gärten. Das ist Absicht: Seit über 25 Jahren wird in den Gärten weniger gemäht, um die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu erforschen. Das Ergebnis: 2023 wurde der Hohenheimer Campus bei der ICA Biodiversity Challenge mit über 2.000 wild lebenden Tier- und Pflanzenarten zum artenreichsten Campus Europas gekürt.
Inzwischen kommt modernste Technik in den Gärten zum Einsatz: Seit Frühjahr 2025 fliegt wöchentlich eine Drohne mit Spezialkamera über die Gärten und liefert Daten über Gesundheit und Wasserbedarf der alten Bäume. Sie werden ergänzt durch die Messungen von rund 100 Sensoren, die Baumkletterer in den Baumkronen installiert haben. Ziel ist es, den historischen Baumbestand vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.
cm/ Universität Hohenheim
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