IG BAU bestätigt Robert Feiger

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat auf ihrem 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag in Berlin einen neuen Bundesvorstand gewählt. Erstmals galt dabei eine verbindliche Geschlechterquote von mindestens dreißig Prozent Frauen und mindestens 30 Prozent Männern. Dafür wurde der Vorstand von fünf auf sechs Mitglieder erweitert.

Der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger wurde mit 80,6 Prozent in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter Dietmar Schäfers und Harald Schaum wurden mit 75,3 Prozent und 64,8 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Bestätigt wurden auch die Bundesvorstandsmitglieder Ulrike Laux (74,7%) und Carsten Burckhardt (71,7%). Neu in das Führungsgremium gewählt wurde Nicole Simons (67,4%) gewählt. Die 48-Jährige Juristin aus Nordrhein-Westfalen war zuvor stellvertretende IG BAU-Regionalleiterin im Rheinland.

Der wiedergewählte IG BAU-Bundesvorsitzende forderte die künftige Bundesregierung auf, sich um eine gerechte Altersversorgung zu kümmern. Die Angst vieler Menschen vor Armut im Alter sei nicht vom Tisch. Feiger bekräftigte die Forderung nach einer Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent. Das Niveau müsse perspektivisch jedoch wieder ansteigen.

Die IG BAU schlägt deshalb tarifvertragliche Modelle vor, etwa über eine stärkere Nutzung von Betriebsrenten oder Lebensarbeitszeitkonten. Feiger kritisierte zugleich, dass Tariflöhne nicht flächendeckend gezahlt würden. Deshalb seien faire Lohnuntergrenzen notwendig. „Der gesetzliche Mindestlohn muss schnellstens zweistellig vor dem Komma werden“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende. Es sei Sache der Bundesregierung, die ursprünglich auf 8,50 Euro gesetzte Basis zu erhöhen. cm

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