IG BAU fordert verpflichtenden Haut-TÜV

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat einen besseren Schutz der Beschäftigten vor Hautkrebs durch UV-Strahlen gefordert. Das Bundesarbeitsministerium prüft derzeit die Einführung einer verpflichtenden Hautkrebs-Vorsorge für Arbeitnehmer, die viel im Freien arbeiten. Betroffen sind vor allem die von der IG BAU vertretenden Branchen, darunter Bau- und Landwirtschaft sowie Garten- und Landschaftsbau.

„Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums für einen verpflichtenden Haut-TÜV sind richtig“, sagte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. Menschen dürften durch ihre Arbeit nicht krank werden. Viel zu lange seien die Gefahren von UV-Strahlen unterschätzt worden. Es sei an der Zeit, umzudenken. Die Anerkennung des hellen Hautkrebses als Berufskrankheit vor zwei Jahren sei dazu ein wichtiger erster Schritt gewesen. „Es ist folgerichtig, wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles jetzt die Prävention durch eine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung voran bringt“, so Schäfers. Die Untersuchungen könnten Gesundheit und Leben retten.

In Deutschland stellen Ärzte mehr als 250.000 Mal pro Jahr die Diagnose Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend. Ursache ist die schädliche UV-Strahlung der Sonne. Sie wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Gruppe 1 der krebserzeugenden Stoffe eingeordnet. Früh genug erkannt ist heller Hautkrebs aber heilbar. Arbeitgeber sind laut Gesetz (§ 3 ArbSchG) für den Schutz ihrer Beschäftigten verantwortlich. Betriebs-Chefs müssen deshalb eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, um die Gefahren durch UV-Strahlung zu minimieren. cm/IG BAU

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