Im Landkreis Hof rufen Taupunktsensoren zum Winterdienst

Ziel des Projekts ist es, den Winterdienst effizienter, sicherer und ressourcenschonender zu gestalten. Seit Anfang November ist es einsatzfähig. Die Sensoren erfassen Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie die Temperatur des Straßenbelags. Aus den Werten wird der Taupunkt berechnet, um die Glättegefahr besser einschätzen zu können. "Bislang fahren die Bauhöfe nachts Kontrollrouten, um zu prüfen, ob gestreut werden muss", erklärt Landrat Oliver Bär. "Künftig genügt ein Blick ins Dashboard. Damit sparen wir Zeit, vermeiden unnötige Fahrten und stellen sicher, dass nur dann gestreut wird, wenn es wirklich notwendig ist."
Die Daten werden in einer webbasierten Anwendung zusammengeführt. Dort können Bauhöfe alle relevanten Wetterinformationen zentral abrufen. Das Angebot soll perspektivisch auch Unternehmen, Rettungsdiensten sowie interessierten Bürgern zur Verfügung stehen.
Programmleiter Hermann Seiferth betont die Bedeutung der Innovation: "Wir bringen Digitalisierung auf die Straße – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit den Sensoren schaffen wir die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen im Winterdienst und damit für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit."
Darüber hinaus arbeitet der Landkreis an einer Kooperation mit der Hochschule Hof. Ziel ist es, ein Vorhersagemodell der Hochschule zu integrieren, das nicht nur aktuelle Messwerte anzeigt, sondern auch die ortsspezifische Glättewahrscheinlichkeit für die kommenden Stunden und Tage prognostiziert.
Das Projekt ist Teil des Bundesförderprogramms Smart City, in dessen Rahmen 73 Städte und Regionen in Deutschland digitale Anwendungen für die Bürger erproben. Im Oktober veröffentlichte der Landkreis weitere Anwendungen, darunter den sogenannten Digitalen Zwilling, statistische Dashboards und einen Datenkatalog.
cm/Landkreis Hof
NL-Stellenmarkt












