Internationaler Stihl-Medientag am Produktionsstandort Waiblingen
Neue Märkte und Produkte befeuern neue Perspektiven

Das ist eine klare Verbesserung im Vergleich zur eingetrübten Geschäftsentwicklung noch vor zwei Jahren, wo im Zeitraum von Januar bis August ein Umsatzminus von 1,5 Prozent im Vergleich zum damaligen Vorjahreszeitraum verzeichnet wurde.
Der internationale Stihl-Medientag zum anstehenden 100. Firmenjubiläum in Waiblingen stand ganz im Zeichen der Transformation. Der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu Akku-Antrieben ist für Stihl nichts Neues, doch das globale Umfeld hat sich wirtschaftlich verändert. Auch die noch ungewissen Umsetzungsrichtlinien der US-Zollpolitik bergen Herausforderungen. "Führung bedeutet in Zeiten des Wandels Entscheidungen zu treffen", sagte Traub und stellt klar, dass es bei den Antrieben der Stihl-Produkte nicht um Entweder-oder-Entscheidungen gehen wird.
Märkte für Akku und Benzin entwickeln sich ungleichmäßig
Traub gehe davon aus, dass die Märkte in Europa und Nordamerika noch bis zum Jahr 2030 zu 15 bis 25 Prozent benzinbetrieben sein werden. Gleichzeitig wachse der Batteriemarkt schnell und könne schon in 5 Jahren einen Anteil von über 60 Prozent erreichen.
Der Blick auf den Weltmarkt zeige "ein gemischtes Bild": In Westeuropa ist die Umstellung auf Akkus in vollem Gange, in Osteuropa oder Lateinamerika dominieren Benzinantriebe. Zudem verschärfe sich die Konkurrenz zu Ländern wie China, die unter anderem wegen ihres Handelskonflikts mit den USA auf für Akkuantriebe offene Märkte wie Australien und Neuseeland ausweichen. Für Europa stellt sich Traub auf einen härteren, preisgetriebenen Wettbewerb mit asiatischen Herstellern ein.
Die Nachfrage und Entwicklung auf den Märkten sind unterschiedlich. Stihl setzt deshalb auf Produktstrategien, die lokal angepasst sind, und auf sein globales Produktionsnetzwerk für mehr Widerstandsfähigkeit. Benzinantriebe neben Akku-Maschinen im Portfolio zu behalten, ist eine pragmatische Entscheidung, um konkurrenzfähig zu bleiben und auf die Bedürfnisse seiner Kunden einzugehen. Gleichzeitig wird es um potenzielle Produktions- und Niederlassungsstandorte im Ausland gehen.
Einschränkende Normen, bürokratische Hürden und ein trotz seiner jüngsten Abschwächung von Wirtschaftsverbänden umstrittenes Lieferkettengesetz: Deutschland bleibt ein Problemstandort. Mit der neuen Matrixfertigung im Waiblinger Werk D2 lotet Stihl jedoch aus "wie weit man gehen kann", auch bei uns die Produktion schneller, effektiver und kostengünstiger zu gestalten.
Das modulare Fertigungskonzept ersetzt starre Produktionslinien durch dynamisch vernetzte Fertigungsstationen. Die Stationen lassen sich je nach Bedarf kombinieren und neu konfigurieren. Das soll die Anpassungsfähigkeit bei wechselnden Produktanforderungen maximieren.
NL-Stellenmarkt


Hybridstrategie soll praxistaugliche Spielfelder bieten
Die zum Medientag vorgeführten Produktneuheiten der Saison 2025/2026 bildeten den Trend zur Hybridstrategie für den Profibereich ab. Das Akku-Portfolio wird um die rückentragbaren Laubbläser BRA 280 B, BRA 500 und 600 erweitert. Letztere verfügen über das Noise Reduction System, das störende Frequenzen und Geräuschspitzen gezielt eliminieren soll.
Für die ganzjährige Rasenpflege kommt im Februar 2026 der mit verschiedenen Mähköpfen bestückbare Freischneider FSA 250 auf den Markt. Bereits im Fachhandel erhältlich sind die drei neuen Rasenmäher der RMA 7er-Serie. Die Modelle RMA 750 V und 756 V lassen sich mit wenigen Handgriffen in einen Mulchmäher verwandeln. Zu den Neuheiten für die Bearbeitung metallischer und mineralischer Baustoffe gehören die Akku-Trennschleifer TSA 350 (ab März 2026) und TSA 500 (ab September 2025). Mit einer Aufnahmeleistung von 5 kW ist Letzterer der derzeit leistungsstärkste Trennschleifer im Akkuportfolio.

Neben Neuheiten zum Lade- und Akkuflotten-Management sowie Prototypen zur Realisierung urbaner Mikromobilität nach skandinavischem Vorbild präsentiert sich Stihl als Pionier bei der Entwicklung von Sonderkraftstoffen. Anlässlich des 100. Geburtstags bringt es als erster Hersteller einen zu 100 Prozent biobasierten, allerdings nur limitiert erhältlichen Kraftstoff auf den Markt.
MotoMix 100 wird aus zertifizierten Reststoffen beispielsweise der Holzindustrie hergestellt und soll eine CO₂-Reduktion von 60 Prozent im Vergleich zu einem E0 Kraftstoff nach EN 228 ermöglichen. Für die 2030er-Jahre plant Stihl Kraftstoffe, die bis zu 90 Prozent CO₂ einsparen sollen und im Rahmen der Verteuerung herkömmlicher Treibstoffe zu guten Preisen angeboten werden können. Ein weiterer ambitionierter Schritt, hybrid betriebene Arbeitsflotten langfristig möglich zu machen. ph
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