155 Schüler wurden Meister im Garten- und Landschaftsbau

Internetfachschule in Veitshöchheim feiert 20-jähriges Jubiläum

Zunächst gab es lediglich 20 Prozent digitale Stunden an der "e-learning Fachschule Landschaftsbau" in Veitshöchheim. Inzwischen sind es deutlich mehr. Foto: LWG Veitshöchheim

Am 7. April hat mit einer kleinen, aber feinen Schulschlussfeier der 10. Jahrgang der Veitshöchheimer Internetfachschule geendet. Eine Absolventin und 16 Absolventen der EFL 2021/ 2022 markieren ein Jubiläum: Die Internetfachschule Veitshöchheim besteht seit 20 Jahren. Insgesamt 155 Absolventen erlangten dort ihren Meister im Garten- und Landschaftsbau.

Gegründet wurde die Internetfachschule 2003. Damals war diese Lern- und Lehrform noch neu. Der seither verwendete Begriff "e-learning Fachschule Landschaftsbau" (EFL) ist geblieben. 2004 wurde sie auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg mit der Innovations-Medaille ausgezeichnet. Inzwischen ist das Lehrmodell zu einem Standard herangewachsen.

Zunächst nur 20 Prozent digitale Stunden

Dabei hatte die Veitshöchheimer Internetfachschule zunächst einen ganz zurückhaltenden Anspruch an das Internet: Lediglich 20 Prozent der Unterrichtseinheiten, also 240 Stunden von 1240 Unterrichtseinheiten, wurden für den internetgestützten Live-Unterricht angeboten. 80 Prozent wurden in klassischer Weise im Vor-Ort-Unterricht am Schulstandort in Veitshöchheim abgewickelt.

Üblicherweise beginnt die Internetfachschule im Januar mit einem ganz normalen Präsenzunterricht am Schulstandort. Ab Ende März beginnt die Phase des Online-Unterrichts, der jeweils Dienstag, Mittwoch und Freitagabends sowie am Samstagvormittag stattfindet. Nach einem unterrichtsfreien August endet die Online-Phase mit dem Advent. Im Januar des Folgejahres beginnt die zweite Präsenzphase, die Ende März mit der Meisterprüfung nach insgesamt 15 Monaten endet.

Schwieriger Ablauf durch Corona

Wegen der Coronaregeln zu Beginn des Jahres 2021 konnte die EFL erst mit vierwöchiger Verspätung beginnen - dafür aber gleich im Heißstart, nämlich im Online-Modus ab dem 1. Februar. So erhöhte sich der Anteil des Online-Unterrichts auf über 35 Prozent der Gesamtstunden. Erst ab März 2021 war Präsenz-Unterricht möglich. Durch eine Verkürzung der Sommerpause und durch zusätzlichen Vor-Ort-Unterricht während der Osterferien wurde die Verzögerung wieder wettgemacht und der Kurs konnte wie geplant in der ersten Aprilwoche 2022 enden.

Aller widrigen Umstände zum Trotz haben die Teilnehmer ihr Ziel erreicht. Das lag nicht nur an dem für die EFL üblichen Lebensalter von durchschnittlich 30 Jahren - und der damit verbundenen hohen Berufserfahrung von durchschnittlich neun Jahren je Prüfungsteilnehmer. Es lag auch an der Zielgruppe der Internetfachschule deutlich. Es sind fachlich Qualifizierte, die sich aus familiären oder betrieblichen Gründen keinen langen Schulbesuch leisten können.

Hohe Eigeninitiative der EFL-Schüler

Die Teilnehmer der EFL zeichnen sich durch eine hohe Eigeninitiative aus. Sie lernen nur etwa sechs Monate im Klassenverband und müssen weitgehend allein in den auseinandergezogenen Semestern zurechtkommen, auch wenn Lehrkräfte und Mitstudierende regelmäßig erreichbar sind. Die Online-Phasen und die damit verbundene Mehrfachbelastung mit Beruf und Familie erfordern ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Organisationsfähigkeit, um dem Unterricht abends nach der Arbeit und am Samstagvormittag zu folgen und den Stoff zu verarbeiten.

Die Studierenden des aktuellen Jahrganges kommen aus der westlichen Hälfte Bayerns, aus München, Nürnberg, Rosenheim, Passau und Hof. Einige haben aber auch den Weg aus Göttingen in Niedersachsen, Homberg/Efze in Nordhessen und vom Bodensee auf sich genommen. Das zeigt die überregionale Bedeutung des Schulstandortes und der Schulform. Die Nachfrage nach dem speziellen Lern- und Lehrprodukt und der berufliche Erfolg der Teilnehmer bestätigen die Bedeutung der Internetfachschule. cm/LWG Veitshöchheim

Zur Jubiläumsfeier der Internetfachschule Veitshöchheim kamen Schüler, Lehrer und Prominenz. Foto: LWG Veitshöchheim

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 05/2022 .

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