Karla Krieger

Karla Krieger. Foto: privat

Einen Grund zum Feiern hat Karla Krieger. Die 58-jährige Gärtnerin und Diplom-Ingenieurin für Architektur hat den Medienpreis des Bundesverbandes Garten,- Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) zum Thema "Rettet den Vorgarten" gewonnen. In der Neuen Landschaft hatte Krieger leidenschaftlich gegen den Verschotterungstrend in deutschen Vorgärten angeschrieben. Der Artikel mit dem Titel "Vom Sinn und Unsinn der Splitt- und Schottergärten" hatte bereits unmittelbar nach seiner Veröffentlichung im März 2017 für Furore gesorgt. Zahlreiche Leser lobten die Autorin seinerzeit für ihren Beitrag, der laut eigener Aussage aus "Frust" und "ernsthaftem Entsetzen" geboren worden war.

Auch zwei Jahre später bleiben Schottergärten ein Reizthema für die gebürtige Dortmunderin, die seit 28 Jahren unter anderem das Büro für Denkmalpflege & Gartenkultur in Köln betreibt. "Der Vorgarten degeneriert von der Visitenkarte des Hauses zum städtischen Unort," kommentierte sie anlässlich des Preisgewinns Ende Dezember. Allerdings gebe es "mittlerweile eine breite Bewegung", die "der Verarmung der Vorgärten konstruktiv etwas entgegensetzt" - wie nicht zuletzt auch die Facebook-Seite des BGL "Rettet den Vorgarten". Natürlich gehört auch Krieger selbst zu dieser Bewegung; etwa als Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur. Unter deren Jahresmotto "Sag mir wo die Blumen sind" knüpft Krieger in Vorträgen an ihren Gewinner-Artikel an und betreibt dort vor allem Ursachenforschung zum Phänomen der Verschotterung,

Zudem plädiert die Kölnerin dafür, Gartenkunst zu einem Bestandteil des Kunstunterrichts an Schulen zu machen. Eine Trendwende bei den Schottergärten mag nicht gewiss sein. Kriegers Engagement für eine Gartenkultur, die diesen Namen auch verdient, ist es dafür auch 2018 umso mehr.

hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2018 .

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