Kaufzurückhaltung

Markt für Blumen und Zierpflanzen schrumpft

Der Markt für Blumen und Zierpflanzen stand auch im Jahr 2025 unter spürbarem Druck. Gleichzeitig zeigte sich innerhalb der einzelnen Sortimente ein differenziertes Bild. Das belegen die aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).
Blumen Zentralverband Gartenbau (ZVG)
Geranien bauten ihr Ergebnis 2025, entgegen dem allgemeinen Trend, leicht aus. Foto: Rolf Handke/ pixelio.de

Nach Schätzungen der AMI schrumpfte der Gesamtmarkt für Blumen und Zierpflanzen 2025 auf rund 8,6 Milliarden Euro zu Einzelhandelspreisen. Während zahlreiche Spitzenreiter ihre Position behaupten konnten, kam es in den weiteren Platzierungen zu teils deutlichen Verschiebungen. Vor allem saisonale Produkte profitierten von einer Belebung des Geschäfts zum Jahresende.

„Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, wie belastet unsere Branche weiterhin ist. Viele Betriebe kämpfen seit geraumer Zeit mit steigenden Kosten, verunsicherten Verbrauchern und einer insgesamt schwachen Nachfrage 2025“, erklärt Frank Werner, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) im Zentralverband Gartenbau (ZVG).

„Es bleibt aber dabei: Blumen und Pflanzen gehören für viele Menschen einfach zum Alltag. Das merken wir jeden Tag. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wird dieses Stück Alltag besonders wertvoll – das wollen wir gemeinsam noch sichtbarer machen“, ergänzt Ulrich Haage, Vorsitzender des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) im ZVG.

Für Beet- und Balkonpflanzen gaben Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr nach Schätzungen der AMI mehr als 20 Euro pro Kopf aus. Sommerheide führte als nahezu konkurrenzloser Spitzenreiter des Herbstsortiments bereits zum elften Mal in Folge die Top 10 an und konnte 2025 um weitere zwei Prozentpunkte zulegen.

Geranien bauten ihr Ergebnis – entgegen dem allgemeinen Trend – leicht aus. Vor allem ihre Trockenheitstoleranz dürfte einen zusätzlichen Kaufanreiz geschaffen haben. Den dritten Platz behaupteten erneut Stiefmütterchen.

Insgesamt war die frühe Beet- und Balkonsaison 2025 wetterbedingt von Kaufzurückhaltung und Verunsicherung geprägt. Erst im vierten Quartal gewann der Markt kurzfristig an Dynamik, wovon besonders die Herbstkulturen profitierten.

cm/ZVG

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