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Klimawandel: Landschaftsplaner warnt vor Folgen für BUGA 2029

Als Rheinland-Pfalz' Innenminister Roger Lewentz (r.) 2018 Plakate für die BUGA 2029 klebte, rechnete er wohl noch nicht mit Hitze, Dürren und Sturzfluten. Foto: MdI Rheinland-Pfalz

Die Auswirkungen des Klimawandels im Mittelrheintal waren Thema einer Online-Veranstaltung der Hochschule Geisenheim. Den rund 20 Teilnehmern wurden Einblicke in die Studie "Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal" gegeben. Anschließend wurden Perspektiven aufgezeigt, wie sich die für 2029 geplante Bundesgartenschau umsetzen lässt.

"Das 1,5-Grad-Ziel wird nicht einzuhalten sein" begann Dr. Martin Reiss, Professor für Landschaftsentwicklung an der Hochschule Geisenheim, sein Referat. Das ließe sich bereits aus den Trends der vergangenen Jahre ablesen. Zurzeit gäbe es im Mittelrheintal im Schnitt jährlich elf "heiße Tage". "2100 könnten bereits 40 heiße Tage auf das Jahr fallen", sagte Reiss. Je nachdem, wie man den Klimaschutz angehen würde, könnte der Klimawandel dramatische Auswirkungen auf das Mittelrheintal und die BUGA haben.

Neben der thermischen Aufheizung und Belastung müssen auch die Auswirkungen von Extremereignissen gemindert werden. Hierfür bedarf es komplexe Handlungselemente in die kommunale Bauleitplanung zu intergieren und zu nutzen, so Reiss weiter. "Extremereignisse wie Starkregen, Stürme und Niedrig- sowie Hochwasser werden in den kommenden Jahren bedrohliche Ausmaße annehmen, wenn diese nicht vorausschauend geplant und berücksichtigt werden", prophezeite der Professor. Die Kommunen und Bewohner des Mittelrheintals müssten sich auf Hitze, Dürren und Sturzfluten einstellen. Der städtische Wärmeinsel-Effekt bedrohten die Lebensbedingungen der Menschen. Hitzebedingte Sterbefälle würden zunehmen. Bereits jetzt ließen sich solche Tendenzen erkennen, erklärte Reiss. Auch die BUGA müsse unter diesen Gesichtspunkten geplant und umgesetzt werden. Die Niederschläge hätten in den vergangenen 30 Jahren abgenommen, "hält dieser Trend an, bekommen wir ein Niederschlagsdefizit", ergänzte er seine Ausführungen.

Es werden mikroklimatische Messungen durchgeführt, die den Zustand der Gewässer und die Bestände von Grünstrukturen in Erarbeitung von Maßnahmen einbeziehen. Das Kleinklima des Mittelrheintals wird dafür an jedem Standort konkret analysiert und auf kommunaler Ebene danach entsprechend gehandelt. Die Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung der Lufttemperatur, der Niederschläge und der relevanten Wetterextreme für das Obere Mittelrheintal. Die Studie "Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal" ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule Geisenheim, der Hochschule Koblenz und der Technischen Hochschule Bingen. Danilo Ballhorn

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2022 .

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