Kompaktmaschinen auf der bauma: Was gibt es Neues?

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Der Doosan DX57W erfüllt die IIIB-Abgasnorm ohne Dieselpartikelfilter. Foto: Doosan

Es ist soweit. In München öffnet die größte Leistungsschau der Baumaschinenbranche ihre Pforte und alle Interessierten kommen, um einen Blick auf die Neuheiten und vielleicht wieder auch Superlative des Jahrgangs 2016 zu werfen. Natürlich ist die bauma nicht das Schaufenster für Maschinen, die ihren Einsatz mit Schwerpunkt im Garten- und Landschaftsbau finden, aber es lohnt sich trotzdem hinzuschauen. Wir erleichtern Ihnen ein bisschen die Auswahl ihrer Anlaufpunkte mit einer kleinen Vorschau auf die kommenden Kompaktmaschinen-Neuheiten beziehungsweise Nachrichten rund um die Maschinen.

Mobilbagger neu gedacht?

Eines der interessantesten Konzepte wird Mecalac präsentieren. Der Hersteller hat sich Gedanken über die Zukunft dieses Baumaschinentypus gemacht und dabei von drei Hauptherausforderungen in der Benutzung - der Stabilität, Zugänglichkeit sowie des Tankvorganges - leiten lassen. Heraus kam das neue Mobilbaggerkonzept, der MWR. Anstatt den bestehenden Mobilbaggern neue Lösungen hinzuzufügen, haben die Designer sich entschieden, ein völlig neues Konzept zu entwickeln, das aus der Vereinigung der charakteristischen Drehung eines Mobilbaggers und der Stabilität eines Teleskopladers entsteht. Auf den ersten Blick klar als Mobilbagger erkennbar, bringt das genauere Hinsehen die Erkenntnis über die einheitliche und ausgewogenen "Architektur". Durch die Verlagerung des Oberwagens in die "Tiefe" des Unterwagens zwischen beide Achsen konnte so zum Beispiel der sonst auf dem Oberwagen platzierte Tank in den Unterwagen zwischen den Rädern integriert werden. Tanken findet nun einfach, schnell und sicher auf Stehhöhe statt. Die verschiedenen Wartungstätigkeiten, die der Bediener an seiner Maschine durchführen muss, um ihre Leistung und Lebensdauer zu garantieren sollen ebenfalls entspannter werden, da die betroffenen Bauteile, wie Motor und Hydraulikpumpen so niedrig wie möglich liegen und vom Boden aus zugänglich sind, ohne dass der Bediener oder Techniker auf die Maschine steigen muss. Aus der niedrigen Bauhöhe resultiert gleichermaßen ein bessere Zugänglichkeit der Kabine: Die zu erklimmende Höhe bis zur Fahrerkabine ist beim MWR niedriger. Die Stufen liegen direkt in der Verlängerung des Eingangs zur Kabine, beide Handläufe (links und rechts) können gegriffen werden, ohne dass der Arm oder die Handgelenke gedreht werden müssen.

Der Abstieg ist ebenso ergonomisch: Die Rutschgefahr, welche oftmals zu Stürzen, Brüchen sowie Muskelproblemen führen kann (Hier passieren laut Berufsgenossenschaft über 60 % aller Unfälle.) wird minimiert. Die Senkung des Schwerpunkts sorgt für eine dynamische Stabilität, so dass der Bediener das Gefühl haben soll, dass die Maschine quasi mit dem Boden verankert ist und im Handling von Lasten eine gute Ausgewogenheit zeigt. Doch auch der Bedienkomfort soll nicht zu kurz kommen. Die Bedienerschnittstelle wurde ganz neu konzipiert. Mit einem einzigen Wahlschalter an Bord kann der Bediener einfach eine der Funktionen wie Arbeiten, Fahren, Parken auswählen. Die komplette Maschine, die pendelnde Achse, das Motormanagement und die Scheinwerfer passen sich sofort automatisch dem ausgewählten Bedienmodus an.

Emissionen sind und bleiben ein wichtiges Thema über einen derzeit nicht absehbaren Zeitraum. Deswegen bringt Doosan Construction Equipment zum ersten Mal den neuen Stufe IIIB-konformen 5-Tonnen-Mobilbagger DX57W-5 mit auf die bauma. Neben der Einhaltung der neuesten Abgasnorm besitzt er einige neue Leistungsmerkmale, die Leistung, Lebensdauer und Kraftstoffeffizienz erhöhen sollen. Grund für die höhere Leistung ist der Doosan Vierzylindermotor vom Typ D24 mit einer Leistung von 42,5 kW (53 PS), der durch Komfort und Wirtschaftlichkeit überzeugen kann und gleichzeitig die Anforderungen der Stufe IIIB-Abgasnorm erfüllt, ohne dass hierzu ein Dieselpartikelfilter (DPF) erforderlich ist. Möglich machen dies Nachbehandlungsverfahren wie die gekühlte Abgasrückführung (AGR) und der Dieseloxidationskatalysator (DOC). Werkseigene Tests ergaben nach Aussagen des Herstellers je nach gewähltem Modus und Einsatzart eine Steigerung der Kraftstoffeffizienz um bis zu 15 Prozent. Über ein neues ECO-Instrument auf der Bedienkonsole kann der Fahrer den Kraftstoffverbrauch in Echtzeit über Menüs wie der automatischen Drehzahlabsenkung und des Kraftstoffverbrauchs überwachen. Die drei Leistungsmodi (Eco, Standard und Power) und drei Arbeitsmodi (Grab-, Hydraulikhammer- und Schermodus) erhöhen darüber hinaus die Vielseitigkeit. Zu den Komfortmerkmalen der neuen Kabine gehören neben mehr Raumangebot und einer besseren Ergonomie eine vollautomatische Klimaanlage mit mehr Ausblasdüsen und zusätzliche Staufächer. Zusätzlich zu den normalen Aushub- und Bodenarbeiten sieht der Hersteller den Mobilbagger für Anwendungen wie das Be- und Entladen von Lkw sowie Entladen und Bewegen von Rohren und Materialien im Arbeitsbereich gut gerüstet. Gewährleisten sollen dies einerseits ein Überlastmelder sowie Sicherheitsventile in der Hydraulik von Ausleger und Planierschild sowie die stabile Konstruktion des Unterwagens.

Auch Volvo hat einen neuen Mobilbagger in der 6-Tonnen-Klasse am Start und setzt mit ihm auf Effizienzsteigerung sowie Kostensenkung. Der EW60E verfügt über verschiedene Funktionen, die im Zusammenspiel die Maschinenverfügbarkeit erhöhen und die Ausfallzeiten reduzieren. Der vom Boden aus erreichbare Servicezugang und die praktisch angeordneten Schmierpunkte reduzieren die Wartungszeit und -kosten, wobei die Wartungsintervalle sich einfach über das Display in der Kabine überwachen lassen, da auf ihm Erinnerungen an erforderliche Wartungsarbeiten angezeigt sind. Der neue Volvo-Motor sorgt zusammen mit der verbesserten Hydraulik für eine gute Kraftstoffeffizienz. Die serienmäßige Leerlaufautomatik trägt zusätzlich zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei und schlägt sich positiv in den Kosten nieder. Die automatische Motorabschaltung - exklusiv bei Volvo erhältlich - schaltet den Motor automatisch nach einer bestimmten Leerlaufzeit aus, was die Kraftstoffkosten und zudem den Geräuschpegel senkt. Der angehaltene Betriebsstundenzähler reduziert die Wartungskosten und erhöht den Wiederverkaufswert der Maschine. Dieser Mobilbagger ist mit der Volvo-Software MATRIS ausgerüstet, die das Fahrerverhalten analysiert, um die Effizienz zu steigern, die Produktivität zu erhöhen und die Kraftstoff- und Wartungskosten zu reduzieren. Das zusätzliche Diagnosesystem VCADS Pro von Volvo macht die Kontrolle über die Maschine zum Kinderspiel.

Eines der interessantesten neuen Mobilbaggerkonzepte ist der Mecalac MWR. Foto: Mecalac

Der EW60E steht ganz im Zeichen von Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Foto: Volvo

Er ist einer der Vorboten einer neuen Radladergeneration bei Manitou – der Mustang 708. Foto: Manitou

Auch der Schäffer 5650 verzichtet dank des hohen Wirkungsgrades seines Motors auf einen Oxikat. Foto: Schäffer

Das Lieblingskind der Branche

Sie erfreuen sich immer noch einer absoluten Beliebtheit auf dem deutschen Markt und sind von keiner Baustelle wegdenkbar - die Radlader. Als besonderes Highlight wird Wacker Neuson den ersten allradgelenkten Radlader mit elektrischem Antrieb vorstellen. Der E-Lader mit knapp 2000 Kilogramm Kipplast und einer Null-Emissionstechnologie ist ideal für emissionsfreies Arbeiten im Indoor-Einsatz, beispielsweise für Tunnelarbeiten oder Einsätze in Tiefgaragen, geeignet. Dank einer hohen Batteriekapazität erfährt der Anwender keine Leistungseinbußen und profitiert zudem aufgrund des Elektroantriebs von reduzierten Betriebs- und Servicekosten.

Schäffer hingegen erweitert seine Radladerpalette um vier neue Radlader mit Z-Kinematik, deren Motorleistungen zwischen 37 kW (50 PS) und 75 kW (102 PS) liegen. Die starke Z-Kinematik soll höchste Leistungsanforderungen erfüllen und für hohe Hub- und Losreißkräfte sorgen. Die hohen Drehmomente der Motoren liefern die Grundlage für einen leistungsstarken und zuverlässigen Betrieb. Einer von ihnen ist der neue 5650 Z, der mit einem Schaufelinhalt von 0,8 m³ und einem Einsatzgewicht von 4,5 t für hohe Anforderungen im Baugewerbe und in der Industrie konstruiert wurde. Der neue Radlader ist mit einem 37 kW / 50 PS starken Kubota-Motor mit 2,6 l Hubraum und Vierventiltechnik ausgestattet. Erstmalig kommt in dieser Maschine eine elektrische Antriebssteuerung zum Einsatz, die eine deutliche Effizienzsteigerung ermöglichen sollte. Die Motorleistung wird durch die elektronische Unterstützung bestens ausgenutzt und in Schubkraft umgesetzt, Vorteil dabei ist der reduzierte Kraftstoffverbrauch. Zudem ermöglicht die elektronische Steuerung mehrere neue Sicherheitsfunktionen, wie zum Beispiel einen Überhitzungsschutz, die das Arbeiten mit dem 5650 Z sicherer und zuverlässiger machen.

Die Hydraulikpumpe fördert mit 64 l/min ausreichend Öl, um auch anspruchsvolle Anbauwerkzeuge wie Astsägen oder Mulcher zuverlässig versorgen zu können. Für eine gute Sicht auf das Anbauwerkzeug sorgen die hoch ausgeführte Kabine und der schmal ausgelegte Vorderwagen. Auch bereits vorhandene Werkzeuge können nach Umstieg auf einen Schäffer Lader problemlos eingesetzt werden. Der hohe Wirkungsgrad im Antriebssystem vereinfacht scheinbar die Abgasreinigung , so dass die Abgasnorm IIIb wird schon durch einen Dieseloxidationskatalysator erreicht wird, womit der wartungsaufwändigere Partikelfilter sich erübrigt. Das Einsatzgebiet des 5650 Z lässt sich übrigens durch die optionale Zulassung als Zugmaschine bis 6 t Anhängelast und den optionalen Schnellgang bis 30 km/h erweitern.

Schon auf der Agritechnica 2015 präsentierte die Manitou Group in Vorpremiere zwei neue Radlader, den Gehl 650 und Mustang 708. Diese zwei Modelle sind die Vorboten auf die insgesamt 4 neuen Modelle (Gehl 650/750 & Mustang 608/708), die ab 2016 erhältlich sein werden. Alle vier Modelle sind mit der Abgasstufe Stufe 3B kompatibel, der 600er ist mit einem Yanmar Motor (46 PS) und der 700er mit einem Deutz Motor (55 PS) ausgestattet. Die Modelle ergänzen das bereits vorhandene Sortiment an Gehl und Mustang Knickladern und stellen eine Produkterweiterung in der Größenklasse 60-80 PS dar. Mit einem Gewicht von 4-5 metrischen Tonnen handelt es sich um die größten Radlader im Produktangebot der Marke, die standardmäßige Komfortfunktionen wie digitale Instrumentenanzeige, Power-A-Tach™ und Handgashebel bieten werden. Hydraulikleitungen aus Stahl, Reversierlüfter und massive Stoßstangen sind nur einige der Merkmale, die aus diesen Ladern aus Sicht des Herstellers perfekte Arbeitsgeräte für die feerschiedensten Anwendungen machen. Mit einer Breite von ca. 1,6 m bis über 2 m können diese Modelle mit Optionen wie Hi-flow Hilfshydraulik und LED-Scheinwerfer auch für gewerbliche und industrielle Anwendungen gut eingesetzt werden.

Wer baggert denn da?

Premiere auf der bauma 2016 feiern die Baggermodelle EZ80 und EZ53 aus dem Hause Qacker Neuson. Die beiden Zero Tail-Bagger - ohne Hecküberstand - sind ideal für Arbeiten in beengten Platzverhältnissen, wie sie oftmals im innerstädtischen Bereich vorkommen. So können hohe Aushubleistungen auch an schwer zugänglichen Stellen erzielt werden. Das kleinere Modell EZ53 mit einem Betriebsgewicht von rund 5,3 Tonnen ist einer der leistungsstärksten Bagger seiner Klasse. Er überzeugt besonders bei der Grab- und Umschlagleistung. Einen einfachen Servicezugang ermöglichen die kippbare Kabine, eine seitlich platzierte Motorhaube und große, demontierbare Chassisabdeckungen innen und außen. Für multifunktionale Anbauwerkzeuge werden bis zu fünf Zusatz-Steuerkreise mit eigener druckloser Rücklaufleitung angeboten. Das größere Modell EZ80 mit einem Betriebsgewicht von rund acht Tonnen punktet mit einem geringen Kraftstoffverbrauch. Übersichtliche Displays, beidseitig zu öffnenden Schiebefenster, eine zweigeteilte Frontscheibe, Klimaautomatik und der luftgefederte Fahrersitz mit Sitzheizung verleihen der Kabine hohen Komfort.

Caterpillar fächert seine Minibaggerpalette mit 307E2 weiter auf. Sein Cat C2.4-Turbomotor mit 38kW (50 PS) erfüllt die Stufe IIIB und dank High-Definition-Hydraulik mit Load-Sensing-Funktion und lastdruckunabhängiger Mengenverteilung bietet die Maschine eine sehr gute Leistung und Gesamtbetriebseffizienz. Er gewährleistet mit seinem serienmäßigen Ausleger in schwenkbarer und fester Ausführung maximale Stabilität, Reichweite und Traglast. Die Fahrerkabine bietet mit luftgefedertem Sitz, Automatiksicherheitsgurt und COMPASS-Monitor mit Farbdisplay exzellenten Komfort. Mit dem COMPASS-Monitor kann der Fahrer Funktionen wie die folgenden schnell aktivieren und ändern: einstellbarer Zusatzhydraulikstrom zur besseren Arbeitsgerätesteuerung; Hydraulik-Schnellwechslerwahl zum einfachen Austausch von Anbaugeräten mit nur einem Knopfdruck; automatische Motor-Leerlaufabschaltung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und Sicherheitssystemfunktionen zum Schutz von Ausrüstung am Einsatzort. Darüber hinaus ermöglicht die 100 prozentige hydraulische Vorsteuerung eine präzise Maschinen- und Feinsteuerung, ohne dass Umlenkungen und Seilzüge gewartet werden müssen, was die Vorhalte- und Betriebskosten verringert und zu weniger Ausfallzeiten führt. Der zweite im Bunde, der 303E CR wurde für Benutzer entwickelt, denen es auf hohe und zuverlässige Arbeitsleistung bei funktionaler Konstruktion und niedrigen Kosten pro Stunde ankommt. Mit einem maximalen Einsatzgewicht von 3530 kg, einer Breite über den Schild von nur 1550 mm und einem Kurzheck, dessen Hecküberstand lediglich 127 mm beträgt, kann der Cat-Minibagger 303E CR auf beengten Baustellen wirkungsvoll und sicher arbeiten. Der 17,5 kW starke Cat Motor C1.3 des neuen Baggers ist sparsam im Verbrauch und sorgt zusammen mit dem Load-Sensing-Hydrauliksystem für gleichmäßigen und präzisen Betrieb. Beim 303E CR findet der Fahrer einen geräumigen und übersichtlichen Arbeitsplatz mit benutzerfreundlichen Bedienelementen vor, an dem robuste und einfache Instrumente alle wichtigen Betriebsdaten anzeigen. Die Fahrerkabine ist mit Überrollschutz (ROPS, Rollover Protective Structure), Umsturzschutz (TOPS, Tip Over Protective Structure) und Dachschutz ausgestattet, und das Cat Sperrsystem, das bei angehobenem Sicherheitshebel Hydraulikbewegungen verhindert, trägt ebenso zur Betriebssicherheit bei wie der serienmäßige Fahralarm, die automatische Schwenkbremse und der Automatiksicherheitsgurt. Eine zweistufige Fahrantriebsautomatik erhöht die Gesamteffizienz der Maschine sowie die Bedienfreundlichkeit, und eine Motorleerlaufautomatik sorgt für Kraftstoffeinsparungen und niedrigere Geräuschpegel.

Beim Hydrauliksystem des 303E CR kommen leichtgängige vorgesteuerte Joysticks zum Einsatz, die für eine präzisere, gleichmäßigere Steuerung sorgen als mechanische Bedienelemente. Zur Steigerung des Fahrerkomforts sind die Zusatzhydraulik-Bedienelemente in die Joysticks integriert. Mit einem Einwegkreis für Werkzeuge wie Hydraulikhämmer sowie einem Zweiwegekreis für den Einsatz von Arbeitsgeräten mit Zylindern oder bidirektionalen Motoren ist der 303E CR damit für verschiedenste Arbeitsgeräte vorgerüstet.

Der Wacker E-Lader WL20e mit knapp 2000 kg Kipplast und einer Null-Emissionstechnologie ist ideal für emissionsfreies Arbeiten im Indoor-Einsatz. Foto: Wacker Neuson

Hohe Performanz, einzigartiges Design und einfache Bedienung sind die Kerncharakteristika des neuen Baggers SV100 2PB mit Verstellausleger. Foto: Yanmar

Trotz seiner Kompaktheit lässt der CAT 307E2 nichts an Komfort für den Fahrer vermissen. Foto: Caterpillar

Der EZ53 von Wacker Neuson möchte mit seinen Grab- und Umschlagleistungen punkten. Foto: Wacker Neuson

Der Minbagger Cat 303E CR kann mit seinen großen Brüdern in punkto technischer Ausstattung vollends mithalten. Foto: Caterpillar

Die neuen Volvo-Bagger der 3- und 4-Tonnen-Klasse haben stabile, geräumige und komfortable Kabinen und sind serienmäßig mit FOPS-, ROPS- und TOPS-Sicherheitsstruktur versehen, die Verletzungen durch herabfallende Gegenstände sowie das Überschlagen oder Umkippen verhindert. Die große Tür und die drei Zugangspunkte ermöglichen einen sicheren Ein- und Ausstieg, was bei diesen kleineren Maschinen besonders wichtig ist, da der Bediener zwischendurch häufiger die Kabine verlässt. Für einen ruhigen, gleichmäßigen Betrieb auch bei Stößen und Schlägen sind Konsole, Joysticks und Sitz an ein und derselben Aufhängung befestigt, um Stöße und Schwingungen aufzunehmen und dem Fahrer ein ermüdungsfreieres Arbeiten zu ermöglichen. Sowohl das konventionelle Bagger-Modell als auch die beiden Maschinen mit kurzem Schwenkradius bieten dank großflächiger Verglasung eine hervorragende Rundumsicht. Der EC35D verbindet den neuen Volvo-Motor D1.8A gemäß Stufe IIIA mit einem Hydrauliksystem, das eine hohe Leistung und einen einwandfreien Betrieb gewährleistet. Die intuitiven Fingerspitzen-Bedienelemente mit elektro-proportionaler Steuerung am Joystick erleichtern dem Fahrer die Arbeit wodurch eine präzise und einfache Steuerung den kraftvollen hydraulischen Anbaugeräten und hohe Hub- und Grabkräfte garantiert ist. Dank des kurzen Schwenkradius und der Anordnung des Auslegerzylinders links unter der Kabine sind die neuen Kurzheckbagger des Typs ECR35D und ECR40D für Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen absolut prädestiniert. Da der Schwenkarm und -zylinder sowie das Kontergewicht bei Querstellung innerhalb der Spurbreite bleiben, verringert sich die Gefahr einer Beschädigung der Maschine und der unmittelbaren Arbeitsumgebung.

Die Yanmar Construction Equipment Europe stellt in diesem Segment ein neues Produkt vor: den SV100 2-Piece Boom (SV100 2PB). Hohe Performanz, einzigartiges Design und einfache Bedienung sind die Kerncharakteristika des neuen Baggers mit Verstellausleger. Die Konfiguration des Auslegers erhöht die Leistungsfähigkeit des Yanmar SV100 erheblich - insbesondere beim Heben, Bewegen und Platzieren von Lasten. Der Verstellausleger wurde ursprünglich für schwere Mobilbagger entwickelt. Die zusätzliche Gelenk verbessert die Manövrierbarkeit der Maschine und ihre Fähigkeit, Lasten präzise zu platzieren. Das zusätzliche Gewicht, das aus dem Schwenkarm resultiert, wurde auf 845 Kilo inklusive des zusätzlichen Gegengewichts beschränkt. Dies trägt zur Steigerung der Hebekapazität der Maschinen um bis zu 45 Prozent in einigen Last-Bereichen bei. Yanmar entschied sich, den Zylinder umgekehrt zu montieren. In Kombination mit dem hohen Arbeitsdruck des SV100 2PB stattet dies die Maschine mit herausragender Ausreißkraft aus. Die Position des beweglichen Schwenkarm-Zylinders führt dazu, dass der Schwenkarm schneller gehoben und langsamer gesenkt werden kann - optimal für die Positionierung von Lasten. Die Produktentwicklung hat sich für eine spezielle Lösung entschieden: Der SV100 2PB ist mit einem einzelnen, hoch montierten Schwenkarm-Zylinder ausgestattet. Diese Konfiguration garantiert den kompletten Schutz der Kolbenstange und reduziert dadurch das Schadensrisiko. All das führt zur Reduktion der Kosten des Total Cost of Ownership (TCO) um herstellerseitig angegebene ca. 50 Prozent. Die sehr schlanke Struktur des Schwenkarms gibt dem Maschinenführer gute Sicht. Um den Komfort des Führers und die Manövrierbarkeit des Schwenkarms zu verbessern, entschied sich Yanmar, die Steuerung für den Schwenkarm auf den linken Joystick mit proportionalem Schalter zu montieren. Dies trägt ebenfalls zur Erhöhung der Sicherheit durch präzise Kontrolle bei.

Baustellentransport

Für den Transport loser Materialien auf einer Baustelle kommen mittlerweile häufig kleiner Transportfahrzeuge zum Einsatz. Aus diesem Grund führt JCB anlässlich der bauma ein komplettes Muldenkipper-Programm von 1 bis 10 Tonnen in den deutschen Markt ein. Das Programm ist um vier gängige Gewichtsklassen gruppiert. Kompakte Ein-Tonnen- und Zwei-Tonnen-Modelle sind hauptsächlich dem Haus-, Garten- und Landschaftsbau gewidmet, während 3- bis 3,5-Tonnen-Modelle das allgemeine Baugewerbe und den Mietsektor bedienen. Im schwereren Bereich bieten 6- und 9- bis 10-Tonnen-Kipper ultimative Kapazität für größere Erdbewegungsprojekte. Die als Hochkipper, Vorderkipper und Schwenkkipper ausgeführten Modelle leisten im Mietsektor und Auftragssektor verschiedenste Dienste. Motorleistungen zwischen 15,5 und 90 kW (20 und 120 PS) wie auch synchronisierte Wendeschaltgetriebe und hydrostatische Antriebe stehen für Anwenderfreundlichkeit und schnelle Fahrgeschwindigkeiten. Rahmen mit Knick- und Pendelfunktion sorgen für größtmögliche Stabilität und Haltbarkeit. Die Mulden haben dicke Seitenwände aus Stahl und schwere Stahlplatten vorn und am Boden, auch das im Sinne höherer Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Der umlegbare ROPS-Schutz sorgt für Bedienersicherheit, und große Pendelwinkel bieten exzellente Traktion und Stabilität in unebenem Gelände. Die Maschinen sind für die einfache Handhabung mit einem übersichtlichen Bedienpult und Bedienelementen wie vom Pkw gewohnt ausgestattet. Der Wartungszugang ist bei diesen Dumpern einfach ausgeführt, die Zugangstüren zum Motor sind in stabilen Scharnieren gelagert. Die Schwenkkipper verfügen über eine Schwenksperre, die die Mulde während der Fahrt feststellt. Alle 6- bis 10-Tonnen-Modelle sind serienmäßig mit im Ölbad laufenden Scheibenbremsen für hohe Bremskraft und geringen Wartungsbedarf ausgestattet.

Erstmals wird Wacker Neuson den neuen Raddumper DW50 auf der bauma 2016 vorgestellen. Er ergänzt die Reihe der wartungsarmen, mit hydrostatischem Allradantrieb mit ECO-Modus ausgestatteten Serie, die sich durch optimale Geländegängigkeit und Traktion vor allem in unebenem Gelände auszeichnet und die Modelle DW60, DW90 und DW100 mit Nutzlasten von 6, 9 und 10 Tonnen umfasst. Der neue Dumper verfügt über kompakte Maße, ist sehr wendig und kann bei der technischen Ausstattung mit deutlich größeren Modellen mithalten. Ein innovatives Bedienkonzept für den Steuerstand inklusive Joystick-Bedienung, die verschleißfreie Federspeicher-Feststellbremse, die extrem langlebig und zuverlässig ist, und viele weitere Details sorgen für höchsten Bedienkomfort. 5 Tonnen Nutzlast und eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 28 km/h machen den Dumper DW50 zu einem effektiven Helfer, mit dem schnell viel bewegt werden kann. Für optimale Sicht sorgen zwei vorwärts und ein rückwärts gerichteter Scheinwerfer, volle Straßenbeleuchtung sowie große Rückspiegel am ROPS-Bügel. Besonders anwenderfreundlich ist der breite und sichere Einstieg in die Maschine. Das optimierte Muldendesign für eine bessere Sicht nach vorne, eine Rückfahrwarneinrichtung und eine Sichtkamera erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Ein wichtiges Modell der Yanmar Transporter Familie durchlief zahlreiche Verbesserungen, um die Leistung unter schwierigen Arbeitsbedingungen weiter zu steigern und darf nun im April alle Aufmerksamkeit auf sich lenken. Der C50 ist mit dem neusten Yanmar-Motor 4TNV94CHT-NTBC ausgestattet, der bereits die EU-Emissionsanforderungen der Stufe 5 erfüllt. Dies bedeutet insbesondere, dass die Emission von ultrafeinen Partikelteilchen reduziert wird und dass die Maschinen keine weiteren Modifikationen benötigen, um zukünftige Vorschriften zu erfüllen. Die Motorleistung wurde um 10 Prozent gesteigert. Dies erlaubt dem C50 eine Erhöhung der maximalen Steigfähigkeit um 16 Prozent. Der automatische mit 2-Geschwindigkeiten ausgestattete, hydrostatischer Antrieb ist mit einer Anti-Abwürg-Technologie ausgerüstet. Diese ermöglicht ihm eine feinfühlige Drehung, bei der der Motor selbst unter der schwierigsten Arbeitsbedingung nicht abgewürgt wird. Aussttattungsseitig besitzt er außerdem ein neues 5.7' LCD Farbdisplay und eine automatische Leerlauffunktion zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und Lärmpegels. Der C50 kann mit zwei verschiedenen Varianten des Kippwagens geliefert werden, was eine bessere Anpassung an den jeweiligen Einsatz darstellt.

Dieser Ausschnitt der Masse der Neuheiten macht deutlich, dass ein Besuch der bauma auch auf der Suche nach einer Kompaktmaschine durchaus sinnvoll sein kann, denn das Angebot lässt sich in der Kürze festhalten.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2016 .

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