Geparden in der Savanne und Pinguine in einer Bucht

Krahnstöver & Wolf bauen Afrikalandschaft für Berliner Tierpark

Ein Besuch bei den Geparden bietet Einblicke in eine großzügige Savannenlandschaft. Foto: Tierpark Berlin/Steffen Freiling Fotografie

Seit 1998 arbeitet das GaLaBau-Unternehmen Krahnstöver & Wolf aus Großpösna an der Umgestaltung des Zoologischen Gartens in Leipzig mit. Das Primatenhaus, Gondwanaland, die Kiwara Savanne und Pongoland stehen auf seiner Referenzliste. In diesem Frühjahr eröffnete im Berliner Tierpark sein jüngstes Projekt, eine Afrikalandschaft. Es soll helfen, Berlins zweiten Zoologischen Garten nach geografischen Gesichtspunkten neu zu gestalten. Die Planung lag in den Händen von Rehwaldt Landschaftsarchitekten und IBPM Gesellschaft für interdisziplinäres Bauprojektmanagement.

Ein Besuch bei den Geparden bietet Einblicke in eine großzügige Savannenlandschaft. Foto: Tierpark Berlin/Frederic Schweizer

Eine Pinguin-Kolonie brütet in der Bucht eines südafrikanischen Fischerhafens. Foto: Tierpark Berlin/Frederic Schweizer

Erster Teil einer neuen Anlage

Als erster Teil der neuen Anlage im Tierpark Berlin wurden die Anlagen der Geparden, Pinguine und Geier großzügig umgebaut. In einer begehbaren Voliere fliegen Geier durch eine Felsenschlucht. Auf rund 13 000 m³ leben dort unter anderem Gänse-, Sperber- und Wollkopfgeier zusammen. Auch der Besuch bei den Geparden mutet nun afrikanisch an: Hütten aus natürlichen Baumaterialien ermöglichen authentische Einblicke in eine großzügige Savannenlandschaft.

Und wer bisher glaubte, Pinguine gäbe es nur in der Antarktis wird spätestens bei diesem Rundgang eines Besseren belehrt: Eine Pinguin-Kolonie brütet in der Bucht eines südafrikanischen Fischerhafens.

Die 34 Brillenpinguine freuen sich über doppelt so viel Platz - rund 1000 m² stehen ihnen nun zur Verfügung. In einer alten Fischerhütte erfahren Besucher mehr über die Überfischung der Meere. Auch die übrigen Bedrohungen für Pinguine und andere Meeresbewohner wie Plastikmüll und Öl werden anschaulich vermittelt. Wer unterwegs Kraft tanken muss, kann es sich in den gemütlichen Hängematten aus Fischernetzen bequem machen - Blick auf die putzigen Frackträger inklusive.

Investment von 1,2 Millionen Euro

Der Umbau des rund 7000 m² großen Teilstücks der Afrikalandschaft hat sechs Monate gedauert und 1,2 Millionen Euro gekostet. Diese wurden wie weitere Bauprojekte im Tierpark Berlin aus Landesmitteln gefördert. "Ich freue mich, dass wir mit unserem Förderinstrument der GRW-Mittel dazu beitragen können, dass der Tierpark und der Zoo für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher noch attraktiver werden", erklärte Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

Der zweite Bereich des afrikanischen Parkteils ist bereits in Arbeit: Dort werden in unmittelbarer Nachbarschaft bald Zebras und Antilopen in einer großzügigen Savannenlandschaft grasen in der auch Giraffen ihre langen Schatten vorauswerfen. Elefantenherden ziehen majestätisch vorüber - ihr neues Haus wird das Herzstück der zukünftigen Afrikalandschaft sein. Diese malerischen Szenen - die man bisher nur aus afrikanischen Nationalparks kennt - werden bald auch im Tierpark Berlin zu erleben sein.

Und schon bald soll ein weiterer exotischer Kontinent entdeckt werden können: Das denkmalgeschützte Alfred-Brehm-Haus wird Besucher als Regenwaldhaus in die bedrohte Inselwelt Südostasiens entführen. Die Eröffnung findet statt, sobald die Tierhäuser im Zoo und im Tierpark Berlin wieder für Besucher freigegeben sind. cm/Zoo Berlin

Eine Pinguin-Kolonie brütet in der Bucht eines südafrikanischen Fischerhafens. Foto: Tierpark Berlin/Frederic Schweizer

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2020 .

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