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Kreisstadt Unna wirbt für grüne statt graue Vorgärten

Thomas Heer, Felix Heusner, Jens Toschläger, Dieter Grabsch (v. l. n. r.) zeigen den Flyer. Foto: Kreisstadt Unna

Die Kreisstadt Unna in Nordrhein-Westfalen will gegen Schottergärten vorgehen. Jedoch soll das nicht mit Verboten erfolgen, sondern durch Aufklärung. Deswegen wurde im Rathaus ein Flyer gestaltet, der die Belange des Umwelt-, Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Wasser und Klima erklärt.

Auch alle wichtigen Ansprechpartner der Stadtverwaltung werden darin aufgeführt. Der Flyer "Grün statt Grau - Die Vorteile naturnaher Vorgärten" ist unter anderem beim Umweltamt der Stadt Unna erhältlich, wird aber auch künftigen Bauherren zugeschickt.

Im Rahmen der Bauberatungen will Unna die Bürger auch darüber aufklären, dass Schottergärten nicht pflegeleicht sind. So setzt sich etwa nach kurzer Zeit Moos zwischen die Steinchen, das kostenintensiv entsorgt werden muss. Anfang März schrieb die Verwaltung der Stadt außerdem alle GaLaBau-Betriebe von Unna und Umgebung an. Die Bitte an die Fachleute: Die Bürger bestmöglich zu beraten und vor den Folgen von Schottergärten zu warnen.

"Baurechtlich ist zu beachten, dass Vorgärten nicht nur zur Auflockerung und freundlichen Gestaltung des Orts- und Stadtbildes in Baugebieten erforderlich sind, sondern unter anderem nach der Landesbauordnung wasseraufnahmefähig hergestellt, begrünt und bepflanzt werden müssen", erklärte Felix Heusner, Leiter des Bauordnungsamtes. Man wolle die Bürger von Unna von grünen Gärten überzeugen, sagte Unnas 1. Beigeordneter Jens Toschläger.

Einer dieser Bürger ist Dieter Grabsch. Die Wildpflanzen in seinem Vorgarten bereiten ihm wenig Arbeit. Dagegen wirke sich ein Schottergarten negativ auf das Mikroklima aus, gibt Unnas Klimamanager Thomas Heer zu bedenken. Die Steine speichern die Wärme und strahlen sie wieder ab, während Pflanzen den Boden beschatten und für Verdunstungskühle sorgen.

"Begrünung und Bepflanzung filtern zudem Staub und Lärm, nehmen Kohlendioxyd auf, spenden Sauerstoff, verbessern den Wasserhaushalt und dienen somit der Gesundheit aller Bürger", so Heer. Der Flyer steht auf unna.de zum Download bereit. ev

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2021 .

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