Landschaftsarchitektin Cornelia Oberlander geehrt

Ist Namensgeberin für den höchsten Landschaftsarchitekturpreis: Cornelia Hahn Oberlander Bild: Charles A. Birnbaum, courtesy The Cultural Landscape Foundation.jpg

Die in Deutschland geborene kanadische Landschaftsarchitektin Cornelia Hahn Oberlander ist mit einem nach ihr benannten internationalen Preis geehrt worden. Ab 2021 wird der „Oberlander-Preis“ alle zwei Jahre für weltweit herausragende Landschaftsarchitektur im öffentlichen Bereich vergeben, teilte die Cultural Landscape Foundation in New York mit. Mit einer Dotierung von 100.000 US-Dollar (ca. 90.000 €) entspricht er dem renommierten „Pritzker-Preis“ für Architektur.

Die 98-jährige Namensgeberin zeigte sich von der Ehre „überwältigt und hingerissen“. 1921 wurde sie in Mühlheim an der Ruhr geboren, wuchs in Berlin auf. Unmittelbar nach den Novemberpogromen 1938 flüchtete die jüdische Deutsche in die USA. An der Harvard Graduate School of Design, dessen Architekturinstitut Walter Gropius leitete, studierte sie als eine der ersten Frauen Landschaftsarchitektur. Zunächst konzentrierte sie sich auf Gemeinschaftsgärten öffentlicher Wohnungsbauprojekte in Pennsylvania und Vermont. Ab 1953 setzte sie ihre Arbeit in Vancouver fort.

Für Aufsehen sorgte ihr riesiger Kinderspielplatz für die Expo 1967 in Montreal. Es folgten 70 Spielplatzbauten in Nordamerika. In den 1970er Jahren wandte sie sich öffentlich genutzten Großprojekten zu, darunter dem Robson Square in Vancouver (1974), der Kanadischen Nationalgalerie in Ottawa (1988) und dem Atrium des New York Times Gebäudes (2007). Seit Ende der 1980er Jahre beschäftigt sich Oberlander zunehmend mit Fragen des Klimawandels, entwarf extensive Dachbegrünungen für Vancouver (1995) und Berlin (2005). cm

Anbei die Präsentation des Oberlander-Preises:

www.youtube.com/watch

http://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[division]=2&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=329++247++352&no_cache=1