Arbeitskampf abgewendet

Landschaftsgärtner erhalten 5,4 Prozent mehr Lohn

Einigten sich in schwierigen Verhandlungen: Der BGL-Tarifausschussvorsitzende Uwe Keller-Tersch (l.) und der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. Foto: BGL; IG BAU

Die rund 110.000 Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau erhalten ab diesem Monat mehr Lohn. Gewerkschaft und Arbeitgeberverband einigten sich am Wochenende auf ein Plus von 5,4 Prozent in zwei Schritten. Die Vereinbarungen gelten bis zum 31. Juli 2019. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bezeichneten die abgeschlossenen Verhandlungen als schwierig.

Mit der Novemberabrechnung erhalten die Beschäftigten drei Prozent mehr Lohn. Ab Oktober 2018 gibt es weitere 2,4 Prozent. Mit der Novemberabrechnung wird außerdem eine Einmalzahlung von 50 Euro überwiesen. Die unterste Lohngruppe 7.6 für einfache Tätigkeiten wurde überproportional angehoben. Ihr Stundenlohn steigt im ersten Schritt von 9,65 Euro auf glatt 10 Euro und im zweiten Jahr auf 10,20 Euro.

Auszubildende unter 18 Jahren machen einen Sprung von 90 Euro im Monat, da die Altersunterscheidung wegfällt. Sie werden von nun an wie alle anderen Auszubildenden vergütet. Das heißt ab November 2017 werden im ersten Jahr monatlich 800 Euro gezahlt, im zweiten Jahr 900 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.000 Euro. Ab dem Ausbildungsjahr 2018 beträgt das Plus für den Nachwuchs pro Ausbildungsjahr 25 Euro.

„Die Entgelthöhe schmerzt uns ein wenig“, erklärte der BGL-Verhandlungsführer Uwe Keller-Tersch, „aber wir erhalten nun Planungssicherheit bis Ende Juli 2019.“ Der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Arbeitnehmer-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers sprach von „einem Kompromiss, mit denen alle Beteiligten leben können“. Wichtig sei die Signalwirkung für die Branche. Der GaLaBau werde mit dem Abschluss deutlich attraktiver. Im Wettlauf um die besten Köpfe sei der Schritt überfällig gewesen. Deshalb sei auch vereinbart worden, eine Sozialpartnervereinbarung für die Zukunft der Branche zu erarbeiten. cm

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