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Lieferengpässe: Bau und GaLaBau bitten Altmaier um Hilfe

Sorge um Lieferengpässe vor allem bei Holz und erdölbasierten Produkten (v. l. n. r.): Marcus Nachbauer, Lutze von Wurmb, Thomas Krämer. Fotos: BVB/Cornelis Gollhardt; BGL (2)

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), der auch der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) angehört, hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier um Hilfe bei der Bewältigung der Lieferengpässe vor allem bei Holz, erdölbasierten Produkten wie Rohren, Abdichtfolien, Dämmstoffen, Anstrichen und Epoxidharzen gebeten. Die Baukonjunktur drohe durch die Engpässe ins Stocken zu geraten.

Der BVB-Vorsitzende Marcus Nachbauer plädierte für eine Verlängerung der Erleichterungen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 für alle Betriebe. Bei öffentlichen Ausschreibungen in neu auszuschreibenden Projekten werde eine Stoffpreisgleitklausel benötigt. "Weitere Preissteigerungen, aber auch -senkungen besonders volatiler Baustoffe können über eine derartige Regelung für beide Vertragspartner angemessen ausgeglichen werden", so Nachbauer. Darüber hinaus sollten die öffentlichen Auftraggeber auf Sanktionen bei Verzögerungen aufgrund von Lieferengpässen verzichten. Nachbauer schlug dem Wirtschaftsminister vor, die Baustoffhersteller, den Fachhandel und die Bauwirtschaft zu einem gemeinsamen Gespräch über die aktuelle Lage einzuladen. Dort könnten mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert und vereinbart werden.

Der BGL räumte ein, noch könnten die GaLaBau-Betriebe im Rahmen vergleichsweise kleiner, zeitlich überschaubarer Projekte schnell und flexibel reagieren. Denn zwei Drittel ihrer Umsätze erwirtschafte die Branche weiterhin im Privatgarten. Doch auch hier steige der Druck durch fehlenden Materialnachschub und schnell steigende Preise. "Zwar muss unsere Branche derzeit kaum auf Kurzarbeit zurückgreifen", sagte BGL-Präsident Lutze von Wurmb. "Wir beobachten die Situation trotzdem mit Sorge."

Thomas Krämer, Wirtschaftsjurist und BGL-Politikreferent, ergänzte, die öffentlichen Auftraggeber müssten den GaLaBau-Unternehmen auch bei bestehenden Verträgen entgegenkommen: "Betriebe, die unverschuldet in wirtschaftliche Schieflage kommen, nützen niemandem." Bei künftigen Verträgen könnten Preisgleitklauseln einen Lösungsansatz bieten. cm/Bundesvereinigung Bauwirtschaft/BGL

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2021 .

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