Maschinen, Stoffe, Verfahren

Lokhalle Freiburg: Sickertunnel aus Stahlbeton versickert Regenwasser

Nach dem Einbau der Versickerungsanlage kann sofort mit dem Verfüllen begonnen werden: Dazu kann nicht nur das ohnehin vorhandene Aushubmaterial verwendet werden, sondern wegen der Stabilität der Anlage auch ein Minibagger zum Einsatz kommen. Foto: Mall

Die Versickerung von Regenwasser am Ort des Anfalls ist eine der Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Auswirkungen von Starkregenereignissen zu reduzieren und zugleich zum Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts beizutragen. Zur Versickerung sind in der Regel erhebliche Flächen nötig, die gerade in Städten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Hier bietet sich der neue Sickertunnel CaviLine aus Stahlbeton als stabile, platzsparende und kostengünstige Lösung zur Versickerung von Regenwasser an.

Durch seine flache, breitflächige und oberflächennahe Bauweise ergibt sich ein günstiges und volumensparendes Verhältnis zwischen Hohlkörpervolumen und Sickerfläche. In Kombination mit einer Behandlungsanlage eignet er sich ideal für den Einsatz zur Entwässerung von Dach- und Verkehrsflächen.

Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Lokhalle Freiburg: Das ehemalige Bahnbetriebswagenwerk wird seit 2011 aufwändig saniert und beherbergt attraktive Büroflächen, Gastronomie sowie den Kreativpark Lokhalle Freiburg. Die Entwässerung der Hof- und Dachflächen erfolgte vorher über den öffentlichen Kanal. Auflage für die Sanierung war, dass das gesamte auf dem Areal anfallende Regenwasser vor Ort versickert wird. Da eine Versickerung immer eine Einleitung ins Grundwasser bedeutet, ist das Wasser fast immer vorzubehandeln. In Freiburg fließt es deshalb zunächst zur Vorbehandlung in einen Substratfilter und versickert dann im unterirdischen Sickertunnel. Aufgrund der großen Dach- und Hofflächen und der damit verbundenen langen Leitungswege wurden zwei Anlagen geplant - jeweils nördlich und südlich des Gebäudes. Die Flächen über den Anlagen sind bis SLW 60 befahrbar und dienen heute als Parkplätze.

Sickertunnel CaviLine lassen sich linienförmig oder im Parallelbetrieb flächenförmig anordnen und sind als Gesamtanlage beliebig erweiterbar. Die Freiburger Anlagen bestehen aus 52, auf fünf Rigolen verteilten Tunnelelementen. Die vorgefertigten Stahlbetonbauteile sorgen für eine extrem kurze Bauzeit und nur geringen Montageaufwand. Außerdem ist ist CaviLine durch seine Innenhöhe von 1,25 m nach der Definition der DGUV begehbar, Wartung und Reinigung können so mit einfachen Werkzeugen erfolgen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2021 .

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