Landschaftsgärtner-Cup 2019 auf der BUGA Heilbronn

Mattenklott und Hummel holen Heimsieg für Baden-Württemberg

Hannes Mattenklott (l.) und Simon Hummel vom TEAM GRÜN Furtner-Althaus aus Elzach sind die bundesweit besten GaLaBau-Azubis 2019. Nach dem Baden-Württembergischen Landestitel errangen sie nun auch die Deutsche Meisterschaft. Foto: AuGaLa/Falk

Die Durstrecke hat ein Ende: Nachdem sich die Teams aus Baden-Württemberg in den letzten drei Jahren zwar stets auf dem Treppchen, aber nie an der Spitze platzieren konnten, haben Hannes Mattenklott und Simon Hummel nun die Deutsche Meisterschaft für das Bundesland errungen. Beim Landschaftsgärtner-Cup 2019, der an zwei Wettkampftagen auf der Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn ausgetragen wurde, verwiesen die beiden Azubis von TEAM GRÜN Furtner-Althaus Garten- und Landschaftsbau aus Elzach ihre Mitbewerber auf die Plätze.

Jubelndes NRW, starker Nordwesten

Der Baden-Württembergische Triumph in Heilbronn markiert den zweiten süddeutschen Heimsieg in Folge. Im letzten Jahr hatte das Duo aus Bayern im eigenen Bundesland den Sieg errungen - damals auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg. Zwar hat nun erneut ein Team aus dem Süden den Bundesentscheid gewonnen. Doch gab es in diesem Jahr durchaus einige überraschende Resultate. Zum einen konnte Nordrhein-Westfalen endlich seinen eigenen Ambitionen gerecht werden und einen Medaillenrang erobern. Franziska Wagner und Till Wirtz schafften es für NRW auf Platz Zwei.

Nicht nur ihre Ausbilder bei Georg Oberdörfer Garten- und Landschaftsbau in Neunkirchen-Seelscheid (Wagner) sowie Natur-Breitegger in Kall (Wirtz) dürften stolz auf das gemischte Doppel sein. Auch der VGL NRW, immerhin mitgliederstärkster Landesverband der Republik, dürfte angesichts dieses Ergebnisses jubeln - schließlich steckt er Jahr für Jahr eine ungeheure Energie in den Vorentscheid im Dortmunder Westfalenpark, bundesweit der größte seiner Art. Den dritten Platz erreichte ein Landesverband, der sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert hat: der VGL Niedersachsen-Bremen, vertreten durch Marvin Wichmann und Moritz Blankemeyer vom Ausbildungsbetrieb Kreye aus Ganderkesee. Nach Platz Sechs in 2017 und Platz Vier im vergangenen Jahr konnten die Nordlichter nun vom Siegertreppchen aus in die Kameras strahlen.

Absturz des Serienmeisters

Apropos Nordlichter: Die anderen drei Teams aus den nördlichen Bundesländern schnitten in Heilbronn sehr unterschiedlich ab. Während die Hamburger Jari-Eirik Ketels und Jan-Oliver Kuceck einen für einen Stadtstaat sehr respektablen fünften Platz erreichten, rangieren Schleswig-Holstein (Platz Acht) und Mecklenburg-Vorpommern (Platz Zehn) in diesem Jahr im unteren Tabellensegment. Einen Achtungserfolg erzielte hingegen der VGL Rheinland-Pfalz und Saarland, dessen Team an den Medaillenrängen schnuppern konnte. Damit fuhren Patrick Bruns und Kilian Köny zwar keine Medaille, aber das beste Ergebnis ihres Landesverbandes in der jüngeren Vergangenheit ein.

Ganz anders die Situation für den FGL Hessen-Thüringen: Waren dessen Teams bei den vergangenen drei Wettbewerben noch stets in den Top Five, so stand für die diesjährigen Vertreter Kevin Genzel und Leonhard Kluge bloß Platz Sieben stand letztlich zu Buche. Und der Osten der Republik? Dessen Teams hatten beim diesjährigen Landschaftsgärtner-Cup wenig zu lachen. Der erfolgreichste ostdeutsche Landesverband aus dem Vorjahr, Sachsen, war gar nicht angetreten. Berlin und Brandenburg holten sich - nach 2017 zum zweiten Mal in drei Jahren - "die Rote Laterne" und wurden Letzter.

Bestes Ost-Team war Sachsen-Anhalt mit einem soliden sechsten Platz. Und auch wenn es für die neuen Länder nicht nur einen Überraschungserfolg gereicht hat: So desaströs war ihr Abschneiden gar nicht, denn bei Lichte betrachtet wurde von ihnen eh keiner als Favorit gehandelt. Ganz anders sieht es im Fall Bayern aus: Der Freistaat hatte zuletzt fast schon ein Titel-Abo und wurde sowohl 2016 als auch 2018 Deutscher Meister. Umso tiefer der Absturz in diesem Jahr: Mit Platz Neun blieb das bayerische Team weit hinter den Erwartungen zurück. Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2019 .

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