Neuer Aufsitz-Schlegelmäher von AS-Motor

Nach vier Jahren Entwicklungszeit: "YAK" rollt spektakulär ins Rampenlicht

Nach einem dramatischen Countdown wurde die Weltneuheit AS 1040 YAK 4WD durch eine hölzerne Schiebetür in den Saal gerollt. Foto: Hendrik Behnisch, Neue Landschaft

Robuste Hochgrasmäher, die auch steiles Terrain meistern, sind das Aushängeschild des schwäbischen Familienunternehmens AS-Motor. Somit war von vornherein klar, dass die Fachjournalisten der Republik nicht in den Ostalbkreis geladen wurden, um der Weltpremiere eines neuen Kühlschranks beizuwohnen. Die schreibende Zunft war dennoch gespannt: Im Vorfeld gestreute, aber recht spärliche Informationen ließen viel Raum für Spekulationen, was für eine Maschine Anfang Juni im Tagungshotel Rössle enthüllt werden würde. Viel mehr war nicht durchgedrungen, als dass sie eine vierjährige Entwicklungsphase hinter sich habe und die 135 Mann starke Mäher-Firma der Premiere kollektiv entgegenfiebere.

The Final Countdown

Die AS-Motor-Mitarbeiter, die in beträchtlicher Mannschaftsstärke angerückt waren, wirkten bereits beim Stehempfang euphorisch. Während Geschäftsführer Eberhard Lange, der Enkel des Firmengründers, aus einer mit Crushed Ice gefüllten Schubkarre Bier verteilte, bereitete sein Team das Abendprogramm vor. Und das hatte es in sich: Dank hochprofessioneller Video-Clips, die den neue Hochgrasmäher AS 1040 YAK 4WD mal dramatisch, mal launig in Szene setzten, wähnten sich die Journalisten phasenweise fast im Kinosessel.

Auch in der Horizontalen machte der YAK eine gute Figur: Das mannshohe Gestrüpp auf der Test-Wiese war im Nu dahin. Foto: Hendrik Behnisch, Neue Landschaft

Statt Popcorn gab es allerdings ein edles Drei-Gänge-Menü und eine charmante Moderation von AS-Motor Vermarktungsleiter Georg-Otto Fuchs, der mühelos auf Deutsch und Englisch durchs Programm führte. So unterhaltsam der Abend bis dato auch gewesen sein mochte - spätestens der Leinwand-Countdown nach dem Dessert erinnerte die Anwesenden daran, dass das eigentliche Highlight noch ausstand. Beim Auftritt des AS 1040 YAK 4WD zog AS-Motor nochmals alle Register: Wo eben noch Moderator Fuchs gestanden hatte, waberte plötzlich Bühnennebel auf und durch eine hölzerne Schiebetür wurde die noch verhüllte Weltneuheit in den Saal gerollt. Dann endlich konnten die Gäste den großen Bruder des AS 940 SHERPA 4WD aus nächster Nähe begutachten.

YAK meistert mühelos den Test-Parcours

Doch dabei sollte es nicht bleiben: Am Folgetag stand das praktische Erlebnis mit dem neuen Hochgrasmäher im Mittelpunkt. Während es zunächst etwas kurios anmutete, dass die Maschine nach einem tibetanischen Rind benannt wurde, leuchtete der Name spätestens am Steilhang-Testparcours ein. Ähnlich wie sein pelziges Pendant im Tierreich, das im Himalaya als verlässliches Lastentier gilt, gibt der AS 1040 YAK 4WD ein starkes Sicherheitsgefühl am Hang.

Das beginnt bereits beim Starten des Geräts. Der stufenlose hydrostatische Fahrantrieb ist durch seinen Einhand-Fahrhebel sehr komfortabel, und das Panikpedal für den Not-Stopp half manchem Laien-Tester, sich vor der Talfahrt ein Herz zu fassen. Sobald es den Hang hinabging, wurde die starke Traktion durch den permanenten Allradantrieb mit zuschaltbarer Differentialsperre spürbar. So sehr es auch schaukeln mochte auf dem Weg abwärts - der AS 1040 YAK 4WD war dem Terrain ganz klar gewachsen.

Ehe die Journalisten hangabwärts auf den Test-Parcours fuhren, berichteten AS-Motor-Mitarbeiter allerlei Wissenswertes über den neuen Aufsitz-Schlegelmäher – unter anderem, wo sich das Panikpedal befindet. Foto: Hendrik Behnisch, Neue Landschaft

Wenn manch ein Fahrer zu sehr auf das asymmetrisch angehängte Schlegelmähwerk achtete und somit Gefahr lief, auf der anderen Seite Dornen oder Brennnesseln zu tuschieren, schützten Sicherheitsbügel um den Sitz und die Füße herum vor unangenehmen Überraschungen. Hangaufwärts machte sich der niedrige Schwerpunkt des YAK bezahlt: Da der Motor so tief wie möglich ins Gerät verbaut wurde und sich der Fahrersitz nur wenige Zentimeter über dem Mähwerk befindet, konnten bei der steilen Auffahrt gute Sicherheitsreserven mobilisiert werden. Beim Mähen in der Horizontalen kam im Anschluss auch Freude auf: Der YAK machte mit dem mannshohen Gestrüpp kurzen Prozess. Die Befürchtung des ein oder anderen Journalisten, das Schlegel-Mähwerk durch verborgene Steine zu beschädigen, erwies sich als unbegründet. Schließlich "surft" die Konstruktion, passt sich also an Unebenheiten und macht senkrechte Ausweichbewegungen bei Geländeunebenheiten mit. Schließlich war die anfangs wild wuchernde Wiese akkurat gemäht - und die schreibende Zunft konnte sich in dem Gefühl sonnen, Grünflächenpflege nach Profi-Standards betrieben zu haben. Wobei man ehrlich sagen muss: Bei der Power, die in dem YAK steckt, waren wir eher Statisten

Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 07/2018 .

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