Nachruf
Frühere BfN-Präsidenten Beate Jessel mit 63 Jahren gestorben
Die hoch angesehene Wissenschaftlerin engagierte sich für zentrale naturschutzpolitische Themen wie die Entwicklung einer grünen Infrastruktur sowie den Schutz bedeutsamer Landschaften in Deutschland und setzte wichtige Impulse für einen natur- und landschaftsverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien und. Die hoch angesehene Wissenschaftlerin engagierte sich für zentrale naturschutzpolitische Themen wie die Entwicklung einer grünen Infrastruktur sowie den Schutz bedeutsamer Landschaften in Deutschland und setzte wichtige Impulse für einen natur- und landschaftsverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien.
Nach einem Studium der Landespflege an der Technischen Universität München engagierte sich Jessel früh in Lehre und Forschung sowie für die Branchenentwicklung im Landschaftsbereich. Von 1992 bis 1999 arbeitete sie zunächst als Referatsleiterin an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen/Salzach. Nach ihrer Promotion an der TU München-Weihenstephan wurde sie 1999 Professorin für Landschaftsplanung am Institut für Geoökologie der Universität Potsdam. 2006 wechselte sie an die TU München auf den Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung.
2007 wurde Jessel zur BfN-Präsidentin berufen. Bis 2021 leitete sie die Behörde mit fachlicher Kompetenz und Weitblick. In dieser profilierte sie die Expertise der Behörde und setzte wichtige Impulse für die Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Umsetzung im Naturschutz. Den Hochschulen blieb sie auch als Präsidenten weiter verbunden. Seit 2014 war Jessel Mitglied des Hochschulrates der Hochschule Geisenheim. Nach dem Ende Ihrer Amtszeit im BfN wählte der Schweizer Bundesrat sie zur Direktorin der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Zugleich war sie Inhaberin einer Doppelprofessur für Landschaftsentwicklung an der ETH Zürich und der EPFL Lausanne.
cm/BfN/HS Geisenheim
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