Natürlichen Wasserkreislauf sichern
Stadt Landau setzt auf wassersensible Stadtplanung

"Eine wassersensible Stadtentwicklung integriert Wasser in die Gestaltung von öffentlichen Räumen. Durch eine gezielte Regenwasserbewirtschaftung können Städte widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels werden und gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bewohner verbessern", sagt Patrick Riewe, Sortimentsexperte und Verkaufsberater bei Hauraton.
Neugestaltung der Straßeninfrastruktur
Für den Abschnitt zwischen Martin-Luther-Straße und Rosengasse wurde eine einheitlich gepflasterte Fläche mit Spielpunkten und Sitzmöglichkeiten sowie Baumstandorten geplant. Zentrale Aufgabe war es, das Regenwassermanagement neu zu gestalten: das Reinigen der Abflüsse, das Speichern, die Nutzung zur Bewässerung bis zur Einleitung in die in den Rhein mündende Queich. Zunächst musste eine Basis im Untergrund der Straße geschaffen werden. Alle unterirdischen Leitungen und Kanäle wurden neu geordnet und verlegt, Regenwasserkanal und Fernwärmeleitung kamen zusätzlich hinzu. Denn das Regenwasser wurde weitgehend von der bis dahin reinen Mischwasserkanalisation getrennt. Es wird größtenteils beidseits der Straße unterirdisch zurückgehalten, damit Wasser für die Baumbewässerung zur Verfügung steht. Anschließend fließt es mit gedrosselter Wassermenge in die Queich.
Die Nutzung von Regenwasser für die Bewässerung und das Einleiten von Wasserabflüssen von Verkehrsflächen erfordert die vorherige Reinigung. Schadstoffe wie Reifenabrieb, Mikroplastik, Schwermetalle oder Tropföle müssen herausgefiltert und zurückgehalten werden. Die Herausforderung in den verschiedenen Straßenabschnitten war die räumliche Enge, auf der die unterirdische Infrastruktur untergebracht werden musste. Hierbei konnte Hauraton unterstützen und eine kombinierte Linienentwässerung mit verhältnismäßig geringem Platzbedarf und integriertem Filtersubstrat als passgenaue Lösung anbieten. Für ein verbessertes Stadtklima wurden entlang der Straße Bäume gepflanzt. Über ein spezielles Baumsubstrat wird die Wasserversorgung der Bäume sichergestellt.
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Einfache Wartung und großer Retentionsraum
Ein wichtiges Kriterium war nicht nur ein einfacher Einbau, sondern auch ein geringer Wartungsaufwand. Die Entscheidung fiel auf die Drainfix Clean Filtersubstratrinnen von Hauraton. Das System soll über viele Jahre hinweg funktionieren, ohne dass es gewartet werden muss. "Das Wirkprinzip der Oberflächenfiltration stellt den entscheidenden Vorteil dar", erläutert Dr. Alexandra Joos, Produktentwicklerin bei Hauraton. "Schadstoffe, Schmutzpartikel und organisches Material werden nicht in den Filteruntergrund verlagert, sondern verbleiben an der Filteroberfläche. Diese erstreckt sich über die gesamte Länge des Rinnensystems." Nach und nach bildet das zurückgehaltene Material einen sogenannten Filterkuchen, der die Filterleistung des Systems weiter unterstützt.
Solange ausreichend Retentionsraum in der Rinne verfügbar ist, kann der Filterkuchen in der Rinne verbleiben. Wenn nach langem Betriebsintervall eine Wartung notwendig wird, werden lediglich Filterkuchen und obere Schicht des Substrats abgeschält, entsorgt und ein kleiner Teil des Substrats wieder aufgefüllt. Auch der große Retentionsraum war für die Wahl des Hauraton-Systems ausschlaggebend. Er steht zusätzlich zum Raumbedarf des Filtersubstrats für den Wasserrückhalt in den Rinnen zur Verfügung. Die Gesamtheit der Maßnahmen reduzieren die Umweltbelastungen und tragen dazu bei, den Wasserkreislauf trotz der versiegelten Flächen wieder dem natürlichen Kreislauf anzunähern.











