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Natursteinpflaster-Großprojekt für die Luxemburger Altstadt

18 000 m² Naturstein werden in den kommenden Jahren in der Luxemburger Altstadt bei einer umfassenden Straßensanierung zum Einsatz kommen. Foto: Besco

Die Firma Besco (Berliner Steincontor) hat den Zuschlag für die 1,8 Mio. Euro schwere Straßensanierung in der Altstadt Luxemburgs erhalten. Innerhalb eines halben Jahres lieferte der Berliner Betrieb rund 18 000 m² seines beigefarbenen belgrano-Granit. In den nächsten Jahren wird der Naturstein nun nach und nach in dem historischen Stadtteil verbaut.

Rund 295 Container mit dem Granit aus China lieferte Besco an das Großherzogtum Luxemburg, das im Jahr 2015 seinen 200. Geburtstag feierte. Dabei galt es, die gewünschte Menge von 18 000 m² an 15 cm starken Bodenplatten in neun Formaten zu bestimmten prozentualen Anteilen nach Luxemburg zu transportieren. Dabei war es bei einer derartigen Menge eine besondere Herausforderung, die Einhaltung der vorgegebenen technischen Parameter wie Materialeigenschaften und im Griff zu behalten. Das galt umso mehr, weil die Steine sortenrein gefertigt, also nach ihren Formaten gesondert verpackt, werden mussten. Zugleich sollten die Verpackungseinheiten so stabil sein, dass sie der gewünschten Einlagerung bis ins Jahr 2021 standhalten können. Der belgrano-Granit überzeugt mit seiner homogenen, überwiegend feinkörnigen Struktur und zeichnet sich durch seine gleichbleibende Lieferqualität aus. Für das Projekt in Luxemburg kam dabei nicht jeder Naturstein in Frage. Immerhin realisierte die Stadt ihre Straßenflächen vollgebunden, das heißt, sie führte ihre Tragschicht, Bettung und Fuge in Beton aus. Dies deutet darauf hin, dass der Untergrund dauerhaft hochfrequentiert genutzt wird, durch Pkw oder Reisebusse. Deshalb hätten weder Weichgesteine wie Sand- oder Kalkstein noch ein Großteil anderer Hartgesteine ins Profil für die Altstadtsanierung gepasst.

Der beigefarbene Naturstein ziert inzwischen bereits das neue Pflaster in der Rue Sigefroi, die den Eingang zu Luxemburgs Altstadt markiert. Was zuvor noch ein beliebter Stellplatz für die Reisebusse der Touristen war, lädt diese jetzt im neuen Look zum Flanieren ein. Im ersten Bauabschnitt der Sanierung kamen rund 3000 m² Granit für Bodenplatten, Bordsteine und Sitzbänke zum Einsatz. Im nächsten Bauabschnitt wird in der Rue du Rost direkt hinter dem großherzoglichen Palast eine verkehrsberuhigende Maßnahme in Form eines öffentlichen Platzes entstehen. Auch die Rue du Nord und Rue du Fossé erhalten in den kommenden Jahren ein neues Pflaster, den Abschluss der Sanierung bildet die Rue de l'Eau.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 11/2017 .

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