Caterpillar und Zeppelin
Neuer Kurzheckbagger als Vorserienmaschine beim Praxistest

Die Serienproduktion startet in Japan, zuvor liefen umfangreiche Praxistests. Einer der ersten Testpartner war die Firma Habermann aus Waakirchen, spezialisiert auf Erd-, Tief- und Abbrucharbeiten sowie Transporte und Sand- und Kiesgewinnung.
"Ziel war es, die Maschine unter realen Bedingungen in unterschiedlichen Anwendungen zu prüfen", so Theresia Brändle, Produktmanagerin für mittelgroße Kettenbagger bei Zeppelin. Damit könne der Bagger optimal auf die Anforderungen des deutschen Markts abgestimmt werden. Der Cat 319 CR ist wahlweise mit Mono- oder Verstellausleger und verschiedenen Stiellängen erhältlich. Im Standard wird er mit 600-Millimeter-Bodenplatten ausgerüstet und bleibt mit 2,8-Meter-Transportbreite kompakt. Zum Serienumfang gehören eine Deluxe-Kabine sowie zahlreiche Assistenzsysteme, darunter 2D-Steuerung, Planierautomatik, Kontrollwaage, Hub-Schwenkbegrenzung und Heavy Lift. Eine vollintegrierte 3D-Steuerung ist optional verfügbar.
"Den besten Bagger, den wir je hatten, war ein Cat 320ELRR. Er war der Vorgänger für unser Testgerät und hat auf ganzer Linie wegen der Abmessungen überzeugt", berichtet Geschäftsführer Andreas Habermann. Die Messlatte war hoch, die er an den Nachfolger der Kurzheck-Baumaschine stellte. "Unsere Bagger müssen alles machen und so wird auch die Testmaschine für alle Aufgaben rangenommen." Der erste Einsatz, den der neue Kurzheckbagger bei Habermann zu absolvieren hatte, war bei Verfüllarbeiten. Nächster Stopp war für den Cat 319 CR mitten im Wald, wo die Baumaschine im ansteigenden Gelände ein Teil eines weggerutschten Weges reparieren und stabilisieren musste. Dafür wurde das schluffige, mit groben Steinen versetzte Material auf einem Gitternetz verteilt und angedrückt. Das Bauunternehmen arbeitete mit einem Löffel mit Tiltrotator in Sandwichbauweise und mit einem MTS-Anbauverdichter. "Das hat sich bewährt, wenn wir Material entlang von Gebäuden verdichten müssen. Wir brauchen damit keine extra Rüttelplatte oder einen zweiten Mann", so Habermann. Ein Schnellwechsler unterstützte beim Werkzeugwechsel.
Nach dem Praxistest zog Habermann ein positives Fazit: Mit 21,6-Tonnen-Gewicht bietet der Cat 319 CR die Kraft eines 25-Tonners, bleibt aber kompakter. Der 98,9 kW (135 PS) starke Motor läuft leise und sparsam. Sogar nach 40 schweren Einsatzstunden war der Tank noch halb voll. Mit dem 2,6 m langen Verstellausleger erreicht der Bagger eine Grabtiefe von 5,46 m und meistert typische Baugruben problemlos.
Auch der Transport und Arbeiten auf engen Platzverhältnissen gestalten sich dank 2,9-Meter-Breite und 1750-Millimetern-Heckschwenkradius unkompliziert. Trotz Kurzheck steht der Bagger dank 700 mm breiter Bodenplatten und Schildabstützung auch bei schwerer Last stabil. Der Heckschwenkradius ermöglicht präzises Arbeiten auf engen Baustellen und im Forstwegebau.
Die Kabine bietet viel Platz, gute Sicht und eine intuitive Joystick-Steuerung. Kameras liefern klare Bilder ohne Lichtstreuung. Beim Aushub nutzt Habermann GPS-gestützte Assistenzsysteme mit Geländedaten per USB. Der Cat 319 CR überzeugte auf ganzer Linie und soll dauerhaft im Fuhrpark bleiben.
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