Einflussreicher Wirtschaftsführer und Politikberater
Niels Lund Chrestensen
Er war Gesellschafter des 1867 gegründeten Erfurter Samen- und Pflanzenzuchtbetriebes N.L. Chrestensen. Als Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt war er in den 1990er Jahren maßgeblich an der Reprivatisierung von DDR-Betrieben beteiligt.
Chrestensen absolvierte eine Lehre als Gärtner im elterlichen Betrieb. Als ihm der Dienst in der Kasernierten Volkspolizei oder ein Einsatz im Uranbergbau drohten, verließ er in den 1950er Jahren die DDR und ging nach Großbritannien, wo er ein britisches Abitur absolvierte. Zurück in der DDR studierte er Gartenbau an der Humboldt Universität zu Berlin. 1967 trat er in den Betrieb der Familie ein, blieb auch nach der Verstaatlichung des Unternehmens. 1990 übernahm er die Leitung der inzwischen reprivatisierten Firma.
1997 wurde er zum Vizepräsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags gewählt. Von 1992 bis 1995 gehörte er der Beraterrunde Bundeskanzler Helmut Kohls zum Aufbau Ost an und war Mitglied der Zukunftskommission beim Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen. Chrestensen war zudem Honorarkonsul des Königreichs Dänemark und 16 Jahre Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG. cm
NL-Stellenmarkt










