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Nordrhein-Westfalen: Eine "Green Bridge" für die Landeshauptstadt

Eine Vision für Düsseldorf: Die 1,5 km lange "Green Bridge" über den Rhein. Sie beherbergt einen Landschaftspark. Entwurf: RKW Architektur +, Visualisierung: Formtool

Neubau statt Sanierung, Vision statt Flickwerk: Das Büro RKW Architektur + und das Investment-Management-Unternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) haben gemeinsam die Idee eines Ersatzbauwerks für Düsseldorfs marode Theodor-Heuss-Brücke entwickelt. Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt hatte zum Dialog über die Zukunft der Rheinbrücke aufgerufen.

Das Konzept für die neue "Green Bridge" verbannt den motorisierten Verkehr in eine vierspurige Röhre und macht Platz für einen Landschaftspark. Kostenpunkt: geschätzte 700 Millionen Euro. "Die Brücke muss ohnehin neu gebaut werden, doch heute lässt sich deutlich mehr daraus machen als nur ein Verkehrsweg: ein nachhaltiges Bauwerk, dass den Menschen qualitative Fläche in optimaler Lage schenkt", heißt es in dem Konzept. Die Idee der "Green Bridge" verbindet eine Vielzahl von Funktionen und Angeboten miteinander. Mehr als 1,5 km ist die Brücke lang, am breitesten Punkt misst sie etwa 65 m.

Die offensichtlichste neue Funktion der Brücke ist das grüne Band des Landschaftsparks, der Golzheim und die Niederkasseler Rheinweisen verbindet. Ein Fahrradschnellweg führt nun durch Grün, in dem es Spiel- und Grillplätze mit Aussicht auf die Stadtsilhouette gibt. Kioske und Cafés sorgen für die gastronomische Versorgung und Aufenthaltsqualität. Auch Urban Gardening oder Farming-Projekte sind dort denkbar.

Die "Green Bridge" bietet vielfältige Möglichkeiten für eine langfristige Belebung. Rund 400 Wohneinheiten vom Mini-Apartment bis zur Maisonette-Wohnung sind dort untergebracht, öffentlich geförderter und freifinanzierter Wohnraum wechseln sich ab. Ein Hotel mit rund 350 Zimmern inklusive Spa und Panoramarestaurant bietet eine Übernachtungsmöglichkeit.

Für außergewöhnliche Arbeitsumgebungen stehen bis zu 14 000 m² Fläche zur Verfügung. In den Brückenfüßen finden sich Mobility Hubs mit Ladestationen für E-Autos und -Fahrräder. Im Mittelteil der Brücke stehen Windturbinen, in den oberen Tragkonstruktionen sind Photovoltaikanlagen montiert. cm/mk

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2022 .

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