Neuer Geschäftsführer übernimmt kurz vor Start

NRW: Wechsel in der Geschäftsführung der Laga Neuss 2026

Nur ein Jahr vor Eröffnung der Landesgartenschau in Neuss wird es einen Wechsel in der Geschäftsführung der L-Projektgesellschaft geben. Grund dafür ist der Wunsch Jan Sommers, des von der nordrhein-westfälischen Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege (LAGL) gestellten Geschäftsführers, sich beruflich neu zu orientieren.
(S)witch LaGa 2026 Neuss Landesgartenschauen und Grünprojekte
Jan Sommer geht, Jochen Sandner kommt: Der 36-jährige Geschäftsführer der Laga Neuss 2026 will sich beruflich neu orientieren. Der frühere DBG-Geschäftsführer übernimmt bis auf weiteres. Fotos: egocentric Systems GmbH; DBG

Aufgabe aus "ausschließlich persönlichen Gründen"

Der 36-jährige gelernte Landschaftsgärtner und studierte Landschaftsarchitekt ist seit Anfang vergangenen Jahres Geschäftsführer der Landesgartenschau Neuss und zuständig für die temporären Beiträge der Veranstaltung. Zuvor hatte er diese Aufgabe schon bei der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau in Höxter 2023 wahrgenommen. Seit Oktober letzten Jahres ist er auch Geschäftsführer der Landesgartenschau Kleve 2029. Vor vier Monaten kündigte er an, die zwei Geschäftsführungen aus "ausschließlich persönlichen Gründen" aufgeben zu wollen.

Sommer ist bei der LAGL unbefristet angestellt und war von ihr seit Jahren auf die Durchführung von Landesgartenschauen in verantwortlicher Position vorbereitet worden. Seine erste Landesgartenschau fand in Kamp-Lintfort 2020 statt, wo er seit September 2018 als Bauherrenvertreter tätig war. Dem Nachrichten-Portal "Höxter News" sagte Sommer seinerzeit, dass Gartenschauen für ihn "immer ein Thema" waren. "Die anspruchsvollen Baustellen und das gewerkeübergreifende Arbeiten" hätten ihn seit Langem gereizt.

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Jochen Sandner kommt. Der frühere DBG-Geschäftsführer übernimmt bis auf weiteres. Fotos: egocentric Systems GmbH; DBG

Für die nächsten Monate wird nun Jochen Sandner für Sommer in die Bresche springen und bis auf weiteres seine Aufgaben übernehmen. Insgesamt hat Sandner mehr als 30 Berufsjahre in der Welt der Gartenschauen verbracht. 2010 bis 2024 war er Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Zuvor hatte er bei den Bundesgartenschauen in Cottbus (1995), Gelsenkirchen (1997) und Potsdam (2001) mitgearbeitet. Nach einer -Zwischenstation in Wolfsburg (2004) leitete er 2009 die BUGA in Schwerin.

Aufgabe mit enorm viel Gestaltungsspielraum

Nun muss die LAGL die Nachfolge Sommers organisieren. So wie es sich gehört: mit unbefristetem Vertrag, für viele Jahre. Nach Angaben von Karl Jänike, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen und Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege, kann man die dafür ausgewiesenen Experten an den Fingern einer Hand abzählen. Vielleicht fühlten sich dafür aber auch Nachwuchskräfte oder Menschen, die sich beruflich neu erfinden wollen, berufen. Niemand werde ins kalte Wasser geworfen. "Als LAGL begleiten wir mit Mentoren und Know-how." Die Chance, eine vergleichbare Stelle zu finden, sei selten. Gleichzeitig habe man bei dieser Aufgabe enorm viel Gestaltungsspielraum und gesellschaftliche Wirkungskraft. Jänike ist telefonisch unter (0208) 848 30 36 zu erreichen. cm

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