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Optimierte Baumgruben im Zeichen des Klimawandels

Perligran ist ein mineralisches Produkt aus natürlichem Perlite und bestens geeignet für Klimabäume: Die Baumgrube muss Wasser speichern, aber auch Luft. Zugleich muss sie wasserdurchlässig sein, damit kein Wasser stehen bleibt. Foto: Karsten Kriedemann – Focus on nature & culture

Klimabäume sollen die kritischen Bedingungen des Klimawandels abpuffern. Dafür bedürfen sie besonderer Baumgruben, die die Bäume dauerhaft kräftig und vital halten. Bereits seit einigen Jahren laufen Versuchsreihen und Forschungsprojekte zu Klimabäumen. Sie prüfen, welche Stadt- und Parkbaumarten verwendbar sind: robuste, vitale Bäume, die mit den zu erwartenden Klimabedingungen zu Recht kommen.

Als ebenso wichtig wie die Wahl der Bäume stellt sich Bodenbeschaffenheit beziehungsweise die Qualität der Baumgrube heraus: "Die Erde muss was taugen", so Johannes Prügl vom gleichnamigen Bodeninstitut, Ingenieurbüro für Boden- und Vegetationstechnik. "Das heißt, die Baumgrube muss die Schäden durch den Klimawandel abpuffern. Also Wasser speichern, aber auch Luft. Sie muss gleichzeitig wasserdurchlässig sein, damit kein Wasser stehen bleibt, was bei Starkregen kontraproduktiv wäre. Und: Die Wurzeln müssen stark und gesund sein, damit sie auch beim Sturm den Baum halten können." Bei der Frage, welche Erde in die Grube gehört, steht man noch ziemlich am Anfang der Untersuchungen. Es gibt, vereinfacht gesagt, zwei Varianten: eine kostengünstige Variante für Parkbäume, bei der die vorhandenen Böden intelligent durchmischt werden, im optimalen Verhältnis aus Lehm, Kies und Sand. Und es gibt eine hochwertige Variante für Stadt- und Straßenbäume, die vor allen in Städten mit ihren für Bäume ungünstige Bedingungen zum Tragen kommt.

Hochwertige Erde für diese Baumgruben enthält Zuschlagsstoffe, die sowohl Durchlässigkeit als auch Speicherung von Wasser und Luft möglichst großzügig regelt. Sie haben individuelle Fähigkeiten und werden nach Preis und Vorkommen ausgewählt. Überregional kommen Perlitprodukte wie Perligran zu Einsatz, da sie über eine optimal abgestimmte Luft- und Wasserkapazität verfügen. Das leichte, natürliche Granulat sorgt für eine hohe Kapillarität sowie gute Drainage. Feinanteile, die sich durch Reibung des Korns ergeben und bei Bewässerung zur Verdichtung des Bodens führen würden, sind bei Perligran ausgesiebt. Böden werden durchlässiger, Unkraut kann leichter entfernt werden und bindige, schwere Böden erhalten eine nachhaltige und langfristige Verbesserung, unter anderem in ihrer Krümelstruktur. Perligran verfügt über zahlreiche Poren, die ein hohes Maß an Wasser und Luft speichern. Außerdem verhindert es langfristig das Verbacken der Erde verhindert, wodurch der spätere Pflegeaufwand reduziert wird.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 02/2018 .

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