Innovative Lösungen für ländliche Räume
Osnabrücker Studierende erhalten ALR-Hochschulpreis

Für ihre Beiträge wurden sie beim renommierten Hochschulpreis der Niedersächsischen Akademie Ländlicher Raum e. V. (ALR) in Hannover geehrt. Unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung zeichnet der Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit innovativen Lösungen für ländliche Räume in Niedersachsen auseinandersetzen.
Die Jury lobte die hohe Relevanz und Aktualität der Themen, die wissenschaftliche Exzellenz und die kreative Auseinandersetzung mit den Herausforderungen in ländlichen Räumen Niedersachsens.
Die zweitplatzierte Masterarbeit von Lea Nikolaus befasste sich mit der räumlichen Entwicklung und der Frage, wie sich die Stadtregion Osnabrück in Zukunft entwickeln lässt. Mit einem visuellen Ansatz statt abstrakter Konzepte machte sie gemeinsam mit Planungsakteurinnen und akteuren komplexe Fragen der Regionalentwicklung verständlich, schuf neue Gesprächsgrundlagen und eröffnete Perspektiven für eine bessere regionale Zusammenarbeit über Bundeslandgrenzen hinweg.
Den dritten Platz erhielten Dominik Hagemann und Lea Rudolph, die im Rahmen ihres Forschungssemesters den Wandel der Gemeinde Worpswede untersuchten. Anhand von Gesprächen, Beobachtungen und verdichteten Geschichten entwickelten sie exemplarische Figuren, die unterschiedliche Lebensweisen und Zukunftsperspektiven sichtbar machten und diese in einer öffentlichen Ausstellung gemeinsam mit der Bevölkerung diskutierten.
Die Masterarbeit von Paula Hübner, die am Beispiel der Stadt Lüdinghausen gesellschaftlichen Wandel untersucht, wurde mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen lokale "Pionierinnen und Pioniere" des Klimaschutzes, die sich mit vielfältigen Projekten, Ideen und Alltagspraktiken in Lüdinghausen einbringen.
Basierend auf Interviews und der Methode des "Storytellings" entstehen "Wandelgeschichten", die zeigen, was lokale Vorreiter motiviert, wie sie handeln und welche Herausforderungen sie überwinden. Ergänzt werden sie durch eine "Zukunftsgeschichte", die ein mögliches Entwicklungsszenario für ein bilanziell klimaneutrales Lüdinghausen im Jahr 2032 entwirft. Das zentrale Ergebnis ist ein Stadtmagazin, das die Geschichten in ansprechender Form präsentiert.
Prof. Dr. Henrik Schultz, der zweimal Erstprüfer sowie einmal Zweitprüfer der prämierten Arbeiten war, unterstreicht die Bedeutung für die Hochschule Osnabrück: "Dass die Hälfte der Preise an Absolvent:innen unseres Masters Landschaftsarchitektur geht, ist eine große Anerkennung."
HS Osnabrück/ph
NL-Stellenmarkt









